Jetzt im Ohr (2017)

  • Swjatoslaw Richter, Klavier, 1957


    Hier zelebriert Richter eine solche allumfassende und endgültige Trostlosigkeit, dass man dann hernach das Freie gewinnen muss, um sich das Hemd aufzureißen und die Brust der frostklaren Nacht zu bieten und ganz tief und heftig einzuatmen. Die ersten beiden Sätze, die zusammen schon eine halbe Stunde ausmachen, vermitteln ohne jeden Ansatz von Trost diese jenseitige Todesahnung, die so gar nichts gemein hat mit romantischer Verklärtheit. Romantik, wo sie möglich, wird nicht einmal angedeutet, sondern stets nivelliert. Richter überschreitet hier ein ums andere Mal die rote Linie, die man zwischen Kunst und existenzialistischer Erfahrung sinnvoller Weise gezogen hat; damit sich Kunst und Leben nicht so vermengen, dass kein Platz mehr bleibt für ästhetische Erfahrung. Und selbst, als man im 3. Satz glaubt, im Rahmen der konventionelleren Gestaltung würde Richter in die Spur zurückfinden; setzt im 4. statt Keckheit und "Es ist doch alles gar nicht so schlimm und halb so wild" infernalisches Gelächter ein und diabolische Heiterkeit - so muss es bei den Teufeln in der Hölle zugehen. Das ist Kafka in Töne gesetzt, wilde Verzweiflung und endloser Jammer; eines der ganz großen Konzerte des 20. Jahrhunderts, wenn auch klanglich in miserabler Qualität mit Tonschwankungen eingefangen.

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Judith Nelson, Emma Kirkby, Academy of Ancient Music, Christopher Hogwood, 1979
    CD 1



    Ich hieraus:
    CD 1

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  • Guten Tag


    weiter mit Monteverdi:




    Claudio Monteverdi


    " Missa in illo tempore & Salve Regina II & III & Regina caeli "


    Homogene Aufnahme mit Odhecaton.




    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Daniil Trifonov, Philadelphia Orchestra, Yannick Nezet-Seguin, 2014

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  • SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Michael Gielen, 1996/00


    Hieraus:


    Gielen ist bei mir auf dem Vormarsch!

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  • Eingedenk der kommenden Hamburger Otello-Premiere höre ich einmal wieder in die Aufnahme der letzten von 1975 hinein. Levine dirigierte damals das Debüt von Domingo. Leider habe ich diese Serie nicht erlebt, aber dafür die Inszenierung von August Everding immer wieder, mit Domingo, Atlantow oder Bonisolli gehört. Es fällt mir schon sehr schwer, nun künftig darauf verzichten zu müssen.

  • Judith Nelson, Emma Kirkby, Academy of Ancient Music, Christopher Hogwood, 1979
    CD 2



    Ich hieraus:
    CD 2

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Stefan Litwin, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Michael Gielen, 1992-1999


    Hieraus:

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  • Lazar Berman (Klavier), 1963


    Ach du Scheiße, jetzt bekommen Trifonov und Ott aber Konkurrenz!!!

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