• Ich habe gestern eine Sendung über sie gehört, sie war schon etwas Besonderes, eine Stimme, die sehr selten ist und sie war ein sehr bescheidener, sogar etwas schüchterner Mensch, so wurde sie beschrieben. Ihre Alt Rhapsodie von Brahms hörte ich eben im Radio, sehr langsam und gefühlvoll, sie ist nicht einfach zu singen, habe ich am eigenen Leib erfahren, aber besonders schön. Die Kindertotenlieder von Mahler muss man von ihr gehört haben, man bekommt Gänsehaut.


  • Ich möchte mich korrigieren, denn ich habe bisher geglaubt die Sängerin sei an >Leukämie< gestorben.
    In dem ARTE-Folmdokument wurde klar, wie sie die letzten beiden Lebensjahre an >Brustkrebs< gelitten und daran gestorben ist.
    Sie ist auch nur 41 Jahre alt geworden und nicht 43 Jahre, wie ich geschrieben hatte.


    Die Sendung auf ARTE fand ich insgesamt enttäuschend, obwohl sie durchaus informativ war.
    Es gab keinen einzigen LIVE-Mitschnitt eines Liederabends, einer Opernaufführung oder eines Oratoriums zu sehen. (!!!)
    Es existieren aber einige, wenn auch nur wenige.


    Interessant sind ihre Briefe/Tagebücher



    Arnulfus

  • Wie ich gerade erfuhr ist die Mezzosopranistin Leandra Overmann am vergangenen Freitag mit erst 55 Jahren verstorben. Die Serbin war auf der Bühne und im Leben eine einzigartig temperamentvolle und energetische Persönlichkeit, die sich vor allem auch ihrer Gesangsklasse in Würzburg mit großer Hingabe widmete. Ich hatte vor ein paar Jahren das Glück, mit ihr zusammen zu arbeiten, und war sehr beeindruckt von dieser einnehmenden und warmherzigen Persönlichkeit.
    Sie möge in Frieden ruhen!

    "Nichts gleicht der Trägheit, Dummheit, Dumpfheit vieler deutscher Geiger."
    Max Bruch (1838-1920)

  • Wie ich gerade erfuhr ist die Mezzosopranistin Leandra Overmann am vergangenen Freitag mit erst 55 Jahren verstorben. Die Serbin war auf der Bühne und im Leben eine einzigartig temperamentvolle und energetische Persönlichkeit, die sich vor allem auch ihrer Gesangsklasse in Würzburg mit großer Hingabe widmete. Ich hatte vor ein paar Jahren das Glück, mit ihr zusammen zu arbeiten, und war sehr beeindruckt von dieser einnehmenden und warmherzigen Persönlichkeit.
    Sie möge in Frieden ruhen!


    Diese Nachricht macht mich auch traurig.


    Sie war eine wunderbare Fricka im RHEINGOLD, der Rolle in der ich sie zuletzt erlebt habe...eine richtige "Bitch"... aber großartig gesungen. Als Ortrud hab ich sie noch gehört... Insgesamt habe ich sie wohl 4 x auf der Bühne erlebt. Sie entsprach dem Typus von >Sängerdarstellerin< , den ich sehr schätze als Befürworter des Musiktheaters .



    Arnulfus


  • Gestern, am 25. September, vor 80 Jahren ist Glenn Gould zur Welt gekommen
    Auch wenn ich ihn nicht mehr sooo oft höre wie vor einigen Jahren...
    verdanken tue ich ihm nichts weniger als NEUE Ohren, denn seine unkonventionelle, andere ganz eigene Sichtweise,
    hat in meinen Hörweisen etwas VER - RÜCKT. Er selbst war im doppelten Wortsinn ein VER - RÜCKTER und VER - RÜCKENDER.
    An CDs habe ich wohl so ziemlich ALLES von ihm, deshalb habe ich mir die 10 DVD Box (Canadian Broadcast) zugelegt, die heute per Post kam.


    Ich verdanke Glenn Gould viel, ich verehre ihn, ich danke ihm sehr.


    Arnulfus

  • verdanken tue ich ihm nichts weniger als NEUE Ohren, denn seine unkonventionelle, andere ganz eigene Sichtweise,
    hat in meinen Hörweisen etwas VER - RÜCKT. Er selbst war im doppelten Wortsinn ein VER - RÜCKTER und VER - RÜCKENDER.


    Diesbezüglich erwartet Dich demnächst etwas in Deinem Briefkasten - Deine Shop-Bestellung ist sogutwie unterwegs. *flirt*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


  • Gestern, am 25. September, vor 80 Jahren ist Glenn Gould zur Welt gekommen



    Wenn ich hiermit an seine in jeder Hinsicht einzigartige Interpretationen der MOZART-Sonaten erinnere und das ganz bewußt,
    nachdem ich heute zum ersten Mal beim Hören des SCHONDERWOERD (Vol 4 + 5) eine Art beglückendes Hörerlebnis hatte,
    so möchte Gould einfach danken für seine ganz andere Mozart-TAT , zu anderer Zeit.


    Mir geht es bei GG so, daß sich im Laufe der Jahre der Stellenwert seiner Interpretationen verändert...
    gerade nach meinem heutigen persönlichen AHA-Erlebnis mit dem nuancierten, feinnervigen, wie auch detailbessessenem Spiel von Schonderwoerd,
    wird mir diese andere WELT eines Gulda oder Gould in ihrem Stellenwert bewußt (Mozart-Sonaten).


    Bei Amazon gibt es fast 500 verschiedene Covers mit Gould. Sein Irrsinn wird durch die Plattenindustrie hyperman vermarktet.
    Glenn war unstetig, ungehalten, unvorhersehbar, unberechenbar.....ABER immer echt und gehaltvoll, zumindest immer originell
    Da er mit 50 Jahren seinen Schlaganfall hatte, an dem er verstorben ist,
    möchte ich mir eigentlich lieber nicht vorstellen, in welchem Zustand er heute mit ACHTZIG sein könnte/würde.


    Euer bekennender GOULD-Fan Arnulfus

  • Mozart- und Strauss-Diva: Lisa della Casa ist tot
    11.12.2012 | 17:29 | (Die Presse)
    Die legendäre Schweizer Sopranistin starb 93-jährig im Familienkreis am Bodensee, wo sie seit Langem zurückgezogen lebte. Ihre Kunst der subtilen Farbgebung machte sie zur unverwechselbaren Erscheinung.



    R.I.P.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


  • Claudio Abbado
    * 26. Juni 1933 in Mailand; † 20. Januar 2014 in Bologna


    R.I.P.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


  • Ich weine in Dankbarkeit
    ich verneige mich vor diesem großen Musiker und Humanisten,
    ich bin Abbado sehr sehr dankbar für großartige Aufführungen und Aufnahmen


    Nach der Erstdiagnose Magenkrebs schien er diesen in den letzten Jahren bereits überwunden
    In den letzten Jahren in Luzern sah er wieder viel besser aus und konnte oft eine himmlische Transzendenz erlangen
    Als ich vor kurzem hörte, dass er zum zweiten Male eine Japan Tournee abgesagt hat...
    schwante mir Böses, kamen schlimme Befürchtungen in mir hoch.


    Sogar die ARD brachte in der 20 Uhr-Tagesschau einen fast liebevollen Beitrag über ihn.


    DANKE, MAESTRO CLAUDIO ABBADO !!!
    [YouTube]http://www.youtube.com/watch?v=P56JLnQrS98[/media]‎




    Arnulfus

  • Ein sehr beeindruckendes Dokument der großen Dirigierkunst des vor 3 Tagen verstorbenen Claudio Abbado
    ist die Interpretation von MAHLER I aus dem Jahre 2009 vom Lucerne Festival.
    Neben der "Eroica", der 4. Brahms gehört der "Titan" seit Jahrzehnten zu meinen Lieblingssinfonien.
    Diese Aufnahme ist vielleicht diejenige, die das humanistische Ideal dieses Werkes am meisten trifft.
    In Dankbarkeit (vorher dirigiert Abbado das 3. Prokofieff Violinkonzert)
    Arnulfus




    [YouTube]http://www.youtube.com/watch?v=J35AmzchpGc‎[/YouTube]




  • In der Frankfurter GIELEN-Ära sah ich zum ersten Mal eine Oper von Schreker: DIE GEZEICHNETEN.
    Der Sog dieser Musik zog mich von der 1. Min an in seinen Bann. Diese eindingliche szenische wie musikalische Aufführung
    leutete für ca 10 Jahre eine SCHREKER-Renaissance ein. Von Bielefeld (Schmied von Gent) über Darmstadt + Kiel (Das Spielwerk)
    Gerd Albrecht in Hamburg führte Schatzgräber und Der ferne Klang auf.
    Dann ebbte Anfang der Neunziger das Schreker-Interesse wieder ab.
    Seinem Zeitgenossen ZEMLINSKY galt dann für kurze Zeit die Aufmerksamkeit.
    Vor knapp 10 Jahren belebte erneut Gielen das Interesse am Werk Schrekers.
    DER FERNE KLANG mit der Schwanewilms wurde an der Linden-Oper ein großer Erfolg.
    Zuletzt war es Markus Stenz am Kölner Opernhaus der DIE GEZEICHNETEN vor 2 Jahren erfolgreich aufführte.
    Die expressive Tonsprache, teils an Strauss erinnerd, im Ansatz Sinfonien mit Gesang/Sprechgesang....
    aber unverwechselbar und einmalig in der Opernliteratur: Franz SCHREKER , der vor 80 Jahren starb (21.03.1934)


    Arnulfus


  • Man höre LIVE Aufnahmen von 1950 mit dem GLORIA von Vivaldi, neben Quattro Pezzi Sacri von Verdi
    ODER noch beeindruckender, von !950, die enrfesselte Interpretaion des Verdi'schen REQIEMS.
    Der späte Guilini dagegen, entsprach in seiner Entwicklung eher dem Kollegen KARAJAN als seinem Landsmann TOSCANINI
    Der Klang, das Elegische nahm mit zunehmendem Alter mehr und mehr Raum ein.
    Sein Da PONTE - ZYKLUS mit Schwarzkopf, Alva.... dürfte in der Geschichte der Schallplatte kaum hinter
    Fritz Busch's Glyndbourne Zyklus aus den dreissiger Jahren stehen......so ANDERS er auch sein mag (ist)



  • Bei Giulini krieg ich es irgendwie nie in den Schädel rein, daß er Jahrgang 1914 war. Ich habe z.B. Bruckners 8. mit ihm,



    wo er auf dem Cover wirklich nicht nach 71 aussieht. Dabei müßte man ihn in die Generation um Karajan verorten.


    Herzlichen Glückwunsch, Carlo Maria *danke*



    jd *sante*

  • Lycourgos Angelopoulos ist am 18. Mai gestorben:



    Forscher und Sänger des byzantinischen Repertoires, Leiter des berühmten Griechisch-Byzantinischen Chors, Mitglied im Ensemble Organum...



    Mag er in Frieden ruhen.


    LG
    Tamás
     :wink:

  • br.de schrieb:

    Wie aus Kreisen seines Managments bekannt wurde, ist der niederländische Dirigent und Blöckflötist heute im Alter von 79 Jahren gestorben.


    2014 - Das große Dirigentensterben...



    R.I.P.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790