Schreiben über unbekanntere Komponisten: Die Ungerechtigkeit der Perspektive

  • Wenn wir über unbekanntere Komponisten schreiben, neigen wir verständlicherweise dazu; als Vergleichsebene die bekannten und sehr bekannten heranzuziehen; wie ich es hier zur modernen Musik anzudeuten versuchte; wie man aber praktisch jederzeit in allen Zeitschriften, Foren oder Verkaufsportalen nachlesen kann. Da wird eben bei Ries immer sofort Beethoven herangezogen oder bei Medtner Rachmaninow; die Reihe ließe sich mühelos ergänzen um viele Beispiele. So nachvollziehbar also das Procedere ist; so sehr verzerrt es von Beginn an die Perspektive; denn beide Genannten sind meines Erachtens völlig eigenständige Künstler und gerade Medtner auf jeden Fall genauso so bedeutend wie sein weltberühmter Freund. Die Frage bleibt; wie soll man es anfangen; schreibt man über weniger bekannte Komponisten?

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...