03 - Claviertrios: Einspielungen (opi)

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    Robert Alexander Schumann (1810-1856)
    Claviertrio d-moll op. 63
    Claviertrio g-moll op. 110


    Voces intimae


    Hammerflügel: Johann Baptist Streicher 1847
    Violine: A. Mariani, 1648
    Violoncello: Kopie nach C. Bergonzi (spätes 18. Jahrhundert)


    Im d-moll-Trio op. 63 begeistern mich die besonderen Soundeffekte, die Schumann sich zu Nutze macht: während im ersten Satz die beiden Streicher am Steg zu spielen haben, wirft das Clavier triolische Akkorde in den höchsten Lagen des Instrumentes auf nur einer Saite gespielt hinein; dieses Una-Corda-Spiel wird von Schumann als "Verschiebung" bezeichnet. Das Una-Corda-Spiel wird durch die Verschiebung der Hammer mittels Pedal erreicht. Es ergibt sich hier ein sehr transzendentes Klangerlebnis: die Mischung des Sul-Ponticello-Spiels der Streicher mit den holzbläserfarbenen Tönen des Claviers wirkt in dem an sich sehr gefühlsgeladenen Satz wie ein sehnsüchtiger und hoffnungsvoller Blick gen Himmel.


    Im g-moll-Trio op. 110 beeindrucken mich die Streicher-Pizzicati zum Clavierbassgebrummel (ebenfalls im ersten Satz). Das Pizzicato ist in der Kammermusik (bis zu dieser Zeit zumindest) in diesem Ausmaß doch eher selten anzutreffen (z.B. in Beethovens später G-Dur-Violinsonate).


    Voces intimæ spielen sehr vibratoarm, was dem Verwirrspiel der beiden unbändigen Streicher etwas mehr Transparenz verleiht. Der kernige Klang des Streicherflügels kommt diesem Aspekt ebenfalls sehr zugute. Dabei kommt der romantische Tonfall keineswegs zu kurz.

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    Höre ich seit Wochen rauf und runter:


    Isabelle Faust, Jean-Guihen Queyras, Alexander Melnikov, 2014/15
    Nr. 2 op.80


    Nr. 3 op.110


    Alexander Melnikov (Erard-Fortepiano 1837 & Streicher-Fortepiano 1847)
    Isabelle Faust
    Jean-Guihen Queyras


    Ich vermute dann mal, dass Nr.1 op.63 mit op.129 gekoppelt erscheint?

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    Soweit ich weiß, ja.


    Sie haben die drei Konzerte und die drei Trios jeweils in einem Rutsch eingespielt. Die Sachen sind also längst fertig und werden peu à peu veröffentlicht.

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    Inzwischen auch op.80:




    Voces Intimae

    2014