1797 - Medée (frz.): Einspielungen (opi)


  • Nadja Michael (Sopran) Médée
    Vincent le Texier (Bass) Créon
    Hendrickje van Kerckhove (Sopran) Dircé
    Kurt Streit (Tenor) Jason
    Christianne Stotijn (Mezzo) Néris
    Gaëlle Arquez (Sopran) Ière Servante
    Anne-Fleur Inizan (Mezzo) IIème Servante


    Chœurs de la Monnaie
    Les Talens Luriques
    Christophe Rousset

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Auch hier: ein kurzer Einblick in das cherubinische Getöse des genialen Finales:



    Das Publikum rastet nicht gerade aus - aber Publikum hat ja eh keine Ahnung. Derlei Produktionen werden für uns Nerds gemacht und das Publikum finanziert das dankenswerter Weise mit :D *lol*


    Musikalisch für mich jedenfalls sehr überzeugend, leider ist die Qualität des Videos alles andere als gut.


    Ganz klar: nach so einer Rolle muß man erstmal ne Fluppe anzünden.


    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)


  • AD 16.September 1997


    Phyllis Treigle Médée
    Thais St. Julien Dircé
    D´Anne Fortunato Néris
    Carl Halverson Jason
    John Ostendorf Coryphée
    David Arnold Créon


    Zitat

    Eine ungekürzte Médée, ungekürzt heisst hier auch mit allen Wiederholungen, notierten Appoggiaturen, Kadenzen und napoleonischen Märschen.


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Schade, daß man nicht hineinhören kann ...


    *cat* im Sack is nich ... außerdem brauch' ich 'nen Download; Untersetzer hab' ich genug - und zudem preiswerter.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Medea ist für mich natürlich Callas. Nicht Jones, Rysanek, Olivero, auch nicht Sass oder wer auch immer sich daran ausprobiert hat. So sehr ich sie auch sonst liebe. Aber das gilt für die italienische Fassung, die ja relativ weit vom Original entfernt ist.
    Die wirkliche Originalfassung möchte ich gerne einmal in einer wirklich tollen Interpretation hören. Und so richtig französisch. Nicht nur von der Sprache, sondern auch vom Gesangsstil her. Und da gefällt mir der Ausschnitt mit Nadja Michael schon sehr gut. Aber da ist sicherlich noch Luft nach oben, wenn auch schon verdammt gut.

  • Bei der Medée und Medea - jenachdem, welche Fassung man bevorzugt - sind noch sämtliche Türen geschlossen. Vereinzelt wurde mal durch den Briefkastenschlitz geschaut; aber ich denke auch, da kann noch viel kommen; zumal HIP/opi.


    Ich bin ja einerseits für das Original (vor allem: bei Gluck, der seine angebliche Opernreform durch das spätere Französisieren wieder rückgängig gemacht hat), das hier nun mal leider frazösisch ist; ich finde: der „Zoff“ auf der Bühne wirkt nun mal wesentlich realer im Italienischen; aber das mag Gewohnheit sein. Die Französische Sprache ist irgendwie zu elegant für solch ein Abschlachten - wenngleich... die Guillotine ...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Also, ich glaube, die Türen sind bei der italienischen Fassung nicht mehr geschlossen. ;) Da ist, bis auf weiteres, das endgültige Statement abgeliefert. Nun gut, das ist Ansichtssache und ob man ein Callas-Witwer ist oder nicht. :D
    HIP, OPI oder wie auch immer ist aber noch viel, sehr viel Spielraum. Und die französische Gesangstradition ist aufgerufen, sich auch diesem Werk wieder zu widmen. Was sie ja wohl auch machen. Und du hast recht, die Originalsprache bedingt dabei eine ganz andere Herangehensweise. Das Tierische, Archaische einer Callas würde da nicht passen. Wobei interessant wäre, wie sie das Original interpretiert hätte. Die späten Aufnahmen von französischen Opern zeigen ja, dass sie wunderbar die Erfordernisse des speziellen Stils mit einer lebendigen Wiedergabe verbinden konnte.


    Aber es bleibt. Medée ist noch nicht wiedererweckt.

  • Schade, daß man nicht hineinhören kann ...


    *cat* im Sack is nich ... außerdem brauch' ich 'nen Download; Untersetzer hab' ich genug - und zudem preiswerter.


    Sorry, das ich die Aufnahme hier vorgestellt habe!

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Da ist, bis auf weiteres, das endgültige Statement abgeliefert. Nun gut, das ist Ansichtssache und ob man ein Callas-Witwer ist oder nicht.


    Für mich ist da bislang nichts endgültig - das hat mit Callas nichts zu tun; es geht eher um das Orchester; man müsste die Stimme extrahieren und über ein „richtiges“ Orchester drüberbraten können; kann man sicher, tut's aber nicht.
    *wind*


    Falstaff schrieb:

    Aber es bleibt. Medée ist noch nicht wiedererweckt.


    Ich würde sagen: sie befindet sich im Aufwachraum. Aber die Narkotika wirken doch stark.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Sorry, das ich die Aufnahme hier vorgestellt habe!


    Mein Statement richtet sich doch nicht gegen dich, sondern gegen den Anbieter, der nichts als die CD bietet; es mangelt dort an der Möglichkeit, in das Produkt hineinzuhören. Aber vielleicht kannst Du ja Deine Eindrücke kurz zusammenfassen, um mich für einen eventuellen Blindkauf zu erwärmen?


    Für jeden Hinweis auf eine opi-Aufnahme bin ich natürlich dankbar. *kiss*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)


  • Mein Statement richtet sich doch nicht gegen dich, sondern gegen den Anbieter, der nichts als die CD bietet; es mangelt dort an der Möglichkeit, in das Produkt hineinzuhören.

    Spotify hat sonst jede Medea, wenn ich recht sehe; aber genau die nicht.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793