01 - Claviertrios: Einspielungen (opi)

    • Offizieller Beitrag


    Diese CD enthält die zwischen 1788 und 1791 entstandenen Claviertrios D-Dur Ben 436, f-moll Ben 442 und B-Dur Ben 440 (sowie die Violinsonate D-Dur Ben 573).


    Pleyel Trio Wien
    Hvroje Jugovic, Hammerklavier
    Markus Hoffmann, Violine
    Günter Schagerl, Violoncello


    spielt auf historischen Instrumenten. Leider erfährt man im Booklet nichts über deren Herkunft. Angaben über die Instrumente findet man allerdings auf der Homepage des Ensembles:


    Zitat

    Bei dem in diesen Aufnahmen verwendeten Hammerklavier handelt es sich um den Nachbau eines historischen, anonymen Instruments aus der Zeit um 1790 durch die Firma Watzek, die auf Restaurierung und Nachbau von historischen Tasteninstrumenten spezialisiert ist und diese Instrumente vermietet und im Konzertbetrieb betreut. Dieses Instrument, das nicht nur kopiert wurde, sondern im Jahr 2001 auch nach den Erfahrungen mit den Instrumenten der damaligen Zeit gestaltet wurde, ist somit ein Ergebnis des Wissens der Klavierbaumeister der Zeit von 1750 bis 1810 und besitzt einen klaren, ausgeglichenen, charaktervollen und für die historischen Hammerklaviere typischen und tragfähigen Ton. Es wurde bei diesen Aufnahmen erstmals verwendet und wird seither in vielen Konzerten gespielt.


    Die hier gespielte Geige wurde von Georg Klotz in Mittenwald 1770 und das Violoncello in Graz 1722 von Johannes Jauck gebaut.


    Mit einer weiteren CD-Produktion wären die 6 Pleyel-Claviertrios vollständig repräsentiert; schade, daß dieses wunderbare Ensemble hier nicht weiter aktiv war...


    Zitat

    Die Aufnahmen zur vorliegenden CD erfolgten im Salvatorsaal in der Barnabitengasse im sechsten Bezirk in Wien. Dieser historische Saal wurde gewählt, um möglichst nnahe an die akustischen Rahmenbedingungen für die Originalinstrumente heranzukommen und die passende Atmosphäre einzufangen.


    Ich empfinde hier trotzdem insgesamt zu viel Hall... das schmälert allerdings den Genuß der Musik kaum.

    • Offizieller Beitrag

    Neben dem bereits oben enthaltenen f-moll-Trio sind hier die übrigen drei Trios C-Dur Ben 441, e-moll Ben 435 und A-Dur Ben 448 enthalten:



    Eingespielt wurden sie von dem bekannten Trio 1790, das natürlich ebenfalls auf historischen Instrumenten pleyelt. "Pleyeln" ist dabei durchaus keine Erfindung von mir:


    Zitat

    Und wie wird nicht erst Gepleyelt! Pleyel heute, Pleyel morgen, das ist das ewige Lyrum larum. Und doch, wie matt und trivial, oder, mitunter, wie seltsam bisarr sind viele der neuern Pleyelschen Sachen! Aber das hilft nichts; es wird verschlungen [...].

    Johann Gottlieb Carl Spazier (1761-1805)


    Pleyels Claviertrios darf man ohne schlechtes Gewissen in einem Atemzug mit Mozart und Haydn (jeweils aus den späten 1780er Jahren) nennen, dabei kratzt das f-moll-Trio schon sehr deutlich an die Pforten der Romantik.