Preisfrage: Amazon...

  • Rudis Resterampe: Lagerkosten werden zu teuer, also raus mit der CD; der Download wird dann hochgesetzt, damit jemand wie du eher das Lager leert...


    Danke, das klingt logisch. Besser wäre: CDs einstampfen und den lagerkostensparenden Download attraktiver machen.


    Zitat

    Yo, ich...


    Dann drück ich morgen mal uff's Knöppsche ... *yepp*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Natürlich. *yes*

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Sehe erst jetzt, dass ich zu langsam war. So ein Mist ...

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Ich hatte auf Post gewartet ... 8-)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Wie sich die Zeiten ändern! Die im Post Nr. 1 angesprochene CD gibt's bei Amazon aktuell für schlappe 4,37€.

    Eigentlich erstaunlich, dass diese CD überhaupt noch erhältlich ist (vor ca. 9 Jahren erschienen!). Bei meinen Streifzügen durch Amazon und jpc stellte ich fest, dass etliche viel "jüngere" Aufnahmen wohl zwischenzeitlich gestrichen sind.:(

    LG, harry

  • Die Summe wird von einem der Marketplace-Händler verlangt, nicht von Amazon selber (der liegt konkret bei: 9,05 €). Und die Preise wandeln halt im Laufe der Zeit mal rauf, mal runter. Freie Marktwirtschaft nennt sich das, und die Preispolitik der letzten 15 Jahre ist ohnehin nicht mehr mit den früheren Erfahrungswerten zu koppeln. Vor allem im Online-Handel nicht.


    Ich wiederhole es gerne: schmeißt alle Erfahrungen von vor der Euro-Zeit auf den Müll. Es geht nicht darum, einen fairen Preis zu bündeln - es geht um Marktanteile, um Umsatz und Service um jeden Preis. Anscheinend interessiert Amazon der konkrete individuelle Verdienst an jedem Artikel nicht so sehr als vielmehr den Marktanteil der gesamten Branche; wenn man dafür ein paar Super-Sonderangebote macht, um damit langfristig Kunden an sich zu binden, dann lohnt sich das langfristig deutlich mehr als das Schielen um jeden Gewinn. Und der Marketplace paßt da auch gut ins Bild, weil jeder Drittanbieter ebenso handeln muß, um Umsatz zu generieren. Ja, man hat uns Kunden an der wichtigsten Stelle erwischt - am Puls des günstigsten Preises.


    Dazu kommt natürlich das Warenangebot. Außer Verbotenes und Verpöntes bekommt man alles beim Urwaldfluß.

  • Das wichtigste Wort in Deinem Beitrag ist meines Erachtens "uns Kunden", denn man sollte bei all dem nicht den Unterschied zwischen "Preis" und "Wert" vergessen sowie die Tatsache, dass der Preis erst in jedem Einzelfall zustande kommt, wenn das Produkt gekauft wird. Bei der Tauschaktion Produkt gegen Geld macht der Kunde einen Preisvorschlag, auf den der Verkäufer eingeht (oder auch nicht), und dieser entspricht üblicherweise der Preisforderung des Verkäufers, die aber an sich nur etwas Vorläufiges aufgrund von wie auch immer gearteten Überlegungen (z.B. hinsichtlich des Wertes, der Lagerkosten oder des erwarteten Kaufverhaltens) ist. Vom Flohmarkt kennt man das gut, aber sonst bemerken das die Meisten praktisch erst, wenn sich im Supermarkt ein Kunde an der Kasse beschwert, weil ein Produkt im Regal niedriger ausgepreist (oder heißt es "angepriesen"?) ist, als an der Kasse verrechnet wurde. Der Händler kann dann entweder sagen "na gut" oder eben "nein danke, auf Ihr niedrigeres Preisgebot möchte ich nicht eingehen".


    Mit anderen Worten: solange es Kunden gibt, die bereit sind, im konkreten Fall eine sehr hohe (oder sehr niedrige oder sonstige) Summe zu bezahlen, läuft's. Irgendwelche Sinnhaftigkeiten, moralischen Aspekte oder Bescheuertheiten liegen insofern nicht auf Seiten der Unternehmen sondern im Überlegen und Handeln der Kunden.


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Was mir neben allen anderen Bedenken bezüglich Marktmacht und deren Ausnutzung, bezüglich Auswirkungen auf zukünftige Produtionen von "Nischenprodukten", was mir also neben dem Genannten bei Amazon übelst aufstößt, sind zwei Dinge. Aus Kundensicht werden die günstigen Marketplace-Angebote durch die Versandkosten substantiell verteuert. Es gibt Anbieter, die wohl hauptsächlich auf die Versandkosten spekulieren, zumal diese ja auch dann ungemindert anfallen, wenn man mehrere Produkte von einem Händler bestellt. Aus Verkäüfersicht war mein letzter von wenigen Amazon-Verkäufen vor ca. zwei Jahren mit derart hohen Abgaben belastet, das ich zukünftig lieber bei Ebay inseriere. Ansonsten recherchiere ich gerne mal bei Amazon und kaufe dann bei den Händlern wie Medimops oder rebuy direkt, die z.B. die Bündelung von Bestellungen zulassen.

  • Nun ja, von meinen Mandanten weiß ich (habe es gerade nachgeschaut), daß rund 35% des Bruttoumsatzes flötengehen: Vom Brutto beispielsweise 5.700 € bleiben nach Abzug von Werbekosten (für schnellere Auffindbarkeit, Positionierung), Aktionsrabatten, Versandkosten (Amazon versendet) und den obligatorischen Amazon-Gebühren, diese machen mit gut 1.900 € den größten Teil aus, noch gerade 3.700 € übrig. Das ist heftig. Außerdem wird für die Nutzung anderer EG-Plattformen von Amazon noch eine Gebühr von DutyPay für die Erstellung der Umsatzsteuermeldungen (z.B. GB, IT, ES, FR, PL, CZ usw.) fällig. Das haut auch nochmal rein. Und die inkludierte USt selbst dann ... und die Einkommensteuer.


    Für mich als Privatseller ist es auch nicht mehr wirklich attraktiv: CD-Preis 8,99 €; hinzu erhalte ich 3 € Versandspesen, abgezogen werden 4,29 € Amazon-Gebühren; verbleiben also 7,70 €. Das sind ebenfalls 35% Abzüge (oder, jenachdem wie man rechnet: 1,29 im Verhältnis zu 8,99 =15%). Das Porto und die Verpackung darf noch selbst bezahlt werden.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

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  • Das wichtigste Wort in Deinem Beitrag ist meines Erachtens "uns Kunden", [...]

    Was du schreibst, ist ja nichts Neues: dieses Prinzip funktioniert seit eh und je, und es ist kein Verbrechen, sich als Kunde den günstigsten Preis herauszusuchen. Nur wird dieses Prinzip von großen Händlern wie Amazon als Angriffsfläche genutzt, um damit Marktanteile zu erreichen - auch wenn das zuerst heißt, Verluste hinzunehmen. Auch das ist an sich nichts Dramatisches, aber wenn dadurch ein Monopol entsteht, was nicht mehr zerschlagen werden kann, wird es übel.


    Gut, letztendlich kann es auch egal sein, denn Amazon ist nicht mehr wegzudenken - niemand wird freiwillig auf diesen Giganten verzichten. Aber man sollte sich bewußt sein, was es heißt, wenn man diesen Händler kritisiert.


    Was Preis und Wert betrifft: ich möchte klarmachen, daß es nicht mehr in einem wirtschaftlich vernünftigen Verhältnis vorliegt wie vor Jahrzehnten. Früher kostete eine neue Klassik-CD nun mal um die 30 DM, und ehe Jahre später keine Neuausgabe in einer verbilligten Reihe erschien, war die Aufnahme fast nie günstiger erhältlich außer über Second Hand. Heutzutage brauchst du den regulären Neupreis von 16-20 € fast nie zu berücksichtigen, denn spätestens nach zwei Monaten bekommst du die CD neu über Marketplace für 10+3 €. Soviel zum Thema Wertigkeit. Und ich habe noch nicht mal von den diversen Gebrauchtangeboten gesprochen, die manchmal bis auf wenige Cents runtergehen können.


    So kann aber ein Label nicht mehr vernünftig planen und Geld in neue Aufnahmen investieren.


    Daß ein Kunde lieber weniger Geld zahlt als mehr, ist kein Verbrechen - aber man darf sich halt dann nicht wundern, wenn das Niveau neuer Veröffentlichungen sich unter diesem Umständen verändert.


    Und von sowas wie Elektronik - für unseren Bereich auch nicht ganz uninteressant - fange ich gar nicht erst an. Geräte, die nach einer gewissen Zeit kaputt sind, weil man sie so baut, daß sie nicht lang halten sollen...das ist noch viel schlimmer.

  • Die Gebühren von Amazon waren schon immer unverschämt hoch - egal, ob als gewerblicher oder privater Verkäufer. Besonders übel: die Versandpauschale. Damals vor zehn Jahren haben die doch von den 3,- € Versand insgesamt 1,16 € als Gebühren einbehalten! Vom Versand!

  • Vielleicht interessant?


    >klick<

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  • In sehr viel kleinerem Maßstab habe ich so etwas bei einer Verwandten auch schon einmal mitverfolgen dürfen, die für eine gemeinnützige Organisation Bücher in großer Zahl über Amazon angeboten hat. Jetzt natürlich nicht in dem Maßstab, aber es waren ein paar tausend EUR übers Jahr. Die haben dann auch für ein paar Monate darum gekämpft, ihren Account wieder nutzen zu können, sehr aufreibend, sehr kompliziert.

    Wie auch immer ich kaufe auf jeden Fall lieber direkt bei rebuy als über amazon.

  • Ich halte das für Methode, auch wenn ich das nicht überzeugend belegen kann.

    Eher überhebliche Ignoranz ...

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  • Könnte man so auslegen. Ich habe schon vor Jahren darüber gelesen, weil es ein probates Mittel ist, Fake-Accounts stillzulegen; aber manchmal trifft es halt auch mal die Falschen.


    In diesem Fall hier - immerhin ist es der Account von rebuy - ist es erstaunlich. Da geht es intern bestimmt um mehr.

  • 1. ReBuy ist bei Amazon wieder entsperrt; so steht’s jedenfalls im Update 3 des Wortfilter.de-Artikels. Aber das habt ihr sicher schon mitbekommen.


    2. Die fragliche CD wird bei Amazon von einem Marketplace-Händler aktuell für 4,29 € + 3 € Versandkosten angeboten. Gestern waren es übrigens noch 4,03 + 3 €.

    Die Summe wird von einem der Marketplace-Händler verlangt, nicht von Amazon selber (der liegt konkret bei: 9,05 €)


    Der Preis des eigenen Angebots von Amazon beträgt aktuell (in diesen Minuten, da ich diesen Beitrag schreibe) 8,69 € versandkostenfrei.


    Und die Preise wandeln halt im Laufe der Zeit mal rauf, mal runter....

    ....wie man sieht.

    Mal ganz ehrlich: Wenn ich die Scheibe unbedingt haben möchte, ist es mir absolut wurscht, ob ich sie nun von einem Marketplace-Händler (über Amazon) oder von Amazon selbst erhalte (natürlich in demselben Erhaltungszustand). Entscheidend ist da nur der Preis, den ich bezahlen muss. Im konkreten Fall ist der Preisunterschied absolut gesehen eher geringfügig, prozentual gesehen aber doch beträchtlich; und wer öfter auf Amazon unterwegs ist, kennt auch noch wesentlich drastischere Preisunterschiede.

    An dieser Scheibe bin ich übrigens nicht interessiert; das Post Nr. 1 dieses Threads hatte mich nur neugierig gemacht. Schade, dass der damalige Preis nicht genannt wurde; hätte mich schon interessiert.


    Grüße harry

  • Für Seller gibt es die Möglichkeit, das System automatisch arbeiten zu lassen und immer das günstigste Angebot zu präsentieren; wenn das mehrere Seller mit demselben Produkt machen, ist das ein lustiges Rückwärts-eBay, das a) die von harry beschriebenen Preissenkungen erklärt und b) das man - zumindest theoretisch 8| - auch selbst durch Einstellen eines Fake-Artikels anstoßen könnte ... also z.B. möchte ich die CD XY unbedingt haben, ist mir aber zu teuer; also setze ich in meinem Shop ein günstigeres Angebot dieser CD hinein; in aller Regel unterbietet mich der andere Anbieter dann kurzfristig; das wiederhole ich solange, bis der Preis stimmt und kaufe dann bei ihm und lösche mein Angebot.

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