Verleih gesucht - Filmkunst ohne Medium

  • Es ist traurig, aber natürlich symptomatisch; dass große Filmkunst heute selbst im Zeitalter der unendlichen technischen Reproduzierbarkeit nicht für jedermann greifbar ist. Dabei muss es ja nicht unbedingt alles auf DVD-Blue-ray geben, Möglichkeiten, es sich im Netz anzuschauen oder runterzuladen oder auf anderen Datenträgern bereitzustellen gäbe es ja genug. Hier kann man posten, was noch fehlt und ergänzen; wenn sich die Industrie einmal erbarmen sollte.

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Keine Literaturverfilmung, aber sicher von Fontane inspiriert.

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Das sind ja alles Fernseh-Filme - und dazu noch mindestens zwanzig Jahre alt. Dafür gibt es praktisch keinen nennenswerten Markt in Deutschland. Veröffentlichungen kannst du knicken.

    wenn sich die Industrie einmal erbarmen sollte.

    Es gibt Labels wie Pidax oder Filmjuwelen, die in den letzten Jahren in Archiven echte Schätze herausgekramt haben - aber selbst die würden vermutlich nichts davon rausbringen. Würde einem Wunder gleichkommen, wenn sie es täten.


    Traurig, ist aber so.



    jd *hä*

  • Ich fordere hiermit offiziell eine DVD-Box mit den Topographiesendungen der letzten Jahrzehnte!!!

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...


  • U.a.:


    BLOSSOM TIME (1934) (eingedeutscht: Dein ist mein Herz)
    World-renowned tenor Richard Tauber features in a dramatisation of the life of Schubert, focusing on the composer's unrequited love for a dance master's daughter.
     
    Black and White / 87 mins / 1.33:1 / Mono / English


  • Gibt es das auch auf Deutsch? Oder mit deutschen Untertiteln?

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Der Vater eines Mörders


    nach einer der Erzählungen von Alfred Andersch rund um die Person Franz Kien.


    Ich erinnere mich an eine gebannt verfolgte Sichtung einer Wiederholung aus den späten 90ern.


    Filmdaten: R. Carlheinz Caspari, D. u.a. Hans Korte, Roland-Momme Jantz, B. Nicolaus Richter, 1987


    deutsches-filmhaus.de


    Zitat

    Franz Kien hofft, dass ihn der Direktor nicht aufrufen wird. Unvermutet war der Rex zu Beginn der Griechischstunde in ihrer Klasse erschienen, um Lehrer und Schüler einer hochnotpeinlichen Leistungsprüfung zu unterziehen. Mit dem jungen Freiherrn von Greiff hatte er sogleich einen Zusammenstoß. Die Folge: sofortiger Verweis von der höheren Lehranstalt. Dr. Kandbinder selbst, der Klassenlehrer, musste sich vor aller Ohren verbessern lassen. Draußen ist strahlender Mai. Die Kastanie vorm Fenster blüht. Unter der Schulbank liegt aufgeschlagen Karl Mays "Durchs wilde Kurdistan". Für alles ist der Schüler Franz Kien heute ansprechbar, nur nicht für Probleme des Griechischen, etwa die Frage nach der exakten Aussprache der drei Doppelkonsonanten.


    Da er sich selbst für einen schlechten Schüler hält, glaubt er sicher zu sein, bei einer Leistungsschau mit Recht übergangen zu werden. Irrtum! Schwer fällt die Hand des Rex jetzt auf Kiens Schulter, und unüberhörbar die Stimme von oben, die da zunächst noch ganz arglos fragt: "Nun, Kien, wie sieht es denn mit deinen Leistungen im Griechischen aus?" Was nun folgt, die Demontage eines Schülers unter dem Vorwand, unbestechlicher Diener aus Humanismus zu sein, kommt einer öffentlichen Hinrichtung gleich.


    Diese Schulstunde ist kein Alptraum. Sie fand so 1928 im Wittelsbacher Gymnasium zu München statt. Hinter Franz Kien verbirgt sich der Schriftsteller Alfred Andersch. Der Rex heißt Himmler. Er ist "der Vater eines Mörders".

    Vgl. auch die Berichterstattung des Spiegel zu der Erzählung und deren Wahrheitsgehalt.