01 - Das Cembalowerk Händels: Einspielungen (opi)

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    In einer beispielhaften Gesamteinspielung legt Eberhard Kraus Händels Cembalowerk vor:



    Gespielt wird auf verschiedenen historischen Instrumenten aus der Sammlung "Germanisches Nationalmuseum Nürnberg".


    Die Volumina sind auch noch einzeln zu haben:


    Volume I und Volume II leider ohne Cover, wobei die sich von den folgenden farblich wohl nur in Nuancen unterscheiden dürften.





  • Glenn Gould (1972)


    (P) 1972 Columbia "Masterworks" M 31512 [43:53]

    rec. 26. März [Nr. 1 & 2], 30. April & 01. Mai [Nr. 3], 28. Mai 1972 [Nr. 4] (Eaton's Auditorium, Toronto/Kanada)


    Glenn Gould

    [Cembalo: Wittmayer]


    Suiten für Cembalo (1720):

    • Nr. 1 - in A-Dur HWV 426
    • Nr. 2 - in F-Dur HWV 427
    • Nr. 3 - in d-moll HWV 428
    • Nr. 4 - in e-moll HWV 429


    Ich beginne zunächst mit dem Instrument: es ist ein Wittmayer-Instrument aus der Zeit, als diese Firma noch keine Nachbauten machte; Gould wählte es zwangsläufig, da sein Klavier zu Beginn der Aufnahmesessions beschädigt war. Und was man hört, ist jener Klang, den man allgemein von einer Wanda Landowska gewöhnt ist. Die Register klingen hart und kalt, der Dämpfer klimpert ziemlich putzig, der Baß ist eher mager. Stellenweise erinnert mich das an das Melodie-Instrument aus den Miss Marple-Filmen mit Margaret Rutherford. Seine Registierungen sind grundsätzlich anhörbar, doch wenn er das Air aus der 3. Suite (HWV 428/5) permanent mit Dämpfer spielt, wirkt es geradezu grotesk.


    In den schnellen Passagen kann er seine virtuose Beherrschung aller Finger bestens demonstrieren, was tatsächlich immer noch zu beeindrucken mag; doch in den langsamen Passagen neigt er manchmal zu Temporückungen, die seltsam steril klingen (besonders dann, wenn der Dämpfer an ist). Ansonsten ist das Tempo flott, der Duktus gleichmäßig, die Verzierungen eher mechanisch ausgeführt. Die Klangqualität ist gut: das Cembalo ist nah abgenommen worden und wirkt trocken, aber nicht unpassend.


    Ich und Gould werden wohl keine Freunde mehr - sein Spiel mag noch gehen, aber der Wittmayer definitiv nicht.

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    Georg Friedrich Händel

    Cembalosuiten (1720) Nr.1-8 (HWV 426-433)


    Laurence Cummings (Cembalo)

    4.-6., 9 November 2008 (Handel House, Brook Street, London, United Kingdom)


    Zitat

    FonoForum 12 / 10: »Laurence Cummings steht ein angenehm timbriertes Cembalo zur Verfügung, das zwar ein Nachbau ist, aber immerhin in dem Haus steht, in dem Händel über 35 Jahre lebte. Abgesehen von mitunter ein wenig übertriebenen Verzierungen wird Cummings diesem Ambiente voll gerecht.«

    Also das Instrument ist zwar nicht original, stand aber in Hädels Haus. *lol*Übertriebene Verzierungen ist auch nicht schlecht ... *lol*

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    Georg Friedrich Händel

    Cembalosuiten Vol.1: Cembalosuiten Nr. 1-8 HWV 426-433


    Gilbert Rowland, Cembalo
    2010



    Georg Friedrich Händel

    Cembalosuiten Vol.2: Cembalosuiten HWV 427, 431-437, 444, 450


    Gilbert Rowland, Cembalo
    2012



    Georg Friedrich Händel

    Cembalosuiten Vol.3: Cembalosuiten HWV 426, 440, 445, 447-449, 451-453


    Gilbert Rowland (Cembalo)
    2014

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    Georg Friedrich Händel

    Cembalosuiten (1720) Nr.1-5


    Alan Cuckston, Cembalo
    1990



    Georg Friedrich Händel

    Cembalosuiten (1720) Nr.6-8
    +Cembalosuite (1733) Nr. 4; 6 Einzelstücke


    Alan Cuckston, Cembalo
    1990


    Georg Friedrich Händel

    Cembalosuiten (1720) Nr.1-8 (HWV 426-433)
    +Capriccio in F; Sonatine in d; Sonate in g; Toccata in g; Air & Variationen; Suite Nr. 4 (1733)


    Alan Cuckston, Cembalo
    1990

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    Georg Friedrich Händel

    Cembalowerke: Suiten HWV 426-430


    Ottavio Dantone, Cembalo
    1998



    Georg Friedrich Händel

    Cembalowerke Vol.2: Suiten HWV 431-433; Chaconne HWV 435; Sonate HWV 580; Sonatina HWV 583; Arie HWV 467; Capriccios HWV 483 & 496; Fugen HWV 606 & 609


    Ottavio Dantone, Cembalo
    1998

  • Georg Friedrich Händel

    Harpsichord Suites Nos. 1-4


    Thurston Dart, Cembalo


    Tracklist


    Erstmals 1960 veröffentlicht, aber wann aufgenommen?

    Offenbar werden die Aufnahmedaten zum Teil widersprüchlich veröffentlicht. Der weiter oben verlinkten Rez. zufolge sollen die Aufnahmen 1959 entstanden sein. Dem Beulah-Cover zufolge sind die Händelsuiten 1 - 4 1956 aufgenommen worden. Die gleichfalls auf diesem Tonträger versammelten Wassermusik-Suiten zusammen mit dem PhOoL sollen 1959 entstanden sein.


    klick

  • Ich habe einige Angaben gefunden, aber nicht alle. 1956 und 1959 hat Dart verstärkt Musik Händels aufgenommen, aber die Suiten konnte ich nirgends finden. Allerdings sagt mir die LP-Nummer, daß sie tatsächlich 1960 erschien; die Aufnahme sollte zeitgleich mit den anderen 1959er Aufnahmen erschienen sein.