Klassikzeitschriften & Co.

  • Hallo,


    dies ist sicherlich ein Thema, das bereits in vielen anderen Foren abgehandelt wurde - aber ich glaube, keines unterliegt so dem Wandel wie dieses.


    Mich interessiert aktuell, ob Mitglieder dieses Forums Klassikzeitschriften lesen und wenn ja welche und wie regelmäßig. Letztlich natürlich auch, was der Leser von den einzelnen Zeitschriften erwartet und was von den Verlagen geboten wird. Wo liegen die Kernkompetenzen solcher Zeitschriften und wie gut werden sie Eurer geschätzten Meinung nach umgesetzt?


    Wer profitiert z.B. von Online-Ausgaben renommierter Klassikzeitschriften?


    Auf rege Beteiligung mit Aussagekraft freut sich


    Ulli


    :wink:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Ich lese seit gefühlten 100 Jahren das FonoForum. Meine Zufriedenheit wechselt, aber irgenwie habe ich mich an die Zeitschrift gewöhnt.


    Wenn man die Kritiken kritisch liest, bekommt man interessante Kauf- oder zumindest Reinhöranregungen.

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Guten Tag


    Wie sind die, wie gefallen Dir die?


    Beide Zeitschriften sind speziell für die Liebhaber "Alter Musik" gemacht und umfassen den Zeitraum so von 1000 bis 1800, neuerdings auch manchmal darüber hinaus. Sowohl "Concerto" als auch "Toccata" bringen viele Berichte und Rezensionen über CD-Neuerscheinungen, Büchern zum Thema, Noten, Konzerten, Festivals und Synposien. "Toccata" listet fast jede CD-Neuheit im HIP-Bereich auf. Die Autoren und Rezententen sich durchwegs fachkundig wobei mal dsie eine Zeitschrift eine neue Einspielung in den Himmel lobt und das andere Heft sie verreißt. Beide Fachblätter bringen immer interessante Interviews mit Künstlern aus der HIP-Szene. Ich lese beide Hefte sehr gerne.


    Zitat

    Kannst Du sie mit dem FonoForum vergleichen?


    Schlecht, das "FonoForum" lese ich gelegendlich nur am Bahnhofskiosk und da nur kurz die CD-Besprechungen.



    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • FonoForum und Gramophone lese ich regelmäßig.


    Bei FonoForum gefällt mir in den letzten Jahren der "Klassik-Kanon" recht gut. Durch diese Serie bin ich auf etliche mMn sehr interessante Aufnahmen aufmerksam geworden. Im Gramophone gefällt mir ebenso das Pendant, "The Gramophone Collection".


    Gruß
    Lykokorax :wink:

  • Ich las regelmäßig bis letztes Jahr:
    - FonoForum
    - Rondo
    - Crescendo
    - klassik.com


    Mittlerweile alles abgemeldet, nur hin und wieder online. Neben den Foren einfach nicht zu schaffen. Aber es gibt Leute,etwa bei C, die schreiben seit Jahren nur dort ab. :)

    Valerio: So wollen wir nützliche Mitglieder der menschlichen Gesellschaft werden.

    Leonce: Lieber möchte ich meine Demission als Mensch geben.

    Georg Büchner: Leonce und Lena (3. Sz.)

  • Was'n noch?

    Nur lesend.


    Ach ja, Rondo greife ich regelmäßig bei unserem örtlichen Saturn ab, FF lese ich bundesweit in diversen Bahnhofsbuchhandlungen - so macht sogar die gegenwärtige prekäre Verspätungssituation (Ein- und Ausfahrt) bei DB F Sinn.

    Ja, ich nehme auch hin und wieder hier http://www.musikhaus19.de/ eine mit!

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    Georg Büchner: Leonce und Lena (3. Sz.)

  • Ich habe mir bei meinen letzten Bahnreisen, immer wenn ich an einem gutsortierten Bahnhofskiosk vorbeikomme, Concerto gekauft und war sehr erfreut über Inhalt und Gestaltung der Zeitschrift. Zuletzt in Köln bin ich dann sogar über Toccata gestolpert, die ich bis dahin noch nicht kannte und finde sie nicht weniger interessant, vielleicht in dieser Ausgabe (September/Oktober) sogar noch ein bisschen interessanter. Die CD-Empfehlungen finde ich in beiden Zeitschriften sehr bereichernd und fachkundig, aber eben auch die Deio erwähnten Interviews und Hintergrundberichte, etwa in Concerto, das ansonsten ein bisschen Bach-lastig ist, über das scheinbar gittarenähnliche Intrument, die Vihuela. Beide Magazine sind explizit auf Alte Musik ausgerichtet, ragen aber satt ins 19. Jahrhundert. Sie wenden sich ein Stück weit, so klingt das für mich, an ein Fachpublikum, sind aber für Laien wie mich darum nicht weniger interessant. Concerto wirkt etwas professioneller in der Aufmachung, Toccata vom Layout und dem gehefteten Einband her etwas einfacher. Sehr gerne habe ich in Toccata die Interviews gelesen (v.a. mit Michi Gaigg und Gerlinde Sämann). In Concerto findet sich ein Interview mit Sol Gabetta. Ebenfalls sehr interessant, speziell in Toccata, finde ich die Buch und Notenbesprechungen, die sich anscheinend auch primär an Fachleute von Ensembles richten, da hier vor allem auch aufgeführt wird, was die jeweiligen Sammlungen/Ausgaben an Material enthalten. Es wird aber auch sehr sachkundig auf historische Kontexte und die Bedeutung der Musik eingegangen. Eigentlich hätte ich gerne beide Zeitschriften im Abo...

  • Ich habe schon seit Jahren die "Klassik-Akzente"-Newsletter abonniert. Gefällt mir sehr gut. Dort sind viele Neuerscheinungen aufgeführt (meist mit Hörproben und/ oder Videos), sowie einige Termine. Manchmal gibt' s dort auch Gewinnspiele. Ist gut strukturiert, wie ich finde.

  • Monatlich ...


    Das Opernglas
    Opernwelt
    Opera, von der Met
    FonoForum
    BBC Music, ist immer mit CD
    Online den Neuen Merker


    In Concerto und Toccata schaue ich immer am Bahnhof mal rein und wenn was gefällt nehme ich die eine oder andere mit !


    Rondo, KlassikAkzente, JPC Kurier ;)


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • So ein Mist, jetzt habe ich mich da wieder angemeldet - und nur, weil die so ein geiles digitales Archiv haben. Ich stehe ja auf den Klassik-Kanon, den Mauerblümchen drüben bei C regelmäßig abschreibt.

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