Jetzt auf den Augen (2014)


  • Nachdem mir der Film im Kino durch die Lappen ging und mir das heutige Mistwetter die Lust auf die Liveübertragung der Rusalka aus der Met im Kino ziemlich verpieselt... ich weise aber jegliche Schuld von mir: die Vorschauen habe ich häufiger gesehen und dann immer gefragt: ja wann läuft der denn? Irgendwie muß der Film zumindest in Carlsruhe in einem Zeitspalt gelaufen sein... keine Ahnung. Jetzt jedenfalls endlich auf DVD.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Spontan mitgehen lassen, nachdem ich mich zwischen Hörbuch und Lesebuch nicht entscheiden konnte:



    Ziemlich frei und natürlich deutlich verkürzt, dafür mit einer modernen (oder besser: modern gewesenen :D ) Rahmenhandlung versehen, die schlüssig ist und Spaß macht. Ich habe eine 2-DVD-Ausgabe erwischt, deren erste DVD den Film in 2D, die zweite in 3D präsentiert; vier 3D-Brillen für die klassische vierköpfige Family (gibts das wirklich noch?) waren dabei. Der Effekt ist natürlich nicht so doll wie im Kino, aber an manchen Stellen wirklich nicht übel. Insgesamt leidet aber eher die Helligkeit des Films (im Vergleich zur 2D-FAssung) doch deutlich und ich war zu faul und zu geizig, meinen Monitor zu verstellen...


    Typische Abenteuer-Unterhaltung, die Spaß macht, aber leider wenig von der Faszination des Originalromanes vermittelt. Aber, was solls... ein bissl Jurassic-Parc, Holiday-Park, Indiana-Jones...


    8-)

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Eine wirklich sehr schöne historische Geschichte (mit einer angenehme Musikkulisse)...
    Sehenswert.



    "Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
    Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
    So sei mir wenigstens für das verbunden,
    Was ich zurück behielt."
    (Lessing)

  • Momentan ergötze ich mich an:



    SUPERNATURAL


    Eine für mich maßgeschneiderte Serie - genau die richtige Mixtur aus Thrill und Komik, dazu zwei durchaus anschaubare Protagonisten, schlagfertige Dämoninnen und unzählige, abendfüllende Folgen... ich schaue allerdings nicht BlueRay, sondern DVD (ich war nur zu faul, 8 Cover einzustellen...).


    Seite meinem gestrigen mittagsschläfrigen Alptraum bin ich auch voll in die Serie integriert... ich habe keinen Dämonen getötet, aber er mich auch nicht; denn ich war so schlau, schnell aufzuwachen...


    *hüpf*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • MANN EY!


    Ich hatte ja gehofft, daß der Preis für Staffel #7 - während ich 1 bis 6 schaue - auf das Normalniveau von 9,99 € sinkt. Aber wer hofft, ist bekanntlich verloren und Fern der Realität... nun also für 24,99 €



    Wenn ich allerdings berechne, daß meine beiden Unterhaltungssklaven Dean & Sam sich einen Stundenlohn von 1,62 € teilen dürfen, dann bin ich wieder halbwegs beruhigt... Wenn ich damit durch bin, kommt wahrscheinlich Staffel #8 raus und der Wunschpreis für #7 ist da und das Theater geht von vorne los...


    Man sollte Serien erst anfangen, wenn sie komplett erschienen sind; mal sehen, ob ich das in diesem Leben noch lerne...


    *beiss*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Werden hier auch Filme vorgestellt - sehr interessant. 8o


    Zur Zeit fast jeden Abend - ausnahmsweise. *flöt* Hat schon etwas mit Kindheitserinnerungen zu tun. Aber abgesehen davon: Ich hatte vor ein paar Monaten Gelegenheit die aktuellen Star Treck Filme auf DVD zu sehen und war von der Einfallslosigkeit der Story (es ist eigentlich nur eine Story, bei der es in Variationen um die Rettung der Welt geht) zienlich enttäuscht. Obwohl die Effekte - wie man dann immer so schön sagen kann - natürlich spitze waren. Ich kann mich nur schwer daran gewöhnen, Filme nur der Effekte wegen anzusehen, obwohl ich es mitunter schon reizvoll finde. Auf jeden Fall sind mir dann die alten Serien aus meiner Kindheit wieder eingefallen, die wir natürlich nur auf dem S-W-Fernseher gesehen haben. Ich dachte also, Raumschiff Enterprise wäre wie Raumschiff Orion eine in S-W gedehte Serie gewesen. Von wegen. Langer Rede kurzer Sinn: Bei der Original-Serie, mit Abstrichen auch noch bei den ersten Kinoversionen, soweit ich mich erinnere, ist es genau umgekehrt. Die Effekte sind für heutige Sehgewohnheiten nur noch amüsant (wenn man es positiv zu sehen gewillt ist), viel Pappmaschee, aber die Story ist von Serie zu Serie (obwohl es durchaus wiederkehrende Motive gibt) abwechslungsreich, dicht, geradezu auf 45-50 MInuten gedrängt und es ist weniger Fantasy als echte Science Fiction, bei der das Erforschen des Unbekannten im Vordergrund steht und bei der mitunter wirklich interessante philosophische Fragestellungen angerissen werden - nicht nur wilde Klopperei (das auch) - bei der im Übrigen sogar der Western Way of Life mitunter in Frage gestellt wird.


  • und es ist weniger Fantasy als echte Science Fiction, bei der das Erforschen des Unbekannten im Vordergrund steht und bei der mitunter wirklich interessante philosophische Fragestellungen angerissen werden - nicht nur wilde Klopperei (das auch)


    Es ist schon 'ne Weile her, daß ich mir alle 726 Folgen des Gesamt-Epos reingepfiffen habe - aber genau das, was Du oben schreibst, war für mich das Faszinierende; wobei das in späteren Generationen noch weit "besser" umgesetzt wird.


    Von der originären Fernsehserie (Raumschiff Enterprise), die mit aus heutiger Sicht peinlichen Requisiten auskommt, ist mir jene Folge mit den "fliegenden Pfannkuchen" (das waren irgendwelche überdimensionierten Nervenzellen, welche die Bewohner eines Planten und auch die Crew angriffen...) am meisten hängen geblieben.


    Ich mag allerdings auch die Filme allesamt, da sich hier auf einer weiteren Ebene ein Handlungsstrang ergibt, der jetzt durch die beiden neuen Filme rund wird. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Film. Sollte mir irgendwann mein derzeitiges Serienmaterial ausgehen, werde ich auch sicher Star Trek wieder einmal komplett schauen.


    :thumbsup:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Von der originären Fernsehserie (Raumschiff Enterprise), die mit aus heutiger Sicht peinlichen Requisiten auskommt, ist mir jene Folge mit den "fliegenden Pfannkuchen" (das waren irgendwelche überdimensionierten Nervenzellen, welche die Bewohner eines Planten und auch die Crew angriffen...) am meisten hängen geblieben.

    Das ist in der Tat neben der nicht weniger eindrucksvollen "Horta rettet ihre Kinder" eine der wenigen Folgen, in denen nicht-humanoide Lebensformen auftauchen, woraus sich eine sehr skurille und stimmungsvoll-bedrohliche Atmosphäre ergibt. Völlig konträr dazu - humoristisch - "Kennen Sie Tribbles?" in der zweiten Staffel. Mit am stärksten beeindruckt hat mich "Kampf um Organia" in Staffel 1, wo anscheinend humanoide und zurückgebliebene Bewohner des Planeten Organia sich als nicht nur moralisch weit überlegene Geistwesen oder Götter entpuppen, als sie durch die Aggressivität der Erdlinge und Klingonen dazu gezwungen werden. In "Landru und die Ewigkeit" klingt erstmals das Motiv der sich verselbständigenden künstlichen Intelligenz an, die dir Menschen beherrscht, ein klassisches Motiv der Science Fiction. Computer M5 in Staffel 2 ist dann eine Parallelentwicklung zu HAL 9000 in 2001. Insgesamt für eine bei ihrer Erstausstahlung wenig populäre Serie eine beeindruckende Strecke orignieller Drehbücher. *yes*

  • Bin nicht ganz sicher, ob das die richtige Rubrik ist, habe aber nichts Passenderes gefunden. Wenn es not tut, bitte verschieben...



    Jetzt habe ich mir nach erfolgreicher Rippung und CD-tauglich-Machung mit Tracks usw. doch noch den ersten Akt von "Iphigenie en Tauride" auf Video angeschaut. Im Augenblick bin ich von der Oper von der Musik, der Aufführung der Musik und der Inszenierung sowie von den schauspielerischen und gesanglichen Leistungen begeistert. Das ist eine Kombination, die man nicht so oft findet: Bühne, Kostüme lassen an Regietheater denken, es klingen moderne Räuberbanden, Warlords, allerdings europäischer Provenienz, an. Trotzdem alles sehr reduziert und so zeitlos gehalten, wie es das Thema zumindest nahelegt. Die schauspielerische Leistung ist sehr überzeugend, die Sänger scheinen in ihren Rollen aufzugehen. Eine sehr schöne, auch beklemmende Idee ist die Figur einer stummen Frau, wie eine Doppelgängerin von Iphigenie, wohl Klytaimnestra, die immer wieder durch die Bühne streift, beobachtet. Die Musik ist historisch und wirkt dabei gerade unmittelbar berührend, manchmal sogar erschreckend. :jubel: :love:

  • Bin nicht ganz sicher, ob das die richtige Rubrik ist


    Vollkommen richtig. Warst Du etwa irritiert? :D

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Ein wenig, weil bei mir die Frage aufkam, ob es vielleicht einen Extra-Thread für Musik-DVDs geben könnte.


    Den gibt es tatsächlich - und wir sind mittendrin...


    *lol*


    Die betriebsfremden DVD-Nennungen muß man einfach ausblenden... :D

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Den gibt es tatsächlich - und wir sind mittendrin...


    *lol*


    Die betriebsfremden DVD-Nennungen muß man einfach ausblenden... :D

    Dann bin ich beruhigt. Eigentlich möchte ich auch gar nichts ausblenden...


    Ach ja und heute war die zweite Oper dran:



    Iphigenie en Aulide, ich kann nur sagen, ich habe den Kauf nicht bereut. Demnächst werde ich mir die Musik noch einmal ein bisschen konzentrierter anhören.


  • Heute zu Ende gesehen. Edgar Reitz blättert seine Schabach-Chronik kurz vor der Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Wer den Film sieht, kann sich besser vorstellen was in den Leuten aus Afrika vorgeht, die in die Boote steigen und nicht wissen, wohin sie das führt, nur eine Ahnung von einem El Dorado. Ein Film der zeigt, dass in der Filmkunst auch heute noch alles möglich ist, bewegend und faszinierend in gleicher Weise.