01 - Bearbeitungen: Mahler

  • Parallele Threads im Mahler-Forum:


    Sinfonie IV (Kammerversion)
    Lied von der Erde (Kammerversion)
    Wunderhorn-Lieder (Kammerversion)
    Lieder eines fahrenden Gesellen (Kammerversion)


    - - -



    Das Ensemble mini ist offenbar derzeit unterwegs mit "Mini-Mahler", Arrangements der Sinfonien Mahlers:


    http://www.startnext.de/mini-mahler schrieb:

    „Klein ist das neue Groß.“ Nach den hochgelobten Konzerten mit den Mahler-Sinfonien Nr. 1 und 4 nimmt sich ensemble mini, das aus jungen Musikern der großen Berliner Profiorchester besteht, nun die Uraufführung der 9. Sinfonie vor. Unter der künstlerischen Leitung des Briten Joolz Gale soll am 28. März 2012 erneut ein Arrangement von Klaus Simon, dem führenden Spezialisten für Mahler-Kammerbearbeitungen, das Licht der Welt erblicken.


    Aufnahmen sind wohl zu erwarten. Im Trailer gefällt mir besonders der Einsatz des Akkordeon; ein Instrument, das Mahler selbst spielte...


    Nur rasch her damit! *wirds*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Besonders zu empfehlen sind auch die ausgewählten Kindertotenlieder, Lieder eines fahrenden Gesellen und Rückert-Lieder, eingespielt und gesungen vom Mutare Ensemble und Klaus Mertens:



    Die Bearbeitung für Kammerensemble stammt von Arnold Schönberg.


    :umfall::jubel::jubel::jubel::umfall:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Wer die weiblichen Töne bevorzugt, ist hier bestens bedient:



    Elisabeth Kulman (Mezzosopran)
    Amarcord Wien


    Arrangements für Mezzosopran, Violine, Cello, Kontrabass, Akkordeon


    :wink:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Für Liebhaber des völlig Durchgeknallten und hart gesottene Bearbeitungsfreaks:



    Daniel Schmutzhard (Bariton)
    Musicbanda Franui


    :umfall:*yepp*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Bekanntermaßen hat Schönberg zahlreiche große Werke für (sein) Kammerensemble bearbeitet. Unter anderem liegt mir eine sehr interessante des von mir so heiß geliebten Lied von der Erde vor. Schönberg gelingt es auf geniale Weise, durch sorgfältige Auswahl der Besetzung und geschickte Instrumentation das Wesentliche der Partitur zu erhalten und herauszuarbeiten:

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Mahlers Musik hatte es um den zweiten Weltkrieg herum schwer, in England fußzufassen.


    Daher hat sich Benjamin Britten darangesetzt, einen Satz aus der III. Mahler für ein kleineres Orchester zu bearbeiten und wenigstens als eigenständigen "Teaser", wie man wohl heute sagen würde, aufgeführt.


    Das merkwürdige Kleinod wurde u.a. von Paavo Järvi eingespielt und findet sich auf dieser CD:

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Hej,


    die Berliner haben's gut... das eingangs erwähnte Ensemble mini konzertiert im Juni in Berlin live; hier der Link zum Programm... neben dem Adagio aus Mahlers 10ter Sinfonie erklingt auch Beethovens 7te in der Instrumentalstärke bei ihrer Uraufführung. Dieses Konzert würde mich natürlich besonders reizen...


    :love:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • 61LN0zM1R3L.jpg


    Kindertotenlieder arrangiert von Reiner Riehn
    Lieder eines fahrenden Gesellen arrangiert von Arnold Schönberg


    Sara Mingardo, Grazia Raimondi,
    Silvio Di Rocco, Olaf Laneri
    Musici Aurei
    Luigi Piovano


    Was für ein göttlicher Klang!


    :love:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Schon länger auf meiner Wunschliste und jetzt auf der Festplatte:



    Klavierduo Trenkner-Speidel
    Sinfonien 1 & 2
    arrangiert von Bruno Walter

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Klavierduo Trenkner-Speidel
    Sinfonien 1 & 2
    arrangiert von Bruno Walter


    Einfach ein paar zusammenhanglose Gedanken, die mich während des Hörens überkommen: auf dem Klavier klingen Mahlers Sinfonien so, als würde der Komponist gerade am Instrument sitzen und die "Vorarbeiten" machen (mir ist natürlich dabei schon klar, daß Mahler keine vier Hände hatte...). Sehr wohl gibt es ja aber eine "Aufnahme" (Welte), auf der Mahler 1905 auf einem Welte-Klavier Auszüge aus der 4ten und 5ten Sinfonie spielt wie auch 2 seiner Lieder... von dem gewohnten Orchester-Sound muß man sich hier verabschieden, um völlig neue Klangwelten zu entdecken.


    Nota bene:



    Aber zurück zum Trenkner-Speidel-Duo: die Performance klingt nicht besonders gut einstudiert (was ich nicht kritisiere, sondern eher die Sponatneität damit betonen möchte, welche natürlich bei vierhändigem Klavierspiel eher schwierig zu erreichen ist, d.h. die beiden Pianistinnen spielen wohl sehr oft zusammen und atmen die selbe Luft). Das Burschikose des zweiten Satzes der 1. Sinfonie wird auf dem Klavier überaus deutlich, der "Bruder-Jakob"-Kanon des 3. Satzes sehr transparent. Für bedeutend halte ich die Präsentation des Finalsatzes der "Auferstehungs"-Sinfonie, der hier mit knapp 36 Minuten Dauer zu Gehör schlägt - ununterbrochenes Klavierspiel, das die Länge vieler Klaviersonaten und vieler Sinfonien (vor Mahler) allein in der Dauer schlägt... einen Chor vermisse ich hier nicht (obgleich in den Chor dieser Sinfonie besonders mag), mit pianistischen Mitteln wird hier eine Stimmung erzeugt, die ihresgleichen sucht...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Zweimal 4 bleibt 4:



    Gustav Mahler (1860-1911)
    Sinfonie Nr. 4 G-Dur
    Kammerversion: E. Stein


    Sónia Grané, Sopran
    Royal Academy of Music Soloists Ensemble
    Trevor Pinnock


    Diese Kammerversion von E. Stein gefällt mir wirklich saugut! Besonders meine Lieblingsstelle nach dem vorgetäuschten Walzerauftakt in III ist hier grandios! Kein bloßer Krach (der mich auch stets in Entzücken versetzt), sondern viele, viele, viele durchhörbare Noten... :rolleyes: Klavier und Harmonium geben zauberhafte Klangfarben...


    Die Textverständlichkeit der Sopranistin weicht zu Gunsten eines netten und entzückendes Akzentes.



    Gustav Mahler (1860-1911)
    Sinfonie Nr. 4 G-Dur
    Kammerversion: E. Stein


    Lieder eines fahrenden Gesellen
    Kammerversion: A. Schönberg


    Christine Brandes, Sopran (Sinfonie)
    Susan Platts, Mezzo (Lieder)
    Smithsonian Chamber Ensemble
    Kenneth Slowik


    Eine im ersten Satz extrem rubatoreiche Version: wen das ständige Tempo-Hin-und-Her nicht stört, der bekommt hier ausgesprochen schöne Klangfarben präsentiert, bei denen die Bläser sehr herausgestellt sind. Meine Lieblingspassage ist hier nicht ganz so beeindruckend wie bei Pinnock, dennoch sehr gut durchhörbar und crazy. Beide Solistinnen gefallen mir sehr gut, Susan Platts ist für die Lieder optimal: dramatisch, sonor, larmoyant, warm, mütterlich, klar...


    Die Aufnahme gefällt mir auch sehr! :love:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790



  • Sinfonie Nr.5
    Arrangement des Natalia Ensembles für 17 Spieler


    Natalia Ensemble



    Auch in Spanien kann man Mahler!
    Ein gelungenes Arrangement für zwei Violinen, Viola, Violoncello, Contrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Pauken, zweimal Schlagzeug, Harfe, Klavier und Harmonium. Die solistische Besetzung bei dieser doch recht stattlichen Vielfalt von Instrumenten führt zu einem recht bunten, lebendigen Klang, der auf's Beste den Interpretationsansatz dieser Sinfonie unterstreicht, nämlich einen absolut fröhlichen. Ich hab jedenfalls noch nie so einen scherzenden, lachenden und entspannten Mahler erlebt, als wie in dieser Aufnahme. *yes*


    Siegfried

  • Schon länger auf meiner Wunschliste und jetzt auf der Festplatte:



    Klavierduo Trenkner-Speidel
    Sinfonien 1 & 2
    arrangiert von Bruno Walter

    Inzwischen auch die 5:



    "Frei wovon? Was schiert das Zarathustra! Hell aber soll mir dein Auge künden: frei wozu ?" Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra ? Ein Buch für Alle und Keinen - Kapitel 28