Schikaneder, Emanuel (1751-1812)

  • An seinen 250. Geburtstag in 2001 hat ja niemand gedacht. In Kürze jedoch ist des Zauberflötenlibrettisten 200ter Todestag (21.09.2012).



    Emanuel Schikaneder
    nach einem Kupferstich
    von Hieronymus Löschenkohl (1784)


    Emanuel (eigentlich Johann Joseph) Schikaneder wurde am 1. September 1751 in Straubing geboren. Sein Vater Joseph war Adels- und Pfarrdiener, seine Mutter Juliana geb. Schießl unterhielt später in Regensburg einen kleinen Kramerladen und Baumwollhandel. Schikaneder hatte drei Geschwister: sein Bruder Urban (2.11.1746-11.04.1818) und er selbst studierten Humaniora und widmeten sich der Musik. Letzterer, später zunächst als Johann Baptist Schickeneder bekannt, war einer der besten Schüler der ersten Klasse des Jesuitengymnasiums St. Paul.


    Vermutlich stieß Schikaneder 1773 in Augsburg auf die Schauspieltruppe von Franz Joseph Moser, erstmals wird in einem Textbuch der Name „Schikaneder“ erwähnt. Für die Innsbrucker Schauspieltruppe war Schikaneder in den Jahren 1775/1776 als Dichter, Komponist und Schauspieler tätig. Sein Singspiel Die Lyranten war sehr erfolgreich. Am 9. Februar 1777 heiratete Schikaneder seine damalige Kollegin Maria Magdalena (später Eleonore) Arth (17.02.1751.22.06.1821). Das jungvermählte Paar trat im Frühjahr 1777 in die Schauspieltruppe Moser ein. Schikaneders Auftritte als Hamlet waren beispielsweise in München sehr gefeiert. Am 28. Februar 1778 starb die Inhaberin der Moser-Truppe, Schikaneder nahm die Zügel in die Hand, wurde Leiter des Gesellschaft und begleitete diese über Ulm, Stuttgart, Augsburg, Neuburg a. d. Donau, Nürnberg, Erlangen und Rothenburg o. d. Tauber nach Laibach, Klagenfurt und Linz. Im Spätsommer 1780 gelangen sie nach Salzburg, wo Schikaneder vermutlich erste freundschaftliche Kontakte zu Wolfgang Amadeus Mozart pflegte: Jedenfalls wird seine Anwesenheit durch Leopold Mozart brieflich erwähnt. Die Reise geht weiter nach Graz, von dort aus über Pressburg nach Wien, wo die Truppe im Jahre 1783 im Kärtnertortheater gastiert.


    Nach einer weiteren Spielzeit in Pressburg übersiedelt Schikaneder samt seiner Truppe 1785 endgültig nach Wien, wo er das Kärntnertortheater pachtete. Jedoch löste er kurze Zeit später sein Ensemble vollständig auf und verpflichtete sich in der Zeit vom 1. April 1785 bis zum 28. Februar 1786 als bereits beliebter Schauspieler dem Wiener Nationaltheater. Seine Frau Eleonore und Johann Friedel, der 1783 der Schikanederschen Truppe beitrat, gründeten derweil ein eigenes Schauspielunternehmen, wiederum eine Wandertruppe, die 1786-1788 in Klagenfurt, Triest und Leibach spielte und dann Ende 1788 in das von Christian Rossbach gegründete Wiener Theater auf der Wieden einzog. Schikaneder genoß kaiserliche Privilegien, und so wurde ihm 1786 genehmigt, ein neues Vorstadttheater zu errichten. Dieses Privileg nutze er jedoch nicht, sondern ging lieber mit seiner neu gegründeten Truppe nach Salzburg, Augsburg, Memmingen und wieder zurück nach Augsburg. Am 25. Februar 1787 übernahm er von Augsburg aus die Leitung des Fürstlichen Thurn- und Taxischen Hoftheaters zu Regensburg. Friedl starb kurzfristig und setzte Eleonore als Alleinerbin ein. Schikaneder eröffnete mit einigen Mitgliedern der verbleibenden Truppe seiner Frau, darunter Benedikt Schack und Franz Xaver Gerl am 12. Juli 1789 das Theater auf der Wieden mit seinem Erfolgsstück Der dumme Gärtner. Jahr für Jahr überschüttete er das Wiener Publikum mit neuen Komödien, das Publikum liebte ihn zumeist sehr. Als Opernlibrettist der Zauberflöte, welche von Wolfgang Amadeus Mozart 1791 in Musik gesetzt wurde, ging er teils heiß geliebt, teils heftigst umstritten in die Geschichte ein. Schikaneder wusste sein Wiener Publikum mit seiner Märchenwelt zu bezaubern und war nicht verlegen, interessante Stoffe auszugraben und als Opernlibretti neu zu verfassen, darunter: Die Waldmänner (1793, Henneberg, Der Höllenberg (1795, Wölfl, Der Spiegel von Arkadien (1794, Süßmayr]) Das Labyrinth oder der Kampf mit den Elementen (1798, Peter von Winter), letzteres auch als „Der Zauberflöte zweyter Theil“ bekannt. Schikaneders Erfolg und Ruhm war anhaltend. Genauso anhaltend war auch sein kleines Bisschen Größenwahn und die Gier nach pompösen und verschwenderischen Inszenierungen. Sein Financier Joseph von Bauernfeld kapitulierte – auch Schikaneder selbst hielt nur noch bis 1799 durch und trat dann zurück, um sich lediglich der künstlerischen Leitung zu widmen.


    Unerwartet überrollt wurde Schikaneder durch den Geschmackswandel, welchen Luigi Cherubini und Grétry anzettelten. Deren Opernerfolge 1802 veranlassten ihn, sein kaiserliches Privileg zu veräußern. Er war nur mehr als Hausdichter und Schauspieler tätig, versuchte sich dennoch 1803 erneut als künstlerischer Leiter, wurde allerdings Anfang 1804 gefeuert, um Ende 1804 wieder eingestellt zu werden. Eine etwas hektische und nicht ganz geordnete Zeit. Sein Erfolg und Einfallsreichtum waren ihm seit der Jahrhundertwende nicht mehr so treu, als das Theater 1806 verkauft wurde, versuchte er sein Glück als Leiter des königlichen städtischen Theaters Brünn – 1809 zog es ihn wieder nach Wien zurück. 1811 die Geldentwertung, die ihn finanziell vollends zugrunde richtete. Er folgt einem Ruf nach Budapest: 1812 auf der Reise tobt der schiere Wahnsinn in ihm, weshalb er wieder nach Wien zurückgebracht werden musste, wo er am 21. September 1812 verstarb.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • Hej,


    seit Frühling auf dem Markt ist Sommer der Gaukler. Im Focus dieses Films steht der Theatermann Emanuel Schikaneder.


    Offizieller deutscher Kinotrailer:



    Inzwischen ist der Film auf auf DVD geb(r)annt:



    :wink:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • Die SWR2-Musikstunde bietet derzeit unter dem Titel Hölzerne Worte, magische Bretter - Emanuel Schikaneder zum 200. Todestag eine (bislang) 5teilige Serie an, die ab Sendebeginn jeweils 7 Tage nachhörbar ist. Referent ist Thomas Rübenacker. Teil 4 wird am Donnerstag, Teil 5 am Freitag (jeweils um 9.05 Uhr) gesendet.


    :wink:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • Anlässlich des Todestages Emanuel Schikaneders, der sich am Freitag dieser Woche zum 200. Male jähren wird, hat Ivor Bolton in Kooperation mit ZDF/3sat im August der Zauberflöte zweyter Theil (Das Labyrinth oder: Der Kampf mit den Elementen) von Peter von Winter produziert.


    Weitere Informationen: Salzburger Festspiele


    Dank eines guten Hausgeistes höre ich soeben den Livemitschnitt und mein Herz fängt an zu glühen... :love:


    Das dritte fehlende Puzzleteil fügt sich gerade in meine Gene ein.


    :jubel::jubel::jubel:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


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  • Anlässlich des Todestages Emanuel Schikaneders, der sich am Freitag dieser Woche zum 200. Male jähren wird, hat Ivor Bolton in Kooperation mit ZDF/3sat im August der Zauberflöte zweyter Theil (Das Labyrinth oder: Der Kampf mit den Elementen) von Peter von Winter produziert.


    Darauf wurde auch in Teil 5 der Schikaneder-Pentalogie Bezug genommen; Rübenacker, dessen Arbeit ich sehr schätze, meint nach dem Verklingen der Ouvertüre:


    Zitat

    Peter von Winter, die Ouvertüre zur Fortsetzung der „Zauberflöte“, betitelt „Das Labyrinth oder Der Kampf mit den Elementen“, Text wieder von Emanuel Schikaneder: Eine Ouvertüre, die für sich betrachtet nicht schlecht, aber manchmal fast wie eine unfreiwillige Parodie auf Mozarts „Zauberflöten“-Vorspiel wirkt; auch hat Winter darin sämtliche Highlights aus dem Stück verbraten, weil die Musik Schikaneder-typisch wieder einmal vorgestern fertig sein musste.


    So sehr ich Rübenackers Stil schätze und auch seine eigentliche Höflichkeit herauslese, bin ich doch nicht ganz zufrieden mit dem Abwatschen des "Labyrinthes", das für mich - zugegebener Maßen - von besonderer Bedeutung ist. Was macht Peter von Winter? Nichts anderes, als es heutige Filmemacher, die einen "zweyten Theil" (z.B. zur "Unendlichen Geschichte" Michael Endes) kreieren, auch tun (würden) oder taten: deutliche Bezüge auf den ersten Teil nehmen, denn ein völlig losgelöster zweiter Teil ohne Bezüge zum ersten, also im eigentlichen Sinne etwas völlig Neues, würde keine Aufmerksamkeit erregen (Publikume wollen gelockt und enttäuscht werden resp. in ihrer Meinung, daß ein zweiter Teil niemals besser sein kann als ein erster, bestätigt werden). Also beginnt von Winter mit dem markanten "dreymaligen Accord" (bei dem man sich gleich daheim fühlt), auf den er eine langsame Einleitung folgen lässt, die Taminos und Paminas einstige Feuer-und-Wasser-Probe revuepassieren lässt: Tamino bläst seine Flöte; gedämpfte Paucken accompagniren manchmal darunter (Regieanweisung aus dem Libretto der "Zauberflöte"); so erklingen auch hier Flöten und gedämpfte Pauken sowie akkordierendes Blech. Die Einleitung geht in einen quirligen Hauptsatz über, in dem sogleich das Glockenspiel auf herzige Weise ertönt (der Komponist verwendet hier ein Thema aus dem 2. Akt seiner Oper). Überhaupt spielt das Glöckchenspiel im "Labyrinth" eine noch weit bedeutendere Rolle als in der "Zauberflöte" und die Besänftigungsmelodien sind wirklich zu Tränen rührend. Von Winter arbeitet mit sehr evidenten Anklängen an die "Zauberflöte"; entgegen Rübenackers Meinung, daß hier die Zeitnot schuld gewesen sein soll, behaupte ich, daß dies gezieltes und sehr geschicktes Vorgehen war.


    Zitat

    auch wenn der naive Kindercharme des „Zauberflöten“-Textes hier schon beinahe krampft und auch die Musik gelegentlich leeres Stroh drischt. Wer ein Meisterwerk verlängern will, ist eben nahezu zwangsläufig zum Scheitern verurteilt.


    Die Oper selbst kann natürlich - wie jeder "zweyte Theil" - nicht an das Original herankommen, jedoch ist es eine mehr als brauchbare Mischung aus dem "Stein der Weisen" und der "Zauberflöte". Peter von Winter war mehr als nur ein guter Handwerker: die Ouvertüre jedenfalls ist genial und auch weite Strecken der Oper sind mehr als nur genießbar, beispielsweise Paminas "zweite Wahnsinnsarie" im letzten Drittel des zweiten Aktes, gesungen von Malin Hartelius (!), ist einfach nur umwerfend. Die Königinn der Nacht, die hier gelegentlich als "Frau Luna" verkehrt, wird keine so bedeutende Rolle zugemessen wie in der Vorgängeroper (was ich auch als rechtens empfinde, sie nervt jedenfalls nicht mit ihren Koloraturarien herum...). Es tauchen notwendiger Weise ein paar neue Figuren auf, aber auch die alte Truppe ist beieinander: drei Knaben (Genien), drei Sklaven (hier: Mohren), Tamino, Pamina, Papageno, Papagena, Monostatos, Sarastro... neu im Sortiment sind: Tipheus (König zu Paphos), Sithos (sein Freund), eine Oberpriesterin (sic!) sowie vier (kleine) Papagenas. Im Finale wird der gesamte Clan aufgefahren und ein regelrechter Showdown wird abgebrannt.


    Das für mich wichtige an der Oper ist, daß hier auch die einstige und stets heißdiskutierte Rolle der "Königin der Nacht" final abgehandelt wird, was die meisten als richtig geltenden Thesen zunichte macht :D


    Christoph Fischesser als Sarastro hat auch unglaublich tolle Arien mit betonter Tiefe und Schwärze, die natürlich wiederum an jene der Zauberflöte anklingen und doch für sich betrachtet kleine Wunderwerke sind. Leider wurde für diese Aufführung ein Teil aus dem ersten (bereits im Verhältnis langen) Akt eliminiert. Mir gefällt diese Aufnahme trotz kleiner Unebenheiten, wie sie live eben vorkommen, überaus gut. Ich hoffe, daß es davon bald eine CD oder gar DVD-Aufnahme (die Inszenierung schaut nämlich auch sehr schön aus!) geben wird.


    Grüße vom
    König der Nacht :rolleyes:

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.


  • Hallo,


    ich habe mir den Film kurzerhand um kleines Geld gegönnt; zu sehr hat er mich interessiert. Um es kurz zu machen: der Film ist kurzweilig, erfüllt aber die von mir gesteckten Erwartungen nicht. Der Titel wird dem Werk gerecht: hier wird keine Lebensgeschichte von Emanuel Schikaneder wiedergegeben, sondern lediglich ein (imo unbedeutender) "Sommer", nämlich derjenige von 1780. Also keine Zauberflöte, keine Zaide, kein Stein der Weisen, kein Labyrinth, kein Spiegel von Arkadien... Filmmusik extra zu komponieren wäre überflüssig gewesen, gehört aber offensichtlich und -hörbar zum Konzept des Films, der deutliche Anleihen an z.B. "Das Leben des Brian" (Monty Python's Life of Brian) nimmt. Es spielt z.B. völlig unpassende Musik, während sichtbar ein Orchester etwas definitiv anderes spielt... außerdem verfallen die Darsteller gelegentlich in musikalische Sangeseinlagen, die (bewußt) nicht dem Stil der Zeit entsprechen, sondern eher (heutige) Tiroler Volksmusik darstellen. Dies soll keine negative Kritik sein, sondern lediglich unterstreichen, daß ich etwas völlig anderes erwartet habe. Der obige Trailer gibt imo auch nicht im mindesten das wieder, was der Film wirklich hergibt. Im Prinzip handelt es sich mehr oder weniger um eine Art schwarzes Theater im Theater... die Personen, die hier mitwirken, sind eigentlich völlig unwichtig und könnten auch durch Phantasiefiguren ersetzt werden; so würde der Film vielleicht noch ein paar durch die Protagonisten abgeschreckte als Anhänger finden. Denn insgesamt ist der Plot schon recht gut gemacht: Schikaneder schreibt an einem Theaterstück, zu dem er durch die um ihn herum stattfindende Realität inspiriert wird; Realität und Theaterstück, zunächst deutlich getrennt, verschwimmen immer mehr und werden im Finale eins. Oftmals werden Realität (des Films) und Theater auf geschickte Weise verwoben. Hautdarsteller dieses Stückes ist ein gewisser "Georg Vester" (gespielt von Maxi Schafroth) - als Vorlage für den Namen dürfte der Librettotitel "Vestas Feuer" gedient haben (dieses Libretto sollte dereinst Ludwig van Beethoven vertonen, es ist aber musikalisches Fragment geblieben).


    Mozart taucht natürlich auch auf; seine Rolle ist noch unbedeutender als die der anderen - gespielt wird er von Florian Teichtmeister (der auch bereits Adolf Hitler verkörperte) und in seiner Herrichtung für den Film Tom Hulce ("Amadeus") nicht unähnlich ist (siehe Trailer). Ein netter Gag, mehr nicht. Teichtmeister hat wohl die Rolle des Amadeus in Shaffers Theaterstück gespielt und erhielt dafür 2005 einen Publikumspreis. Der Film enthält dann immerhin konsequenter Weise auch einige sexistische Anspielungen auf die Forman-Verfilmung von Shaffers Theaterstück und macht sich somit zu einer Art Bindeglied. Insgesamt ist der Film aber doch mehr oder weniger Klamauk a la "Klamottenkiste" - ohne tieferen Sinn, ohne ernsthafte Einblicke in Schikaneders künstlerisches Wirken. Dabei werden aber recht gute Kulissen aufgefahren, nette Kostüme, einige verzichtbare Gags ... weder Ernst noch Unernst (wie ich es gerne mag).


    Etwas für "Fluch der Karibik"- und Monty-Python-Liebhaber.


    Schade.

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  • Lyranten
    Popmusik zu Haydns Zeiten


    Ensemble Schikaneders Jugend
    (Stimme, Schalmei, Bock, Maultrommel, Chalumeau, Schäferpfeife, Drehleier)


    jpc schrieb:

    Die historische Aufführungspraxis hat sich in den letzten Jahrzehnten fast ausschließlich auf die höfische und geistliche Musik konzentriert. Das Ensemble "Schikaneders Jugend" erweckt nun auch die Musik der gemeinen Leute dieser Zeit zu neuem Leben. Ausgangspunkte sind einerseits die intensive Beschäftigung mit der traditionellen Musik Europas sowie die historische Volks- und Instrumentenkunde. Als Grundlage dienen Musikantenhandschriften aus der Zeit von 1702 bis 1820 und die Kenntnis frühklassischer Kompositionen, welche die traditionelle Musik widerspiegeln. Die Besetzung mit Dudelsack, Drehleier und Schalmei folgt zahlreichen Quellen der Zeit, wie etwa der Darstellung einer Bauernhochzeit in Oberbayern von Johann Mettenleitner.


    Geilomatisch 8o (und drollig, #13 *lol* )

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

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    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • 3sat strahlt heute Abend ab 20.15 "Das Labyrinth" (Der Zauberflöte zweyter Theil) aus. Es handelt sich um den Mitschnitt der Salzburger Festspiele 2012.


    *sante*

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  • Wer die gestrige Gelegenheit zu einer Aufzeichnung bei 3sat verpasst hat:



    Peter von Winter (1754–1825)
    Das Labyrinth oder: Der Kampf mit den Elementen
    ("Der Zauberflöte zweyter Theil")


    Christoph Fischesser, Julia Novikova,
    Malin Hartelius, Michael Schade
    Salzburger Bachchor
    Mozarteumorchester Salzburg
    Ivor Bolton


    *flirt*

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


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