Claviersonaten: Einspielungen integral (opi)

    • Offizieller Beitrag

    Haydn hat irgendwie stets mit vollen Händen ausgeteilt: sei es bei den über 100 Sinfonien, den Barytontrios, Claviertrios und Streichquartetten... auch Claviersonaten gibt es nicht gerade wenige.


    Auf 13 CDs plus BonusCD mit Prosa hat Christine Schornsheim alle Claviersonaten eingespielt:



    Sie bespielt dabei unterschiedliche historische Instrumente vom Cembalo über Clavichord bis Hammerflügel, jenachdem, aus welcher Entstehungszeit die Werke stammen; dieser Umstand sorgt für zauberhafte Abwechslung und sorgfältige Timbrierung der Sonaten.


    Hinzu gesellen sich ein paar vierhändige Werke, bei denen ihr Andreas Staier "zur Hand" geht.


    CD 1bis 3
    Doppelmanualiges Cembalo
    William Dowd / Reinhard von Nagel, Paris 1976
    Zwei 8'-Register, 4'-Register, Laute


    Sonate G-Dur Hob. XVI:8
    Sonate F-Dur Hob. XVI:9
    Sonate D-Dur Hob. XVII:D1
    Sonate C-Dur Hob. XVI:7
    Divertimento D-Dur Hob. XIV:5
    Sonate G-Dur Hob. XVI:G1
    Sonate C-Dur Hob. XVI:10
    Variationen D-Dur Hob. XVII:7


    Sonate Es-Dur Hob. XVI:16
    Sonate C-Dur Hob. XVI:1
    Sonate G-Dur Hob. XVI:11
    Sonate e-moll Hob. XVI:47
    Sonate A-Dur Hob. XVI:5


    Capriccio G-Dur Hob. XVII:1
    Sonate E-Dur Hob. XVI:13
    Sonate D-Dur Hob. XVI:14
    Sonate G-Dur Hob. XVI:6
    Partita F-Dur (2 Cembali) Hob. XVIIa:2


    CD 4
    Bundfreies Clavichord
    Burkhard Zander, Köln 1999, nach Joseph Gottfried Horn, Nickern bei Dresden 1788


    Sonate B-Dur Hob. XVI:2
    Arietta mit 12 Variationen Hob. XVII:3
    Sonate D-Dur Hob. XVI:4
    Sonate A-Dur Hob. XVI:12
    Sonate C-Dur Hob. XVI:3
    Sonate Es-Dur Hob. XVI:45
    Fragment c-moll Hob. XVI:20


    CD 5 und 7
    Doppelmanualiges Cembalo
    Jacob und Abraham Kirckman, London 1777


    Sonate F-Dur Hob. XVI:23
    Sonate D-Dur Hob. XVI:24
    Sonate Es-Dur Hob. XVI:25
    20 Variationen G-Dur Hob. XVII:2
    Fragment D-Dur Hob. deest


    Sonate D-Dur Hob. XVI:19
    Sonate E-Dur Hob. XVI:31
    Sonate A-Dur Hob. XVI:30
    Sonate G-Dur Hob. XVI:27


    CD 6 und 8 bis 11
    Hammerflügel (Fortepiano)
    Louis Dulcken, München 1793


    Sonate As-Dur Hob. XVI:46
    Sonate Es-Dur Hob. XVI:Es3
    Sonate Es-Dur Hob. XVI:Es2
    Sonate D-Dur Hob. XVI:21
    Sonate E-Dur Hob. XVI:22
    Sonate A-Dur Hob. XVI:26


    Sonate C-Dur Hob. XVI:35
    Sonate G-Dur Hob. XVI:39
    Sonate Es-Dur Hob. XVI:38
    Sonate D-Dur Hob. XVI.37
    Sonate cis-moll Hob. XVI:36


    Sonate B-Dur Hob. XVI:41
    Sonate D-Dur Hob. XVI:42
    Sonate G-Dur Hob. XVI:40
    Fantasie C-Dur Hob. XVII:4
    Fragment G-Dur Hob. deest
    Sonate D-Dur Hob. XVI:33
    Sonate D-Dur Hob. XVI:18
    Sonate vierhändig F-Dur Hob. XVIIa:18


    Sonate c-moll Hob. XVI:20
    Sonate As-Dur Hob. XVI:43
    Sonate C-Dur Hob. XVI:48
    Sonate g-moll Hob. XVI:44
    Sonate e-moll Hob. XVI:34


    CD 12 und 13
    Hammerflügel (Grand Piano)
    John Broadwood and Son, London 1804


    Sonate Es-Dur Hob. XVI:49
    Sonate C-Dur Hob. XVI:50
    6 Variationen C-Dur Hob. XVII:5
    4 Variationen nach Hob. III:77


    Sonate Es-Dur Hob. XVI:52
    Sonate D-Dur Hob. XVI:51
    Andante con variazioni f-moll Hob. XVII:6

  • Die wohl erste Gesamteinspielung des Haydnschen Klaviersonaten auf Fortepiano ist dieser Gemeinschaftsprojekt:



    Bart Van Oort, Ursula Dütschler, Stanley Hoogland, Yoshiko Kojima und Riko Fukuda haben (je 2 CDs pro Klavierist insgesamt 10 Scheiben) um 2000 sämtliche Haydn-Sonaten für Brilliant Classics auf Fortepiano eingespielt.


    Benutzt werden hauptsätzlich Walter-Nachbauten, aber auch ein Schanz-Nachbau ein Broadwood und ein Kirckman und verschiedene anonyme Wiener Instrumente kommen zur Verwendung.


    LG
    Tamás
    *castor*

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

    • Offizieller Beitrag

    Auch hier:


  • Der australische Fortepianist und Cembalist Geoffrey Lancaster hat 2010 das Unternehmen gestartet die Sonaten bei Tall Poppies gesamthaftig auf historischen Instrumenten (abwechselnd Stein / Walter aus dem Hause McNulty) einzuspielen.


    Soweit ersichtlich sind bislang vier Vol. erschienen:



    Vol. 1 RD 01.09.2010
    Vol. 2 RD 23.01.2012
    Vol. 3 RD 23.01.2012
    Vol. 4 (RD 31.03.2017) - kein Amazonbild, vgl. stattdessen Prestoclassical


    Eine Besonderheit dieser Aufnahmen besteht darin, dass Lancaster die Sonaten präludiert (jeweils gesonderter Track):


    Zitat

    This series comes with extensive notes by Geoffrey Lancaster and the innovative feature of prefacing every sonata with an improvised prelude. This emulates the practice adopted in Haydn’s time. It’s a settling device, getting you used to key and piano before Haydn enters. In any event these preludes - all playing for less than a minute and most less than 30 seconds - are also separately tracked so you can skip them if you wish. The Preludes related to each sonata are as follows.


    aus: musicweb-international

    • Offizieller Beitrag


    Joseph Haydn

    Sämtliche Klavierwerke

    (Cembalosonaten H16 Nr. 1-4, 6-10, 12-14, 18-42, 44-52; Cembalosonaten H17 Nr. D1 & G1; Capriccios H17 Nr. 1 & 4; Variationen H3 Nr. 77; H17 Nr. 2, 3, 5, 6; Präludium C-Dur; Adagio H15 Nr. 22) Der Cembalist Tom Beghin spielt auf sieben eigens für dieses "Virtual Haydn"-Projekt nachgebauten Instrumenten in neun virtuellen Räumen, die akustisch exakt den Umgebungen entsprechen, in denen Haydn und seine Zeitgenossen die Musik geschrieben und vorgetragen haben. Die DVD enhält die Dokumentation "Playing the Room - The Making of the Virtual Haydn";"7 x 9 Matrix" - Das Andante für eine Spieluhr auf 7 Instrumenten in 9 Räumen (63 Kombinationen) Räume.


    Tom Beghin (Cembalo, Tafelklavier & Clavichord)
    2008


    Dass die Einspielung noch niemand erwähnte ...

  • Dass das Set als "The virtual Haydn" firmiert, hätte mich erstmal eher abgeschreckt, wenn mich nicht der derzeit sehr günstige Preis , verbunden mit der Möglichkeit eine Gesamteinspielung zu erwerben, die die Klangmöglichkeiten unterschiedlicher Instrumente stärker ausnutzt als die Brilliant-Einspielung, so sehr interessiert hätte. Ich kann nicht sagen, wie viel die virtuellen Räume zu der großartigen Wirkung, die diese Einspielung auf mich macht, beitragen. In jedem Fall finde ich das extrem differenzierte Spiel Tom Beghins und sein Ausspielen der klanglichen Möglichkeiten der Instrumente beispielhaft.