Der ultimative EROICA-SmallTalk-endlos-Faden

  • Zu Punkt a) bin ich vollständig kontrairer Meinung. Das zeigt sich bereits jetzt daran, wieviele Milliarden gerade nach China abfließen ... sie nehmen uns (Europäer) aus wie 'ne Weihnachtsgans; aber: passt 'scho ... wir (Europäer) haben es vor wenigen Wochen auch nicht anders gemacht. Der Unterschied ist eben nur, daß die Infiziertenzahl in China bei 80k stagniert ist, inzwischen von den Amis weit überholt und - in Relation - von Italien und dem Land der Dichter und Denker allemal ...


    Inzwischen räumen Experten ganz vorsichtig eine mögliche Wirkung (kann jeder selbst ergoogeln) von Masken ein ... zu erklären ist das Phänomen recht einfach; aber die Erklärung kann ich mir hier, da bin ich ganz sicher, sparen - zumal ich sie bereits vor Wochen gab.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Spuckschutz

    Gefällt mir deutlich besser also Soloselbständige ... wer auch immer dieser Wort zu verantworten hat ...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Auch, daß das Scheißgebimmel am Sonntag entfallen ist und daß die Lebensmittelläden sonntags geöffnet haben (dürfen). Wir sind auf dem richtigen Weg.

    Manche Supermärkte installieren hier bestimmte Öffnungszeiten nur für Rentner ... das hätte man auch schon 15 Jahre vorher machen können ...


    *wind*


    Das erste Geschrei wegen der Corona-Kronen-Anträge geht los ... Gesetzesänderung bereits in Sicht. Geht doch. Warum nicht schon immer gleich so fix?


    *wirds*:/


    Bei meinen Klienten schaut es wider Erwarten ganz gut aus, da sie offenbar einen guten Krimiautor hatten ... erste Rückmeldungen à la "Ihr Antrag auf Soforthilfe Corona ist geprüft worden. Wir haben Ihren Antrag an die L-Bank zur abschließenden Bearbeitung weitergeleitet." - Wenn man das noch irgendwie anders interpretieren kann, hat der Staat seine allerletzte Chance definitiv verspielt ...


    Alles wird besser, wer hätte das gedacht?

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Hm. Diese Oden-Duskussion bei C ...


    Natürlich sollte man, obgleich es ja die Bruderschaft und das Verbrüdern heißt, den Text anpassen, allerdings aus andern Gründen.


    Der erste Wunsch, zumindest meinerseits, wäre: Alle Brüder werden Menschen.


    Das reicht schonmal für's erste (nota bene: 'Brüder' inkludiert eben auch die warme Species, also Schwestern per se - oder warum sonst heißt es homo sapiens? Von einem hetero sapiens habe jedenfalls ich noch nichts gayhört oder gaylesen ...). Zur Begriffsklärung kann sicher Dr. Pringle beitragen ...*lachnith*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Ich lese schon seit Langem nicht mehr mit, man regt sich nur auf.

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • Ich lese schon seit Langem nicht mehr mit, man regt sich nur auf.

    Deswegen schreib ich's ja hier 8-) ... und nein: warum? Es ist interessant ... zumindest für mich. Ich mag das.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Inzwischen räumen Experten ganz vorsichtig eine mögliche Wirkung (kann jeder selbst ergoogeln) von Masken ein ... zu erklären ist das Phänomen recht einfach; aber die Erklärung kann ich mir hier, da bin ich ganz sicher, sparen - zumal ich sie bereits vor Wochen gab.

    Da gibt's eine viel einfachere Erklärung. Noch dazu völlig einleuchtend. In China haben sie einfach aufgehört zu testen. Bei uns steigen die Infiziertenzahlen proportional zu den Testzahlen, das kann man (im Übrigen einmalig) in der RKI-Veröffentlichung von Donnerstag nachlesen: vgl. die Tabelle auf Seite 6 oben. Wenn man dreimal so viele Leute testet, dann gibt es auch dreimal so viele Infizierte. Konsequenz: Es gibt keinesfalls ein exponentielles Wachstum, nicht im Entferntesten (laut RKI). Warum diese Konsequenz als eine wichtige und doch auch sehr beruhigende Information nicht herausgestellt wird und warum die - doch grundlegende - Information über den Zusammenhang von Testzahlen und Infiziertenzahlen in späteren Veröffentlichungen des RKI nicht mehr preisgegeben wird, bleibt allerdings das Geheimnis des RKI.

  • In China haben sie einfach aufgehört zu testen.

    Nope; woher stammt diese Erkenntnis? Das Gerücht kursiert bereits seit Wochen ... Es gibt neue Fälle in China - alle eingereist und nicht homemade. Wenn sie aufgehört hätten zu testen, woher wüssten sie davon? Ich habe da eben 'erweiterte Informationsquellen', die - das streite ich keineswegs ab - durchaus abfärben, die aber auch mit einzubeziehen sind. Ob richtig oder falsch, sei dahingestellt; wer beweist, daß die Informationen, die hier verbreitet werden, einhundertprozentig der Wahrheit entsprechen? Jeder mag sich sein eigenes Bild machen.


    Auf das RKI ist ohnehin kein Verlass (mehr; siehe auch); daß es kein exponentielles Wachstum gibt - resp. dies nicht nachweisbar ist - habe ich auch schon erklärt; das liegt mitunter daran, daß die Messkapazitäten Grenzen haben: es kann also nur eine begrenztes Maximum pro Tag getestet werden. Das heißt aber eben nicht, daß es kein exponentielles Wachstum gibt oder gab ... es kann nur leider nicht gezeigt werden; das liegt am Verfahren: es müßte täglich jeder, der am Tag zuvor negativ getestet wurde, täglich neu getestet werden ... und zwar alle ... bundesweit; sonst funzt das nicht. Das Virus hat sich wahrscheinlcih schon weitaus mehr ausgebreitet, als wir es je erahnen ... nur haben die meisten offenbar kaum Symptome oder getrauen sich nicht, damit aufzutragen.


    Aber diese ganzen Statistiken bringen uns ohnehin nicht wirklich weiter ... was ist mit den US-amerikanischen Teilnehmern am Army-Contest ausgangs 2019, die aus China wegen einer (ich nenne es jetzt mal so) 'merkwürdigen Infektion' wieder ausgeflogen wurden (in einer speziell dafür rekrutierten Maschine, isoliert). Und bis vor kurzem gab es keine Fälle in den USA (weil nicht gemessen wurde?), plötzlich in Nullkommanix gibt es mehr als einhunderttausend?*hmmm*

    Bei uns steigen die Infiziertenzahlen proportional zu den Testzahlen,

    Ähja, klar, logisch; das muß ich nicht nachlesen. Infizierte können eben nunmal nur durch einen Test identifiziert werden ... *omg*(richtet sich nicht gegen Dich). Was nicht gemessen ist, kann nicht in der Statistik stehen ... was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß ...


    Wenn man (also nicht ich, ich bin zu blöd dafür, da bloß Theoretiker) von einer durchschnittlichen Kontaktziffer ausgeht und auch davon, daß keinerlei Maßnahmen ergriffen wurden (was ja anfangs auch der Fall war): dann kann man (also nicht ich, weil ...) ganz einfach hochrechnen, wieviele in D befindliche Personen inzwischen mit dem Virus infiziert sein müssten ... die Hochrechnung beginnt dann mit der Annahme, daß mindestens ca. 2-3 Wochen vor Bekanntwerden des ersten Falles in D das Virus seine Zelte aufgeschlagen hat. Alternative: (vgl. verlinkter Artikel oben zum Army-Contest) 2 Monate (! Gnihihi (O-Ton Virus)) vor dem ersten offiziellen Fall. Nun: wer ist dazu in der Lage, dies zu ermitteln? Da braucht man eigentlich garnicht rechnen ...


    Mir soll's egal sein, das wird irgendwer irgendwann irgendwie klären ... Galileo, TerraX, Willy will's wissen ...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Warum diese Konsequenz als eine wichtige und doch auch sehr beruhigende Information nicht herausgestellt wird und warum die - doch grundlegende - Information über den Zusammenhang von Testzahlen und Infiziertenzahlen in späteren Veröffentlichungen des RKI nicht mehr preisgegeben wird, bleibt allerdings das Geheimnis des RKI.

    Reicht es denn nicht, wenn das RKI das einmal sagt? Muß das es jedesmal neu erwähnen?


    Natürlich stimmt es, daß der exponentielle Anstieg nicht wirklich durch die Fallzahlen erkennbar ist, wenn die Menge der Tests nicht gleichgerichtet wird. Man erkennt an bewußter Tabelle 4, daß ein leichter Anstieg der Positivbefunde in % vorliegt, mehr nicht. Aber ich bin etwas irritiert, daß alle Welt vom RKI verläßliche Aussagen erwartet über ein Thema, welches sich auf 100.000 Stecknadeln bezieht, welche in einem Heufeld von 1 km² verteilt liegen.


    Irgendwelche Trends sind konkret an den gemeldeten Fallzahlen ablesbar, zumindest absolut. Der Rest kann nur Annahme sein. Es ist ohnehin so, daß man mit Virologie nie eine exakt erfaßbare Wissenschaft vor sich hat, sondern eine, die zwangsläufig mit Wahrscheinlichkeiten und Statistiken operieren muß, wenn man Epidemien erfassen will.


    Aber es kommt auch dazu, daß die Strategien nicht immer deckungsgleich sind, die in den einzelnen Länder umgesetzt werden, und ich muß dann lesen, daß manche Leute sich nicht genug informiert fühlen, wenn es um die Gründe dieser Maßnahmen geht. Ist das wirklich so? Ich habe nicht den Eindruck, aber selbst wenn - das ganze virologische Bild ist so komplex und über weite Strecken nicht erfaßbar, daß man es nicht auseinandernehmen kann, ohne es zu verfälschen. Man kann nicht einen Aspekt rausnehmen und sagen: daran hängt alles. Im Augenblick müssen wir durch einen dichten Nebel waten und hoffen, nicht in die Felsspalten zu fallen, die sich überall auftun.


    Doch was läßt sich konkret aussagen? Das Virus beginnt bereits in den Schleimhäuten zu wirken, während z.B. SARS erst in der Lunge arbeiten konnte; unsere monentane Todesrate ist statistisch bereits höher als diejenige der Influenza-Saison 2017/18; die Annahme, daß ein Infizierter drei weitere ansteckt, sollte nicht ganz von der Hand zu weisen sein. Und da es z.Z. überhaupt keinen medikamenten Schutz gibt, sind solche Aussagen durchaus alarmierend genug.


    Was ich lustig finde: da hat eine Merkel den Shutdown in Deutschland ermöglicht, und einige denken, sie ist den Virologen auf den Leim gegangen. Wie soll das denn gehen bei einer Bundeskanzlerin, die seit 16 Jahren der Industrie nie etwas ernstlich abgeschlagen hat? Und selbst wenn man annimmt, die Politiker hätten es gemacht, um der Kritik zu entgehen, sie würden in der Krise zuwenig machen - wieso riskieren sie dann so eine wirtschaftliche Schieflage? Die Größenordnung allein der finanziellen Folgeschäden zeigt doch, wie ernst die Politiker das Thema betrachten. Und ich bezweifle einfach, daß man in so einer Verantwortung leichtfertig mit Entscheidungen umgeht.

  • Wenn man dreimal so viele Leute testet, dann gibt es auch dreimal so viele Infizierte.

    Naja, nicht so ganz. Die von Dir angesprochene Tabelle zugrunde gelegt: in KW 12 wurden nicht dreimal so viele Tests durchgeführt, sondern (gerundet) 2,73519 mal so viele. Das ließe nach Deiner Theorie positive Ergebnisse in (gerundet) 20.738 Fällen erwarten, tatsächlich liegt die Fallzahl aber über 3000 Fälle höher (23.820). Die 13. Kalenderwoche endet heute. Mal sehen, welches Verhältnis von Tests und positiven Fällen sie gebracht haben wird.


    Das RKI betonte bislang (soweit ich das in den Pressekonferenzen mibekommen habe), dass der jetzige Stand der Dinge in Deutschland der Beginn einer Epidemie ist. Mir ist es lieber, dass mit entsprechenden Maßnahmen nicht abgewartet wird, bis die Fallzahlen bestätigen, dass wir uns auf dem Höhepunkt einer Epidemie befinden. Flächendeckende Tests wären derzeit sicherlich ein effektiveres Mittel, sowohl absolute und relative Zahlen zur Verfügung zu haben, wie auch Verhaltensmaßnahmen angepasst zu entwickeln und Risikogruppen gezielter zu schützen, sind aufgrund der verfügbaren Kapazitäten aber (noch?) nicht möglich.



    Und da es z.Z. überhaupt keinen medikamenten Schutz gibt, sind solche Aussagen durchaus alarmierend genug.

    So ist es.


    Und ich bezweifle einfach, daß man in so einer Verantwortung leichtfertig mit Entscheidungen umgeht.

    Zumal es Entscheidungen sind, die alle betreffen und so genannte "die da oben" in dieser Hinsicht beruflich und privat das selbe zu leisten und im Verhalten zu verändern und beizutragen haben, wie jede/r andere.


    Was mich mehr umtreibt sind Fragen nach dem, was der fortschreitende Prozess mit Menschen machen wird. Die Zustimmung zu den aktuellen Maßnahmen ist überwältigend groß und noch gehen die meisten Leute mit einem lesitungsstarken Selbstbewusstsein an die Situation heran. Was geschieht damit aber im Laufe des immer größer werdenden Zeitfensters, dessen Rahmen überhaupt noch nicht abgesehen werden kann? Und was verändert es, wenn die nach wie vor für die meisten abstrakte, wenig anschauliche Lage zunehmend mit persönlicher Betroffenheit angereichert wird, die Einschläge näher kommen?


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Wenn man (also nicht ich, ich bin zu blöd dafür, da bloß Theoretiker) von einer durchschnittlichen Kontaktziffer ausgeht und auch davon, daß keinerlei Maßnahmen ergriffen wurden (was ja anfangs auch der Fall war): dann kann man (also nicht ich, weil ...) ganz einfach hochrechnen, wieviele in D befindliche Personen inzwischen mit dem Virus infiziert sein müssten ... die Hochrechnung beginnt dann mit der Annahme, daß mindestens ca. 2-3 Wochen vor Bekanntwerden des ersten Falles in D das Virus seine Zelte aufgeschlagen hat. Alternative: (vgl. verlinkter Artikel oben zum Army-Contest) 2 Monate (! Gnihihi (O-Ton Virus)) vor dem ersten offiziellen Fall. Nun: wer ist dazu in der Lage, dies zu ermitteln? Da braucht man eigentlich garnicht rechnen ...

    Ganz vereinfacht angenommen nach der Schachbrett-Reis-Methode, die jetzt hier im Beispiel voraussetzt, daß lediglich eine Person das Virus eingeschleust hat (Bayern, 28.01.2020) und jeweils nur an eine Person an einem Tag weitergegeben hat und es keinerlei Schutzmaßnahmen gab ... müsste es in der BRD inzwischen 576.460.752.303.423.488 Infizierte geben (ca. 60 Tage seit dem 28.01.2020 = 60. Schachfeld). Das ist schon "etwas" mehr als die gesamte Weltbevölkerung ...


    *hä*


    Dabei müsste man eigentlich davon ausgehen, daß das Virus schon ein paar Tage länger hier sein Unwesen treibt (davon ausgehend, daß das ganze im Dezember 2019 in China startete, womöglich bereits 2 Monate früher in den USA) und die Kontaktziffer höher als 1 ist ... für die zu nennende Zahl reicht das Textfeld hier gar nicht aus.


    Also: irgendetwas stimmt da nicht ...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Ähja, klar, logisch; das muß ich nicht nachlesen. Infizierte können eben nunmal nur durch einen Test identifiziert werden ... (richtet sich nicht gegen Dich). Was nicht gemessen ist, kann nicht in der Statistik stehen ... was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß ...

    Logisch allerdings trotzdem eine wichtige Erkenntnis. Sie steigen poportional aber nicht exponentiell. Nun ja, ich beobachte mit Schrecken, was gerade in unserem Land abläuft, aber das hat nichts mit Covid oder Corona zu tun, sondern mit einer inszenierten Massenpsychose. Das hat auch etwas mit der Verlautbarung und Interpretation von Zahlen zu tun, aber noch viel mehr mit der Rolle der Medien insgesamt. Wenn ich mir die Fernsehnachrichten ansehe, bekomme ich auch Panik. Ich will auch nicht, dass Omi und Opi bzw. Mama und Papa sterben (zumal ich das ja dann selbst bin). Aber leider und damit kann man sich eben auch schwer abfinden, sterben nunmal Menschen und entscheidend ist in dieser Zeiten dann doch wieder eine statistische Erkenntnis, die könnte nämlich dabei helfen, die katastrophenvideodurchseuchte Birne frei zu bekommen (leider bei den meisten hoffnungslos): Es sterben heute nicht mehr Menschen als in dieser Jahreszeit üblich. Da kann man viel erzählen, in Schweden sterben auch nicht mehr Menschen als üblich. Man könnte die Krankenhäuser besser ausstatten, das wäre verdammt wichtig, denn dann würden üblicherweise weniger Menschen sterben und sie würden "besser" sterben, aber dazu leisten wir leider keinen Beitrag, wenn wir uns einreden (lassen), diese Erkältungssaison würde von einem Killervirus gestaltet. Die Zahlen in China, die angebliche Eindämmung, wer ist denn so naiv (Pardon!), das zu glauben, das hat sich doch nicht nur in einer Stadt abgespielt, das ist doch ein Riesenland und jetzt wird es von Italien und Spanien überholt und demnächst wahrscheinlich von Luxemburg.

  • Logisch allerdings trotzdem eine wichtige Erkenntnis. Sie steigen poportional aber nicht exponentiell.

    Die Erkenntnis ist aber doch, daß sich ein exponentielles Wachstum anhand der Statistik nicht beobachten/nachweisen lässt; das heißt aber eben nicht, daß es nicht stattfindet - und genau das tut es aber üblicher Weise bei Viren. Die Betrachtungsweise, derer Du Dich annimmst, hat beruhigende Wirkung. Das ist auch gut so - Panik ist völlig kontraproduktiv.


    Ich rufe nur mal in Erinnerung:

    Mediziner und die Behörden hat es nicht überrascht: Die durch das neue Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit ist auch in Deutschland angekommen, ein erster Fall in Bayern. Die Gefahr, dass sich das Virus bei uns weiter verbreitet, sei aber nach wie vor gering, sagen Fachleute und Gesundheitsbehörden.

    So kann man sich irren - oder eben die Leute beruhigen wollen ...


    Die Messerei ist lediglich eine Sisyphosaufgabe ...


    Interessant und aussagekräftiger ist vielmehr die Relation positiv/negativ - das scheint meine Annahme zu stärken, daß grundsätzlich eh bereits jeder infiziert sein müsste. "Negativ" ist hier, wenn ich dies richtig interpretiere, nicht definitiv, sondern bedeutet lediglich "bisher (noch) nicht positiv". Vielleicht ist mein Wissensstand inzwischen veraltet: aber es wird nur nachgewiesen, daß eine Infektion mit Corona-Viren vorliegt; davon gibt es aber eben sehr viele - seit den 1960er Jahren sind die bekannt ...


    Wenn nun wirklich bereits alle infiziert sind ( = Horrorvision), wäre die Sterblichkeitsrate verschwindend gering ( = äußerst beruhigend).


    Herunterspielen und Panikmache sind also gleichermaßen unangebracht; wir befinden uns inmitten einer Derrick-Folge: "Horst Tappert im Dunkeln". Noch so ein Bonmot, das sich gerade selbst unter Beweis stellt: "Hoffnung ist ein Mangel an Information" - wir können also bloß hoffen.


    ;)

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


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  • Genau, das war eine rhetorische Frage - ich bin ja nur vom 'best case' ausgegangen - und bereits damit müsste mehr als die gesamte Weltbevölkerung bereits infiziert sein. Wenn Du das Schachbrett-Reiskorn-Spiel dahingehend aufnimmst: Feld1 = 1, Feld 2 = 3, Feld 3 = 9, Feld 4 = 27 usw.


    Statt zu verdoppeln verdreifacht sich also die Zahl der Infizierten pro "Feld" ... das macht es nicht besser.


    *sante*

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  • Wenn nun wirklich bereits alle infiziert sind ( = Horrorvision), wäre die Sterblichkeitsrate verschwindend gering ( = äußerst beruhigend).

    Richtig, aber der Weg dorthin ist das Problem - der Shutdown soll verhindern, daß die Infizierung nicht so schnell vonstatten geht. Denn die Kranken verstopfen das System; niemand hat Interesse, eine Auswahl bei den Bettlägerigen zu machen. Das will keiner. Außerdem erhöht es die Überlebenschancen pro Patient, das ist nicht minder wichtig.


    Was China betrifft: wen interessiert das noch? Sie haben den Deckel auf Wuhan drauf und müssen jetzt nur noch darauf achten, daß kein neuer Herd entsteht. Daß es eine Nachrichtensperre gibt, klar - aber intern können sie sich sowas auch nicht leisten, erst recht nicht, weil sie so viele sind.

  • Statt zu verdoppeln verdreifacht sich also die Zahl der Infizierten pro "Feld" ... das macht es nicht besser.

    Das ist halt der Punkt, wenn N halt endlich ist - irgendwann ist die Population durch. Deshalb taugt das Schachfeld-Beispiel so schlecht für so viele Erklärungen, denn es ist prinzipiell ausgelegt, nicht an einer Wirklichkeit.

  • Deshalb taugt das Schachfeld-Beispiel so schlecht für so viele Erklärungen, denn es ist prinzipiell ausgelegt, nicht an einer Wirklichkeit.

    Genau. Ab irgendeinem Punkt muß man dann gleichzeitig die Anzahl der Genesenen (bzw. leider auch Verstorbenen) wieder abziehen ... so etwa vielleicht ab Feld 21 (drei Wochen?) und gleichzeitig ab Feld 14 (z.B.) nur noch verdoppeln oder vereinskommairgendwasfachen (Isolation verringert die Infektionsrate).

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  • Was China betrifft: wen interessiert das noch?

    Och, jede Menge gerade. China wird derzeit geradezu um Hilfe angefleht: Erfahrungswerte, Forschung, Masken, Tests, Impfstoffe, andere Hilfsmittel ...

    Sie haben den Deckel auf Wuhan drauf und müssen jetzt nur noch darauf achten, daß kein neuer Herd entsteht. Daß es eine Nachrichtensperre gibt, klar - aber intern können sie sich sowas auch nicht leisten, erst recht nicht, weil sie so viele sind.

    Eben.

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