Quatuor Cambini Paris (opi)

    • Offizieller Beitrag

    Julien Chauvin, Violine
    Karine Crocquenoy, Violine
    Pierre Eric Nimylowyscz, Bratsche
    Atsushi Sakaï, Violoncello


    Kennengelernt habe ich das Quatuor Cambini durch diese Einspielung Hyacinthe Jadinscher Streichqaurtette:



    Hyacinthe Jadin (1776-1800)
    Streichquartette op. 1 Nr. 1 & op. 3 Nr. 1 & 3


    Die Aufnahme begeistert vom ersten Ton an, was nicht zuletzt an den wunderbaren Werken Jadins liegt.


    Bereits sensibilisiert, entdeckte ich heute eine Neuveröffentlichung des Ensembles:



    Félicien César David (1810–1876)
    Streichquartette Nr. 1 & 2
    Allegro ma non troppo aus dem Streichquartett Nr. 4 (unvollendet)


    Auch hier ist der erste Höreindruck nicht anders: einfach faszinierend und gleich die Seele ergreifend. Die Werke Davids selbst kann man in etwa neben Arriagas Quartetten aufs Podest stellen, und doch sind sie in ihrer Natur völlig anders: fremdländische Rhythmen und mit Haydnschem Witz gespickte Verarbeitung lockern die Arriagasche Melancholie durchaus auf und lassen sie mit ansteckendem Caféhaus-Schmiss enden. David bereiste die nordarfikanischen Gefilde und nahm seine musikalischen Eindrücke in die Werke mit auf.


    Wirklich sehr emfehlenswert!


    Das Ensemble scheint ein Faible für unbekannte Komponisten zu haben, was der Streichquartettkultur des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts sehr gut tut neben Schubert, Beethoven und Schumann. Das Quatuor Cambini Paris ist nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Ensemble Quatuor Cambini München... das jedenfalls ebenfalls auf historischen Instrumenten musiziert.


    :wink:

    Alles sollte sein wie es war - und nicht wie wir es uns wünschen!

    (HIPpokrates)