04 - Impromptus: Einspielungen (opi)

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    Lambert Orkis bespielt einen 1826er Conrad-Graf-Flügel. Das Doppelalbum enthält auf CD1 die beiden klassischen Impromptus-Zyklen D899 und D935, auf CD2 die drei Klavierstücke D946, die sechs Moments musicaux D780 sowie außerdem die Urfassung des c-moll-Impromptu D899 Nr. 1 sowie die Urfassung des Impromptu es-moll D946 Nr. 1.


    Die beiden Impromptus-Zyklen (CD1) sind auch solo erhältlich:


  • Bei Schuberts Impromptus, die ich alle Jubeljahre einmal höre, stellte sich mir immer die Frage, ob ein Pianist/eine Pianistin in der Lage ist in diesen Stücken, die man bei unbefangener Betrachtungsweise auch als entzückende, naiv-sangliche Salonstücke ansehen kann, Tiefen und Abgründe darzustellen, die Schubert alles andere als einen harmlosen chopinesken ( *hide* ) Vertreter des Komponistengewerbes erscheinen lassen.


    Hängen geblieben bin ich bei Andreas Staier, der der Musik Spannung, Dynamik, Abgründigkeit aber auch außerordentlich lyrische/zarte Momente zu verleihen vermag.


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    Bei Schuberts Impromptus, die ich alle Jubeljahre einmal höre, stellte sich mir immer die Frage, ob ein Pianist/eine Pianistin in der Lage ist in diesen Stücken, die man bei unbefangener Betrachtungsweise auch als entzückende, naiv-sangliche Salonstücke ansehen kann, Tiefen und Abgründe darzustellen, die Schubert alles andere als einen harmlosen chopinesken ( ... ) Vertreter des Komponistengewerbes erscheinen lassen.


    Chopinesk ist ja in dem Fall das gleiche; ich meine, das betrifft Szopen genau so - ich habe Chopin auf modernen Instrumenten aus den genannten Gründen (rieuesk) verabscheut, bis ich bemerkte, daß es nicht an Szopen lag. Die opis können es meistens, da die Instrumente das oft hergeben (implizieren, initiieren, ...). Da hast Du also die richtige Wahl getroffen.


    Staier betastet übrigens eine Conrad-Graf-Replika von Christopher Clarke, das sollte bei der Vorstellung einer Aufnahme stets dabeistehen (was hiermit nachgeholt ist).


  • Fortepiano von Derek Adlam, Welbeck 1983
    nach Nannette Streicher, Wien 1814
    gestimmt von Simon Neal


    [amz]]B00008Y17B[/amz]
    Auch hier enthalten!


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

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    Empfinde ich als sehr hörenswert:



    Franz Schubert (1797-1828)

    Impromptus D899 & 935
    Wanderer-Fantasie op. 15 D760


    Viviana Sofronitsky, Hammerflügel
    McNulty-Clon Conrad Graf op. 318


    Frei von Gefühlsduselei - die ich ja eigentlich so liebe - dargeboten; frisch, fromm und fröhlich :)

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    Bitte künftig immer das/die bespielte(n) Instrument(e) angeben (vorher recherchieren). Denn es ist ungewöhnlich und bemerkenswert, daß z.B. Lubimov keine Graf-Flügel aufspannt:

    Alexei Lubimov divides his performances of Schubert’s Impromptus between two pianos restored by Edwin Beunk. The D899 set features an 1810 Matthias Müller model, while an 1830-vintage Joseph Schantz is heard in D935.

    Das macht die Aufnahme unbedingt erwerbenswert (wenn mir die Impromptus nicht zum Halse heraushingen ...).