01 - Bearbeitungen: Händel

  • Zu Georg Friedrich Händel Habe ich noch keinen Bearbeitungs-Thread gefunden.


    In der letzten Zeit bin ich einige Male über die Sarabande aus der Cembalosuite d-Moll HWV 437 gestolpert.


    Meine erste Begegnung mit dem Stück hatte ich in einer fetten Orchesterbearbeitung mir unbekannter Provenienz i. Rahmen der Bild(!)-Werbung. Es hat gedauert, bis ich herausgefunden hatte, welches Stück das ist.
    Dann habe ich es bei einem Händel-Orgelkonzert als improvisierten langsamen Satz in einer entsprechenden Bearbeitung, und schließlich jüngst während einer Führung im Deutschen Museum als Beispiel auf verschiedenen Cembali.


    Mich interessiert, welche Originalfassung Ihr bevorzugt und welche Bearbeitungen Ihr kennt, am liebsten mit passenden Einspielungen.

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Kennst du Film "Barry Lyndon" ( Stanley Kubrick) ? Dort kommt die Sarabande aus der Händel Suite in d-moll, auch vor. Ich finde, es ist eine sogar sehr schöne Aufnahme.


    P.S.Kann leider jetzt nicht das Link senden, kommt aber heute abend hier noch nach.


    P.S.2.



    Darauf ist eine schöne aufnahme von Schuberts Trio Op.100!



    "Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
    Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
    So sei mir wenigstens für das verbunden,
    Was ich zurück behielt."
    (Lessing)

  • Zu Georg Friedrich Händel Habe ich noch keinen Bearbeitungs-Thread gefunden.


    ...was wohl in erster Linie daran liegt, daß es wohl eher der Hahn selbst war, der sich mit fremden Federn geschmückt hat. Abgesehen davon werde ich ggfs. in nächster Zeit an dieser Stelle etwas über die Händel-Bearbeitungen Mozarts los.


    Mich interessiert, welche Originalfassung Ihr bevorzugt und welche Bearbeitungen Ihr kennt, am liebsten mit passenden Einspielungen.



    Eberhard Kraus - bei ihm ist das Stück auf den ersten Ton für mich gar nicht sofort erkennbar (gewesen). Dadurch, daß Kraus auch einige Gimmicks des Instrumentes ausnutzt, wirkt die Sarabande hier leicht fremdartig und unwirklich.


    :wink:

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Baron van Swieten war es, der Mozart beauftragte, einige von Georg Friedrich Händels Oratorien „neu“ zu instrumentieren. Bei diesen „für unsere Zeiten brauchbarer eingerichteten“ Werken, wie sie in der Erstausgabe von Breitkopf & Härtel 1802 betitelt werden, handelt es sich um die Pastorale „Acis und Galathea“ (KV 566) versehen von Mozart mit einer Einleitung zum zweiten Akt, das Oratorium „Der Messias“ (KV 572), das Oratorium „Alexanderfest“ (KV 591) und soweit bekannt die „Caecilien-Ode“ (KV 592).


    Daß sich Mozart sehr intensiv mit Händel beschäftigt hat, beweisen nicht zuletzt die oben Aufgeführten Bearbeitungen. Eine honorige Hommage an Händels Schaffen ist Mozarts Requiem, konkret das Introitus: Hier zitiert Mozart nahezu textgetreu den Eingangschor von Händels 1737 komponierter >Funeral Anthem for Queen Caroline<, wobei er das in g-moll stehende Original nach d-moll transkribiert hat. Und auch die geniale Kyrie-Fuge entlehnt Mozart einem Werk Händels: nämlich dem Schlußchor der „Dettingen Anthem“ von 1743, welche er von D-Dur – natürlich – nach d-moll verwandelt.


    Kennt jemand eine Einspielung der Mozartbearbeitung von <Acis und Galathea>, bei welcher diese angeblich neukopmonierte Einleitung Mozarts zum 2. Teil enthalten ist? Bei dieser:



    jedenfalls wurde eine zweiteilige Einleitung aus Händels Concerto Grosso Op.6 No.6, Musette (Larghetto) und Concerto Grosso Op. 6 Nr. 7, Einleitung (Largo) gebastelt.


    ?(


    Warum dies hier (hilfsweise?) so gehandhabt wurde, verstehe ich nicht, es sei denn, die Mozartsche Einleitung muß als verschollen gelten (darüber ist aber aus dem KV nichts in Erfahrung zu bringen).


    Weitere Einspielungen:



    Mozarts "Messias" - zugleich eine, wenn auch nonHIPpe, Einspielungsempfehlung. Corboz ist einfach genial und hier ist auch die von ihm entdeckte (noch recht junge) Bernarda Fink zu hören. Mozarts Instrumentation finde ich hier sehr gelungen. Wer beispielsweise Mozarts "Davidde penitente" mag, ein Oratorium, das er selbst aus seinem Mess-Fragment c-moll gebastelt hat, der wird auch an dieser Bearbeitung des Händelschen Messias seine Freude haben. Mozart setzte nämlich die Holzbläser sehr ähnlich und sorgt damit teilweise für ein wirklich ungewöhnliches, gar bizarres Klangerlebnis.


    Außerdem zu haben, mir aber nicht bekannt:




    Eine HIPpe Einspielung scheint in diesem Klotz enthalten zu sein:



    Von der Caecilien-Ode und dem Alexanderfest habe ich nur eine Möglichkeit zum mp3-Download gefunden (die gezeigte CD ist derzeit nicht lieferbar):



    ...mit Christopher Hogwood und der Händel & Haydn Society sogar HIP...


    :wink:

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • die Pastorale „Acis und Galathea“ (KV 566) versehen von Mozart mit einer Einleitung zum zweiten Akt


    Bei dieser [Aufnahme wurde] eine zweiteilige Einleitung aus Händels Concerto Grosso Op.6 No.6, Musette (Larghetto) und Concerto Grosso Op. 6 Nr. 7, Einleitung (Largo) gebastelt.


    Warum dies hier (hilfsweise?) so gehandhabt wurde, verstehe ich nicht, es sei denn, die Mozartsche Einleitung muß als verschollen gelten (darüber ist aber aus dem KV nichts in Erfahrung zu bringen).


    Die zitierten Werke Händels sind die original vorgesehene Überleitung. Händel selbst pflegte bei Aufführungen dieses Werkes zwischen den Akten ein Instrumentalkonzert zu spielen (bis auf die Uraufführung, bei der der kurze Schlusschor des ersten Aktes noch nicht existierte). Während der zweite Teil der Überleitung (also das Largo aus Händels Op. 6 Nr. 7) Händel im Original ist (abgesehen von einem "col parte" dem Cello beigefügten Fagott), wurden dem ersten Teil (die Larghetto Musette aus Op. 6 Nr. 6) explizite Bläserstimmen, je zwei Flöten, Oboen, Clarinetten in B, Fagotte und Hörner in Es, hinzugefügt. Es ist jedoch offenbar nicht eindeutig festzustellen, ob diese Bearbeitung ebenfalls auf Mozart selbst zurückgeht. Sie liegen autograph von Swietens Hand vor und enthalten keine Korrekturen Mozarts. In der NMA wird deshalb davon ausgegangen, dass Auswahl der Sätze und zusätzliche Instrumentierung auf Swieten zurückgehen könnten.


    :wink:

    "erhaben, schön, alles was sie wollen – allein – zu übertrieben schwülstig für meine feinen ohren"
    W. A. Mozart (28.12.1782)

  • Okay,


    habe ich das dann falsch aufgefasst? Das hätten die Mozart-Kochbuch-Schreiber auch etwas weniger undeutlich schreiben können... neben Baron van Swieten käme dann für diese Einleitung m. E. auch Joseph Starzer (1726-1787) in Frage, der ebenfalls derlei Bearbeitungen für van Swieten angefertigt hat (z.B. Judas Maccabæus).


    Starzer († 22. April 1787), dessen Alla-Turca-Motiv Mozart in seinem A-Dur-Violinkonzert eingebaut hat, weilte zwar im November 1788 (Eintrag der Bearbeitung durch Mozart) nicht mehr unter den Lebenden, aber vielleicht hatte Starzer gerade eben nur diese Einleitung fertig uminstrumientiert und gerade sein Ableben war ggfs. der Grund dafür, daß nun Mozart mit der restlichen Bearbeitung des Judas und der folgenden Oratorien betraut worden war?


    Leider gibt es von Starzer wenig Vergleichmaterial auf CD...


    :wink:

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Zum Hintergrund:


    Händels Musik und deren Aufführungstradition lernte van Swieten vermutlich während seiner Zeit als Diplomat in London kennen (1769); analog dazu die Musik Bachs in Berlin (1770-1777), wo zuvor dessen Sohn Carl Philipp Emanuel tätig gewesen war. Nachdem van Swieten 1778 nach Wien zurückgekehrt war, begann er sogleich, jene musicalischen Tätigkeiten zu entwickeln, die insbesondere im Zusammenhang mit Mozart bekannt sind (wobei auch Haydn und Beethoven in ähnlichem Ausmaß mit van Swieten in Kontakt kamen), darunter eben die Neu-Einrichtung und Aufführung Händel'scher Oratorien.


    Das erste solche Konzert mit Händel-Bearbeitungen wurde an Weihnachten 1778 gegeben, in Zusammenarbeit mit der Wiener Tonkünstlersocietät. Das nächste Konzert folgte im März 1779, in welchem Händels Oratorium Judas Maccabæus zu hören war. Natürlich handelte es sich auch hier um eine Bearbeitung, welche anscheinend von mindestens zwei Arrangeuren vorgenommen worden ist. Einer der beiden dürfte dabei in der Tat Joseph Starzer gewesen sein, der auch die Leitung des Konzerts innehatte (er übte diese Funktion auch weiterhin aus, bis er nach seinem Tod von Mozart beerbt wurde).


    Diese Bearbeitung von Judas Maccabæus wurde lange Zeit Mozart zugeschrieben, so auch schon im Jahre 1806, als das Werk unter seinem Namen erneut im Programm eines Konzerts der Tonkünstlersocietät erschien. Nachweislich beginnt Mozarts Arbeit als Arrangeur für van Swieten jedoch erst nach, bzw. mit Starzers Tod.


    Damit ist es theoretisch möglich, dass die Einleitung zum zweiten Akt von Acis und Galathea noch von Starzer besorgt wurde. Allerdings: Warum hätte er gerade damit beginnen sollen? Und das, wo Starzer mehr als ein Jahr vor dem Konzert verstorben ist in dem Acis und Galathea aufgeführt wurde? Da Swieten nachweislich selbst komponiert hat (unter anderem mehrere Sinfonien), ist es ihm durchaus zuzutrauen - und als Initiator der ganzen Angelegenheit auch naheliegend - dass er kleinere Arbeiten im Rahmen der Neu-Einrichtungen der händel'schen Werke selbst übernommen hat.


    ~~~


    Im übrigen existieren noch zwei weitere solcher Händel-Bearbeitungen, die in Swietens Konzerten aufgeführt wurden: von Athalia und von Die Wahl des Herkules. Während ersteres Werk von van Swieten selbst arrangiert worden sein soll, wurde für Die Wahl des Herkules ebenfalls Mozart als Bearbeiter genannt. Beide Angaben sind jedoch ungesichert.


    :wink:

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    W. A. Mozart (28.12.1782)

  • Damit ist es theoretisch möglich, dass die Einleitung zum zweiten Akt von Acis und Galathea noch von Starzer besorgt wurde. Allerdings: Warum hätte er gerade damit beginnen sollen? Und das, wo Starzer mehr als ein Jahr vor dem Konzert verstorben ist in dem Acis und Galathea aufgeführt wurde? Da Swieten nachweislich selbst komponiert hat (unter anderem mehrere Sinfonien), ist es ihm durchaus zuzutrauen - und als Initiator der ganzen Angelegenheit auch naheliegend - dass er kleinere Arbeiten im Rahmen der Neu-Einrichtungen der händel'schen Werke selbst übernommen hat.


    Gegenfrage: warum hätte er nicht damit beginnen sollen? Vielleicht wurde das Konzert, daß für 1787 geplant gewesen war, wegen Starzers Ableben einfach bis auf weiteres verschoben? Bis also Mozart sich der Sache annahm? Ich kenne van Swietens musicalische Arbeiten nicht und kann daher nicht beurteilen, inwieweit van Swieten in der Lage gewesen wäre, die Bearbeitung selbst zu machen... indes halte auch ich es für möglich, daß er die Einleitung arrangiert hat. Dennoch wäre es möglich, daß diese von Starzer stammt und van Swieten es sich eben nicht zugetraut hatte, die übrigen - durchaus komplexeren - Sätze zu "harmonisieren", also mit Harmonieinstrumenten zu versehen.


    :wink:

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  • Ragna Schirmer handlet Hammerklavier, modernen Flügel und Hammond-Orgel...


    Reinhören fasziniert sogleich!


    *birne*

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  • Die Kritien in anderen Foren waren eher verhalten — vor allem wegen der Hammond-Orgel.


    Die hat mich, ehrlich, nicht so interessiert, wie der Hammerflügel bzw. die Minimalbesetzung (mit Bläsern dazu), zumal Händel noch verjazzt wurde (nicht soooo meins...). Aber ich gebe auch nichts auf die Meinung anderer Foren... ich empfinde jedenfalls Händel (und sogar Bach) auf einem Hammerklavier wesentlich reizvoller und farbenreicher als auf einem Cembalo oder einem modernen Flügel. Was ich da höre, betört mich... aber die übrigen CDs benötige ich eher nicht. Ich werde also warten, bis es einzelne Titel als mp3-Download gibt.


    8-)


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  • Weiter oben sind ja schon einige Einspielungen der mozartschen Bearbeitung des händelschen Messiah genannt worden. Frisch wiederaufgelegt ist aktuell Hermann Max mit seiner Rheinischen Kantorei und dem Kleinen Konzert zu haben:



    Klanglich wirklich sehr überzeugend; was dem Corboz sein Blochwitz und seine Fink sind, sind dem Max sein Prégardien und Schreckenberger, der einen wirklich schrecklich-schön-tiefen und sonoren Bass präsentiert.


    Von Mozart hinzugefügt ("instrumentirt") sind 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Clarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 3 Posaunen und eine hin und wieder vom Original abweichende Paukenstimme; wobei die Instrumente natürlich gezielt eingesetzt werden und nur in den "großen Nummern" gleichzeitig erklingen. Am meisten umgestaltet sind "Der Herde gleich" und "Sie schallt, die Posaun" (eigentlich auch die letzte Arie "Ist Gott für uns...", fehlt aber leider hier), hier ist ein Fairgleich mit Händels Original sehr erfrischend. Auch sind die Klangfarben an sich sehr interessant, da sie bereits Schatten auf Mozarts später entstandene Werke vorauswerfen... unterstützt werden diese teils aparten Klänge, die z.B. besonders durch die für Händel fremdartigen Clarinetten hervorgerufen werden (vgl. "Das Volk, das im Dunkeln", "Sein Joch ist sanft", "Er ward verschmähet") durch einen Hammerflügel im Continuo.


    Meinem bescheidenen Eindruck nach verliert Händels Musik ein wenig an ihrer Leichtigkeit, dadurch daß Mozart einen teilweise sehr umfangreichen Hamonieapparat überstülpt; insofern wirkt auch Max' Interpretation etwas "behäbiger", ohne jedoch langweilig zu sein, denn zu hören und neu zu entdecken gibt es jede Menge. Als gelungenste Bearbeitung empfinde ich die Tenor-Arie "Du zerschlägst sie..." - eins der wenigen Stücke, das durch Mozarts teilweise deutlich lustlose und unsensible Bearbeitung wirklich einen Gewinn zu verzeichnen hat. Manches Mal fühlte ich mich beim Mitlesen ertappt, daß ich es stellenweise genauso wie Mozart gehändelt hätte (was mich immerhin hoffen lässt, das ich dessen Werk in seinem Sinne bearbeitet habe).


    Ich habe nicht durchgehend die Peters-Partitur mitverfolgt, aber mindestens die letzte Arie (s.o.) scheint in dieser Einspielung zu fehlen - außerdem gibt es textliche Verwässerungen; in der Partitur steht z.B. "Er trug unsre Qual und litt unsre Schmerzen..." - gesungen wird "Er litt unsre Qual und trug unsre Schmerzen"; was nun korrekt ist, entzieht sich meiner Kenntnis... (das wäre philosophisch wie philologisch aber durchaus interessant).


    :wink:

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


  • Mozart-Fassung
    Künstler: Monika Frimmer, Mechthild Georg, Christoph Pregardien, Stephan Schreckenberger, Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max
    Label: Warner, DDD, 1991


    Zum Mozart-Jubiläum 1991 erschienen, stellt diese ausgezeichmnete Produktion eine Bearbeitung durch den Jubilar dar.



    :wink: LT

  • Fassung Mozart
    Lynda Russel S
    Catherine Wyn-Rogers MS
    Thomas Randle T
    David Wilson-Johnson B


    Von Part II gibt es keine Abb.


    Diese Mozart Fassung ist engl. gesungen :!: , war 1997/98 als Beilage in der BBC Music.
    Das Ensemble ist gut besetzt !


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Mozarts Händel (Acis & Galatea, Ode for St. Cecilia's Day):



    Mechthild Bach, Markus Schäfer,
    Wilfried Jochens, Peter Lika


    Das Neue Orchester
    Christoph Spering


    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


  • Sir Thomas Beecham beauftragte den britischen Komponisten Goossens Händels Messias zum Händel-Jahr 1959 für großes Orchester einzurichten, was Goossens auch tat, indem er ihn komplett neu instrumentierte.
    Das Ergebnis ist der kolossalste, üppigste und hemmungsloseste Messias, den ich bis jetzt gehört hab, ein Messias, der andere omi-Einspielungen zu kleinen frömmelnden "Trau mich nicht"-Interpretationen degradiert.


    Ob er er HIP ist? Ja! Aber nicht im Hinblick auf die Uraufführungssituation in der ersten Hälfte des 18. Jhdt. sondern auf die Aufführungstradition Mitte des 20. Jhdt. in England, also genau so wie die Mozart-Orchestrierung für das späte 18. Jhdt.


    :thumbsup:
    Siegfried

  • Bernsteins Messias-Bearbeitung



    Bernsteins Fassung des Messias liegt die "viktorianischen" Ausgabe Ebenezer Prouts zu Grunde, die er besonders im Hinblick auf die Bläserstimmen deutlich abgespeckt hat.

    Des weiteren hat er die drei Teile dieses Werkes zu zwei Teilen, einem Weihnachts- und einem Osterteil zusammengefasst und dabei etliche Nummern umgestellt.

    Und dann ist da noch seine Wahl einzelner Tempi, die durch ihre Langsamkeit die ein oder andere Nummer fest schon modern erscheinen lassen.


    Siegfried