Welche Klassik-Größen habt ihr schon live erlebt und wer hat euch am meisten beeindruckt?

  • HM. Erlebt einige. Die, die ich noch weiß:


    Cecilia Bartoli
    Johanette Zomer
    Currentzis (Stuttgart, Tschaikowsky Pathétique)
    Max Cencic (diverse Händelopern)
    Vince Yi, Terry Wey (dto.)
    Arthur Schoonderwoerd, Cristofori
    Simone Kermes
    Haselböck (Beethoven REsound, Eroicasaal, Wien)
    Immerseel, AnimaEterna und solistisch


    Beeindruckt war ich damals von der Bartoli und Simone Kermes, das ist inzwischen etwas abgeflaut ... aber es war stets lustig mit ihr nach den Vorstellungen. Bewegt hat mich Currentzis. Cencic war nicht so der Knaller, Yi und Wey dagegen schon. Mit Arthur pflege ich nachwievor einen netten Kontakt; wir haben schon einige Projekte (auch mit dem Forum) zusammen gemacht. Die Mozartsonaten aus seinen Händen waren einige Zeit exklusiv nur über EROICA erhältlich gewesen.


    Ansonsten muß ich mal ernsthaft nachdenken ... ich hab's nicht so mit Namen.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Danke für deine Rückmeldung, Ulli! Um deine Erfahrungen mit Cecilia Bartoli beneide ich dich. Habe sie bisher leider noch nicht live erlebt.


    Ich habe bisher lediglich folgende Größen erleben dürfen:


    Ivan Rebroff (1992, Herzebrock-Clarholz), die "Drei Tenöre" (1996, München), Placido Domingo (2001 dann noch mal separat in einem Liederabend in Halle, Westfalen), Thomas Hampson (vor ca. 10 Jahren, Baden-Baden), Andreas Scholl (17.09.2016, Speyer), Montserrat Caballé (2002, Halle, Westfalen), Evgeny Kissin (2012, Amsterdam), Lance Ryan (2015, „Tristan und Isolde“, Dortmund), Stefan Mickisch (2015 und 2016: Einführungsvorträge „Das Rheingold“ und „Die Walküre“, Minden).


    Es fällt mir wirklich schwer, mich für einen der Künstler zu entscheiden, weil ich sie allesamt großartig fand. Ich entscheide mich aber für Placido Domingo. Was für ein grandioser Künstler ... und wahnsinnig charmant obendrein. :jubel:

  • Peter Schreier
    Fidi
    Christoph Eschenbach
    Patricia Kopatchinskaja
    Kurt Masur
    Herbert Kegel


    Und noch viele andere, aber die fallen mir auf die Schnelle nicht ein; weil mir das ehrlich gesagt sehr egal ist. 8-) :)

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Hilary Hahn — sehr sympathisch, auch beim "Autogrammgespräch"
    Pietari Inkinen —großartig, man kann sich sogar mit ihm unterhalten; wir haben ihn mal nach einem Konzert beim Abendessen kurz nach dem Bestellen gestört, aber er war sehr aufgeschlossen, gesprächig und sichtlich geehrt, dass man ihn erkennt... *flirt* 
    Martyn Brabbins — ebenfalls sehr sympathisch und bereit, ein paar Worte beim Bier zu wechseln
    Johannes Moser — auch mit wenig Distanz und großer Musik
    Iveta Apkalna — nur kurz getroffen, aber wenigstens ein paar bewundernde Worte losgeworden
    Pierre Pincemaille — nicht mehr der jüngste, aber doch freundlich; wir hatten nur ein paar Sprachbarrieren
    Olivier Latry — Die "Bühnenpräsenz", vor allem auch bei seinen Improvisationen, war grandios — habe mich nicht getraut, mehr als danke zu sagen
    Isabelle Faust ist leider hinter der Bühne beim Künstlerempfang verschwunden und Sir Roger Norrington war zu umlagert. Meine Frau hat unter ihm die Sea-Symphony gemacht; menschlich war sie begeistert, Dirigat ist für Laien sehr schwierig.
    Rudolf Buchbinder verbreitet einen unglaublichen Charme, dem meine Frau hoffnungslos erlegen ist (Beethoven op.80). :D 
    Philipp Herreweghe dirigiert so, dass ich ihm nicht hätte folgen können... aber das Resultat konnte sich wie immer hören lassen.
    Piotr Anderszewski habe ich grandios mit Szymanowski und sogar den Diabelli Variationen auf Konserve gehört, aber mit Mozart G-Dur-Konzert im Herkulessaal wurde er nicht warm, das hat mir nichts gegeben.
    Gautier Capuçon — ein Wunder, dass der sich seine Haare nicht am Griffbrett klemmt — hat aber geklappt; muss er dem Friseur vermutlich genau sagen!
    Boris Beresowski setzte sich ans Klavier, als wollte er sagen "macht hinne, auf mich wartet ein Billard-Partie", hat dann aber ein Chopin-Konzert hingelegt, dass ich so mitreißend noch nicht und nicht mehr erlebt habe.
    Tianwa Yang bei der CD-Präsentation bei Beck am Rathauseck — buchstäblich auf "Tuchfühlung". Sehr persönliches Interview und die Gelegenheit, kurz ein paar Worte zu wechseln.
    Cornelius Meister — damals ein junger Dirigent auf der Suche nach einem festen Heim, der sich an Mahler VII traut; kam gemischt an, ich war begeistert. Jetzt ist er fest in Wien, wenn ich das richtig gesehen habe.
    Das waren die, die mir spontan einfallen.

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Yorick :
    Vielen Dank! Mit ging es auch darum, wer euch am meisten beeindruckt hat. Ist aber nicht einfach, eine solche Frage zu beantworten. Ich musste jedenfalls lang überlegen ...

    Bei mir liegt das Problem einfach darin, dass ich ungern reise Live is live: Konzert, Oper, Kammermusik, Liederabend - Von der Einmaligkeit des Erlebens vor Ort und hier in den südostthüringer Wald kommen die Stars eher selten. 8-)

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Zitat

    Pierre Pincemaille — nicht mehr der jüngste, aber doch freundlich; wir hatten nur ein paar Sprachbarrieren

    Dieser begnadete Organist und Improvisator ist in der vergangenen Nacht im Alter von gerade einmal 61 Jahren verstorben (Scheiß-Krebs), wie seine Frau Anne-France Gaudillat mitteilt. Möge er in Frieden ruhen.