Gelesen (und am Lesen am dran sein am tun...)

  • Vor kurzem mit allergrößtem Vergnügen und Erstaunen gelesen:



    Terry Pratchett
    Gevatter Tod


    Köstlicher, boshafter Spaß! *dead*


    Und die 'Lösung' des sich aufgebaut habenden Problems ist kurz und knapp in einem kurzen Satz notiert, der eine völlig triviale Tätigkeit beschreibt, die wiederum so naheliegend war, daß man sich an den Kopf fasst!


    Der Roman ist dem Genre Fantasy zugeordnet, was ich nicht unbedingt für ganz korrekt halte... zwar gehört der Roman inhaltlich auch nicht zur Belletristik und lässt sich ebensowenig in andere Romangattungen fest einordnen, es sei denn, man würde dies jeweils unter dem Aspekt der Satire betrachten.


    Ich habe selten so gelacht und das notwendige Einschlafen vor mich her geschoben...


    *yepp*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Es folgt jenes druckfrische Erzeugnis:



    Richard Harvell
    Der Kastrat


    Ob sich der Autor der Doppeldeutigkeit seines (englischen) Originaltitels The Bells bewußt war? *flöt*


    In der Tat geht es zunächst um metallene (!) Glocken und es lässt sich ganz gut an ^^


    Auf dem Programm stehen danach noch weitere Geburtstagsgeschenke.


    Eher etwas für den Bedarfsfall oder als Zwischendurchhäppchen:



    Ludwig van Beethoven
    Briefe
    Herausgegeben von Erich Valentin


    Und auf Empfehlung eines Wiener Beobachters:



    Michael Cunningham
    In die Nacht hinein


    :wink:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Weiterer Lesestoff ist eingetroffen:



    Alessandro Baricco
    Novecento.
    Die Legende vom Ozeanpianisten



    Françoise Giroud
    Alma Mahler
    oder: die Kunst, geliebt zu werden



    Isabelle Duquesnoy
    Das Tagebuch der Constanze Mozart


    ...und kürzlich preiswert mitgehn lassen:



    Stefan Zweig
    Georg Friedrich Händels Auferstehung


    (vielleicht als Ergänzung oder Contrast zu Otto ich liebe ihn Brusattis Mein Messias)

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


  • Zuletzt gelesen: Iris Kammerer-Varus
    allerdings nur die ersten ca.150 Seiten - dann wegen Desinteresse weggelegt...meiner Meinung nach springt die Autorin zuviel zwischen den einzelnen Handlungssträngen hin und her, sodass ich dann nimmer wusste, wer grade wo sein sollte...
    Prinzipiell sehr stimmungsvoll geschrieben, aber zu sprunghaft!

    Ich bin ich! Und wär ichs nicht, so möcht ichs werden!
    [Errol Flynn in einem Film über mich...;) ]

  • Schon seit ein paar Tagen ausgelesen:



    Ein wirklich gut gemachtes Buch! Die Verbindung von Tatsachen aus der Zeit zwischen 1730 und 1762 mit phantasievoller, aber nicht unbedingt - naja leicht - übertriebener Erfindung, machte die Story zu einem real wirkendem Geschehen. Nicht ohne Witz, sehr pittoresk, oftmals krass und oft wunderbar. Macht mit den Ohren das, was das 'Parfum' mit der Nase machte klebt außen drauf... kommt wohl hin. Chevalier de Gluck hat auch ein paar süffisante Auftritte...


    Nun folgt der Cunningham, der mich anfangs nicht anmachte und wegen des merkwürdigen Sprachgebrauchs verwirrte, wobei er teils doch erfreulicher Weise dem frühen Noah Gordon entsprach (Die Klinik, Der Rabbi). Aber jetzt wird es allmählich interessant und an die Sprache habe ich mich auch gewöhnt. Womit ich nicht ganz klarkomme, ist die Nennung von diversen zeitgenössischen Songs und anderen Künstlern... aber naja... so wichtig für die Handlung scheinen sie (zumindest noch) nicht zu sein.


    :wink:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Für alle die etwas anderes gerne lesen..."Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek


    Da war ich wirklich froh, dass ich Deutsch verstehen kann.
    Fabelhaft geschrieben!! Würde fast sagen, lässt sich kaum so fabelhaft übersetzen, wie das geschrieben ist...leider...




    "Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
    Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
    So sei mir wenigstens für das verbunden,
    Was ich zurück behielt."
    (Lessing)

  • Ihr werdet lachen...aber in Moment ist das genau die richtige Literatur für mich...und sehr interessant, nicht nur für die Eltern, für alle die kleiner Kinder im Leben begegnen und verstehen wollen. Ich brauche es für die Prüfung, aber es geht runter wie Butter! *yepp*



    Hilft aus so manche frühelterliche Dilemma heraus. Auch sehr verständlich geschrieben. Sehr empfehlenswert!


    "Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
    Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
    So sei mir wenigstens für das verbunden,
    Was ich zurück behielt."
    (Lessing)

  • Und auf Empfehlung eines Wiener Beobachters:



    Michael Cunningham
    In die Nacht hinein


    Las sich dann doch recht schmökerhaft. Aber hier fehlte letzten Endes eine wirklich Pointe - oder aber ein Sinn... Teilweise sehr pittoresk geschrieben, dann auch wieder sehr öde (jedenfalls für meinen Geschmack). Nicht Fleisch, nicht Fisch... aber auch nicht vegan 8-)

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Am Samstag bin ich dann hier durchgeflogen:



    Stefan Zweig
    Georg Friedrich Händels Auferstehung


    Auch eher etwas von der netten Sorte: Zweig schildert Händels Leben vom seinem Schlaganfall an bis zu seinem Ende, mit besonderem Augenmerk auf eine relativ detaillierte belletristische Beschreibung der Komposition des Messias. Man könnte das als eine Art 'Musik zum Lesen' beschreiben. Die gelegentlich süffisant-witzige Story ist mit 72 Seiten (einseitig, also nur 36) sehr kurz. Die Aufmachung ist aber auch wirklich sehr rührend: auf der jeweils dem Text gegenüberliegenden Seite befindet sich ein farbloses Kirchernfenstermosaik (das gleiche, das auch in Farbe auf dem Einband abgebildet ist); auf jeder Seite wird eine andere Mosaiksteinkombination etwas abgedunkelt hervorgehoben: witzige Idee, die neugierig aufs Umblättern macht. :)


    Ein nettes kleines Geschenk für zwischendurch.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Die Lektüre soeben mit großem Gewinn abgeschlossen:






    und jetzt auf dem Büchertisch:




  • [*]


    Liebe EROICAner/innen


    Zur Zeit staune und genieße ich einen scharfen Blick auf schleichende Gefahren kultureller Transformation. Das über Jahrhunderte GEWACHSENE kultureller Werte werden per Mausklick katapultiert.....aber wohin geht die Transformationsreise? Ein TOLLES und WICHTIGES Buch !...........Es grüßt Arnulfus

  • Gestern eingetrudelt! Neuwertig für sage und schreibe 10 Euronen beim Amazon Marketplace ergattert.





    Bericht über das Internationale Symposium der Joachim Jungius - Gesellschaft der Wissenschaften Hamburg 1988, mit zahlreichen Beträgen in sechs Kapiteln:


    I.Die Musik in der europäishen Kultur des mittl 18.Jhdts
    II.CPE Bach in seiner Zeit
    III.Gattung & Stil im Instrumentalwerk Bachs
    IV.Gattung & Stil im Vokalwerk Bachs
    V.Aspekte der Aufführungspraxis bei Bach
    VI.Zur Überlieferung der Werke Bachs

  • Ich arbeite mich gerade durch:

    Wunderbar sachlich, seriös und gänzlich ohne Freimaurer - ein Genuss, endlich mal ein Buch über Jack the Ripper in den Händen zu halten, das sich komplett den Fakten verschrieben hat. Dabei gut geschrieben und überhaupt nicht trocken - volle Empfehlung!

    "Nichts gleicht der Trägheit, Dummheit, Dumpfheit vieler deutscher Geiger."
    Max Bruch (1838-1920)

  • ein Genuss, endlich mal ein Buch über Jack the Ripper in den Händen zu halten, das sich komplett den Fakten verschrieben hat.


    Was hast Du bitte vor...? *hmmm*


    Zitat



    Françoise Giroud
    Alma Mahler
    oder: die Kunst, geliebt zu werden


    Krass 8| Ich wusste ja schon einiges aus diversen Mahlerbiografien und nicht zuletzt aus seiner Musik, aber hier wirft die andere Perspektive doch ein so völlig anderes Licht auf den Komponisten (um den es ja eigentlich gar nicht geht), daß man sich echt fragt, wie dieses Konstrukt Gustav-Alma überhaupt so lange halten konnte? Die Autorin schreibt jedenfalls süchtigmachend - egal, wie schlimm der Inhalt ihrer Zeilen auch ist, man muss sie einfach lesen. Verfeufelt, echt! Und von Almas 'Kunst' könnte man sich glatt etwas abschauen, wenn es nicht so unwürdig (dennoch faszinierend) wäre...


    :umfall:


    Da stellt sich einem fast schon wieder die Frage, ob dieses Zerfleischen der Privatsphäre von uns focussierter Personen überhaupt menschenwürdig ist.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Alltägliche Situationen, locker und witzig erzählt in Form von Kurzgeschichten, von Umberto Eco:



    Aus dem Buch:

    Zitat

    "Gewiß hat jeder schon mal in einer italienischen Bar unter jenen Zuckerdosen gelitten, bei denen, sobald man die Löffel herauszuziehen versucht, der Deckel wie eine Guillotine herunterknallt und den Löffel hochspringen läßt, so dass der Zucker ringsum über alle Anwesenden verstreut wird."


     :):)


    P.S. noch was daraus:

    Zitat

    Wenn die revolutionärsten Erfindungen allen zugänglich werden, ist es mit ihrer Zugänglichkeit vorbei.


    :wink:


    "Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
    Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
    So sei mir wenigstens für das verbunden,
    Was ich zurück behielt."
    (Lessing)