Radioformate: Vergleich von Einspielungen (blind und sehend)

  • Ich kenne:


    Diskothek des Radio SRF 2 Kultur
    Blindverkostung bei rbb kulturradio
    SWR2 ""Das musikalische Quartett"
    BR Klassik Interpretationen im Vergleich


    Besonders letztere ist gründlich. Die ständigen Vorbehalte gegen die Formate halte ich für unbegründet. Sie erfüllen einen Zweck, belehren, unterhalten und geben Kaufentscheidungen. Dass es schwierig ist, auf Grund von Ausschnitten zu urteilen; versteht sich; dass es keine wirklichen Sieger und Verlierer geben kann, ebenfalls; das macht auch JEDE Sendung deutlich. Es wäre kleinlich, hier nicht mehr Chancen als Grenzen zu sehen.


    Vgl. auch: Blindtests - die Hohe Schule der Auseinandersetzung mit klassischer Musik und vorurteilsfreien Wertens

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Dort verwiesen auf die Sendungen:
    Diskothek des Radio SRF 2 Kultur
    Blindverkostung bei rbb kulturradio
    BR Klassik Interpretationen im Vergleich


    Auf die Schnelle ergänzend - Interpretationen, sonntags ab 15:05 Uhr bis 17:00 Uhr, Dlf Kultur.


    Nächste Sendung:
     

    Zitat

    28.01.2018
    Die Kunst des Kanons
    Johann Sebastian Bachs "Musikalisches Opfer"
    Gast: Horst Weber, Musikwissenschaftler
    Moderation: Michael Dasche

  • Die ständigen Vorbehalte gegen die Formate halte ich für unbegründet. Sie erfüllen einen Zweck, belehren, unterhalten und geben Kaufentscheidungen. Dass es schwierig ist, auf Grund von Ausschnitten zu urteilen; versteht sich; dass es keine wirklichen Sieger und Verlierer geben kann, ebenfalls; das macht auch JEDE Sendung deutlich. Es wäre kleinlich, hier nicht mehr Chancen als Grenzen zu sehen.

    Mag sein. Und daß ich diese Sendungen lieber meide, mag halt meine eigene Strategie zu sein. Aber bei Wertungen fällt immer etwas hinten runter, was besser auf dem Teller bleiben sollte. Das mokiere ich, weil es verzerrend wirken kann. Das ist nicht kleinlich, weil zu zentral. Daher sehe ich die Grenzen eben enger.


    Ich würde als Strategie immer eher youtube empfehlen, um Werke komplett zu hören (wenn vorhanden). Den Rest durch Recherche im Netz.


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    Daß eine Besprechung mitsamt eines Ausschnittes durchaus kaufentscheidend sein kann, das ist sicherlich der beste Effekt dabei; aber andererseits kann diese Besprechung auch eine Chance verhindern. Gerade in Bezug des Themas opi ist das manchmal ein echtes Handicap.

  • Mag sein. Und daß ich diese Sendungen lieber meide, mag halt meine eigene Strategie zu sein. Aber bei Wertungen fällt immer etwas hinten runter, was besser auf dem Teller bleiben sollte. Das mokiere ich, weil es verzerrend wirken kann. Das ist nicht kleinlich, weil zu zentral. Daher sehe ich die Grenzen eben enger.


    Lieber JD, auch wenn du nicht explizit gemeint warst; möchte ich dennoch ernsthaft widersprechen. :) Mir geht es nicht darum, deine persönliche Einstellung oder die von anderen anzugreifen; sondern einfach zu insistieren im Allgemeinen, weil das, was du und andere möchten, eine Illusion ist. Jede Wertung in jedem Lebensbereich fußt auf Segmenten und sogenannte objektive gibt nun mal nicht, nie. Ansonsten müsste man z.B. bei einem Vergleich des in Rede stehenden Mozart-Klavierkonzerts alle Interpretationen ganz hören und das am Besten zwei- bis dreimal; zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichen Tagesformen. Das ist aber ganz und gar illusorisch und das weißt du auch; das macht auch niemand; kein Musikjournalist, kein Musikwissenschaftler; kein Forum-Nerd wie wir. Nicht, weil die alle nicht wollen; sondern weil das schlicht unmöglich ist; in keinem einzigen Lebensbereich übrigens, dafür ist die Zeit zu kurz. Da dürfte ich ja keinen Schüler bewerten, bis ich ihn nicht acht Jahre lang durchs Gymnasium begleitet habe. Verzerrungen treten hier wie dort und immer auf, sie gehören dazu. Angesichts dessen finde ich viele dieser Radio-Formate sehr gelungen in ihrem Bemühen, für weniger erfahrene Klassikhörer Anreize zu setzen und für alte Hasen wie mich Perspektenwechsel zu ermöglichen.

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Überdies und das reizt mich persönlich besonders, der ich fast ausnahmslos via Internet über Musik kommunizieren, ich genieße es, Fachleute und Journalisten über Musik sprechen zu hören; ihnen beizupflichten oder zu widersprechen und einfach festzustellen, wie schwer es mitunter auch Profis fällt, Gehörtes in Worte zu kleiden.

    Wir sollten Karoline Stöhr aus Thomas Manns "Zauberberg" zur Schutzpatronin unseres Forums machen; auch sie liebt die "Erotika" ...

  • Vielleicht ganz interessant diese Folge aus der Reihe "Diskothek", die etwas eigentümlich angekündigt wird mit Für einmal zum Anschauen:



    Im Mittelpunkt der Diskussion steht Mozarts G-Dur Klavierkonzert - allgemeine Ratlosigkeit zu der Frage, warum der Hammerflügel im Konzertleben nur eine untergeordnete Rolle spielt ab 1:48:07.


    Favorisierte Einspielung:



    Freiburger Barockorchester / Kristian Bezuidenhout

  • allgemeine Ratlosigkeit zu der Frage, warum der Hammerflügel im Konzertleben nur eine untergeordnete Rolle spielt ab 1:48:07.


    Antwort
     *flöt*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790