Der ultimative EROICA-SmallTalk-endlos-Faden

  • Doch; das ist einfacher zu erfassen. Ansonsten läuft das alles aus dem Ruder und übersteigt die Vorstellungskraft. Als vereinfachtes (deutlich abgeschwächtes) System reicht das erstmal ... oder nicht?

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Es ging um die Kritik einer möglichen verfälschenden Nachrichtenlage aus China; darauf wollte ich hinaus.

    Daran glaube ich ehrlich gesagt in diesem Falle nicht; dort wird inzwischen alles gelockert ... das machen die nicht einfach nur so, weil sie aufgeben oder beruhigen wollen, denn sie sehen ja, was hier in Europa passiert und sind schockiert.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Aber leider und damit kann man sich eben auch schwer abfinden, sterben nunmal Menschen [...] Es sterben heute nicht mehr Menschen als in dieser Jahreszeit üblich. Da kann man viel erzählen, in Schweden sterben auch nicht mehr Menschen als üblich. Man könnte die Krankenhäuser besser ausstatten, das wäre verdammt wichtig, denn dann würden üblicherweise weniger Menschen sterben und sie würden "besser" sterben, aber dazu leisten wir leider keinen Beitrag, wenn wir uns einreden (lassen), diese Erkältungssaison würde von einem Killervirus gestaltet.

    Wer spricht denn davon, dass die besondere Gefahr des aktuell neuen Virus' in der durch ihn hervorgerufenen Mortalitätsrate liege? Wer zeichnet das Bild, sorry, die Bild von einem "Killervirus"? Es geht gesellschaftlich (biografisch ggf. schon) nicht darum, wieviele sterben bzw. irgendwann im Rückblick gestorben sein werden, sondern um die Systembelastung durch ein über die übliche Erkältungssaison hinausgehend hochansteckendes Virus. Die Anzahl der Toten wird, denke ich, ein emotionales und moralisches Thema bleiben, weniger eines mit gesellschaftlichem Impact. Ein Unternehmen, eine Behörde, eine Familie wird über einen Toten in den eigenen Reihen erschüttert sein - bei einem gewissen Prozentsatz an Personen, die zwei Wochen lang aufgrund der Symptomatik gleichzeitig das Bett (oder gar die Intensivstation) hüten müssen, hören sie auf, zu funktionieren. Deshalb spricht das RKI bezüglich COVID-19 von der möglichen Krankheitslast, ein "Killervirus" ist in meinen Augen eine von manchen bekämpfte Windmühle.


    Zwischen Grippe und grippalem Infekt ist zu unterscheiden, ansonsten bekommen irgendwelche Schnupfenvergleiche für mich einen zynischen Ton, der in seiner Absolutheit mindestens ebenso wenig angemessen und hilfreich ist, wie Panik und Schwarzmalerei. Was die Bedrohlichkeit der jährlichen Influenza betrifft, schwanken die Zahlen extrem. Das RKI gibt z.B. für 2012/2013 ca. 30.000 Influenza-bedingte Krankenhauseinweisungen in Deutschland an, für die darauffolgende Saison 2013/2014 ca. 3.000 (beides geschätzte Zahlen, vgl. Josquins Beitrag oben). Dies in einem durchschnittlichen Zeitraum von 8-10 Wochen. Nach Stand 28.03.2020 gibt es 3.906 Krankenhauseinweisungen in Zusammenhang mit COVID-19 (erfasste Fälle seit dem 20.02.2020, wenn ich das richtig verstehe). Ich hoffe, dass es in diesem Bereich bleibt und sich die Schätzungen und Hochrechnungen und Modelle in einem positiven Sinne als falsch erweisen. Aber die Annahme, dass sie falsch sein könnten, ist für mich keine Grundlage, entspannt einer angeblich alljährlichen Grippesaison beizuwohnen.


    *sante*

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Als vereinfachtes (deutlich abgeschwächtes) System reicht das erstmal ... oder nicht?

    Nein, denn es ist nur bedingt zeitabhängig. Die Rate an sich erklärt nur die Ansteckungsgefahr bei Individuen innerhalb einer Population. Der Zeitfaktor steckt verschlüsselt schon drinne.


    Egal, der Punkt ist ohnehin, daß R(0) für normalen Betrieb angedacht ist - durch den Shutdown wird genau diese Rate ausgehebelt, weil der durchschnittlich "normale Kontakt" wenig bis kaum stattfindet.

  • Als vereinfachtes (deutlich abgeschwächtes) System reicht das erstmal ... oder nicht?

    Nein, denn es ist nur bedingt zeitabhängig. Die Rate an sich erklärt nur die Ansteckungsgefahr bei Individuen innerhalb einer Population. Der Zeitfaktor steckt verschlüsselt schon drinne.


    Egal, der Punkt ist ohnehin, daß R(0) für normalen Betrieb angedacht ist - durch den Shutdown wird genau diese Rate ausgehebelt, weil der durchschnittlich "normale Kontakt" wenig bis kaum stattfindet.

    Deswegen bin ich ja von einer stark versimplifizierten 'Was-wäre-wenn'-Situation ausgegangen; natürlich steckt der Zeitfaktor gewissermaßen drin; das 'Feld 2' allein wäre schon wieder in weitere Felder zu unterteilen, deren Felder sich jeweils wieder potenzieren (habe ich das so richtig veranschaulicht?). Aber wenn Du den Faktor auf Null setzt, bleibt das Schachbrett komplett leer ... da es das aber nachweislich nicht ist, muß es einen gewissen Faktor, dessen Größe mir unbekannt ist, geben.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Punkte kann ich dafür nicht vergeben: es ist weder ungeeignet, noch genial - weil: sehr einfach und schützt eben andere = Spuckschutz. Sollte man = alle also tun. Meine werte Frau Mama hat am Wochenende 60 Masken einfacher Art genäht, da sie diesen Auftrag von einer Physiotherapeutin erhalten hat. Ist im Prinzip das gleiche: schützt einen selbst nur bedingt, dafür aber andere (die selbstgenähten Stoffmasken hingegen sind waschbar und wiederverwendbar). Aber auch die Papierdinger: besser als nix! Denn: wenn alle anderen das tragen, bist Du selbst geschützt. So einfach ist das viel belächtelte System aus dem Land des Lächelns.


    Wer zuletzt lächelt, lächelt am besten.

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Da ich Stimmen vernommen habe, daß das C-Thema hier eigentlich nichts verloren hat (dem stimme ich grundsätzlich zu), bitte ich darum, die Diskussion(en) auf das äußerst Notwendige zu beschränken; ich selbst sehe das zwar eher locker und dazugehörig, weil letztendlich alles infiziert ist, jeder Gedanke, jede Handlung, ... man kommt irgendwie immer darauf zurück und an dem Thema nicht vorbei ... aber lasst uns doch hier möglichst über unsere Musik debattieren. Ich habe lange damit gerungen, einen separaten C-Thead zu eröffnen (was eigentlich naheliegt und wie dies in anderen Foren praktiziert wird), möchte aber davon absehen, da auch ICH dieses Wort nicht mehr sehen kann ... und auch ich es nicht in der Übersicht hier sehen mag. Jüngst hatte ich darüber nachgedacht, einen Thread zum Thema 'Musik in Krisenzeiten' zu eröffnen; ein zweischneidiges Schwert - möglicherweise tröstend, möglicherweise provokant: lassen wir es also.


    Dies ist also KEIN Mund- oder Meinungsäußerungsverbot, lediglich eine Bitte an Euch ...


    Ich fühle mich als Betreiber/Inhaber des Forums allerdings dazu verpflichtet und in der Verantwortung, das C-Thema nicht zu negieren und biete daher im Bedarfsfalle auch psychologische Unterstützung per Telefon oder Mail/Chat/PN an.


    Ich möchte jedenfalls nicht, daß das Forum unter dem Thema leidet (zum Glück konnte ich dies bislang nicht feststellen). Ich möchte ebenfalls nicht, daß gerade in Zeiten, in denen das Forum zum Meinungsaustausch über unser gemeinsames Hobby wichtiger ist als je zuvor, um eben das C-Thema beiseite zu schieben - sozusagen als letzter Fluchtwinkel -, gemieden wird. Das wäre mehr als kontraproduktiv.


    Bitte unterlasst daher alle möglichen Anspielungen in den normalen und vor allem öffentlichen Threads; Positionierungen à la AS aus W möchte ich hier definitiv nicht sehen - und diese werden auch vorwarnungslos gelöscht werden. Hier im endless-bla sowie in den personalisierten Blogs sei es weiterhin, sofern dringend erforderlich, erlaubt, das Thema, soweit im (musikalischen) Kontext von Bedeutung, aufzugreifen.


    Ich weiß sicher, ich habe Euer aller Verständnis (mir selbst wird es allein der vielen Wortspiele wegen extrem schwer fallen; ich muss mich selbst massregeln und zurückhalten; sollte ich das nicht tun, fühlt euch durchaus aufgefordert, mir dies in einer PN mitzuteilen).

    *sm*


    Ebenso bitte ich, von Stellungnahmen zu diesem Thema hier abzusehen (Likes ausgenommen); es lässt sich alles via PN klären und ich bin auch bereit, unglückliche Formulierungen zu ändern (kurzer Hinweis per PN genügt bereits).


    Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit, holt das Beste heraus aus der Situation und ich bin sicher: Ihr werdet NICHT als Verlierer daraus hervorgehen.


    Lasst - bitte - EROICA eine Oase der Erholung sein.


    *danke**kiss*


    (BTW bin ich überaus dankbar, daß ich diese Farbe seit Bestehens des Forums nur in ein, zwei Ausnahmefällen habe benutzen müssen). Danke!

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


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