Ein letzter Wunsch: Wie soll es musikalisch enden?

  • Liebe und werte Freunde der Musik,


    zwar zaubert mir der allseits für den morgigen Tag propagierte Weltuntergang (oder was auch immer genau) allenfalls ein nachsichtiges Lächeln auf die Lippen. Aber abseits dieses Kitsches fände ich es sehr berührend zu hören, auf welche Art und Weise ihr von der Musik Abschied nehmen würdet, wenn es tatsächlich morgen mit der Erde zu Ende ginge.


    Würdet ihr ein bestimmtes Werk, oder auch nur einen bestimmten Satz daraus hören wollen? Oder selber zum Abschluss etwas Spielen (auf welchem Instrument)? Würdet ihr frei herum phantasieren? Oder vielleicht nur einen bestimmten Klang, einen bestimmten Ton spielen/hören wollen? Oder Stille zum Abschluss und den inneren Nachklängen horchen?


    Die Frage soll dabei durchaus nicht so eine überlegte Endgültigkeit implizieren wie: "Welche CD würdet ihr mit auf die einsame Insel nehmen?", sondern einen spontanen Blick darauf richten, was Musik eigentlich für euch ist und bedeutet wie es demnach in euren Ohren enden sollte...


    :wink:

    "erhaben, schön, alles was sie wollen – allein – zu übertrieben schwülstig für meine feinen ohren"
    W. A. Mozart (28.12.1782)

  • Bei mir ist es eindeutig:


    Die "Mass for four voices" von William Byrd hören, um beim gewaltigen Kollaps des universums noch die zu Tränen rührende "dona nobis pacem" zu lauschen. Und der Rest ist Schweigen.


    LG
    Tamás
     :wink:

  • Hm. Ich würde wohl auf einem 421herzigen Es-Dur-Akkord auf historischem Instrumentarium gespielt - einfach hinwegschweben... während sich die Zurückbleibenden mit dem Adagio aus Mahlers X befassen können :D

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790