BWV 232 - Messe h-moll: Einspielungen (omi)

  • Von den bekannten vier Einspielungen des Werkes dürften diejenigen aus 1955 und 1972 vermutlich noch in den Rundfunkarchiven der Sender schlummern, die die Konzerte übertragen haben.

    Nicht ganz:


    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks vom 09.06.1955 Rundfunkübertragung



    (P) 2006 Gala GL 100.661 (4 CDs) [h-moll - 124:58]
    rec. 09. Juni 1955 (Kongreßsaal des Deutschen Museums, München)


    Elisabeth Grümmer (s)
    Gertrude Pitzinger (a)
    Peter Pears (t)
    Hans Braun (b-bt)
    Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
    D: Eugen Jochum


    Ich hatte hier bereits darüber berichtet.


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    Auch hier drauf:



  • Concertgebouw Orchester vom 05.11.1972 Rundfunkübertragung


    Ist die eigentlich komplett? Laut bach-cantatas soll es nur das Et in spiritum sanctum mit Baß Peter van der Bilt sein; die Jochum-Diskographie hat das Kürzel pt dahinter gelistet. pt = part?

  • Ist die eigentlich komplett?

    Ich vermute, dass dies so ist, jedenfalls was die gesamthafte Aufführung der Messe am 05.11.1972 anbetrifft (eine vollständige Veröffentlichung erfolgte wohl nicht). Hier finde ich eine Rezension aus Nieuwe Leidsche Courant vom 06.11.1972 zu der Veranstaltung vom Vortag. Neben dem Concertgebouw Orchester, dem Niederländischen Rundfunkchor haben die Solisten Agnes Giebel, Julia Hamari, Werner Krenn und Peter van der Bilt mitgewirkt. Das Kürzel "pt"=partly=teilweise bezieht sich wahrscheinlich nur auf die teilweise Veröffentlichung.


    Einen Hörschnipsel zu Et in spiritum sanctum mit Peter van der Bilt findet man hier (Track 106 = CD 6, Track 2).

    • Offizieller Beitrag



    Johann Sebastian Bach

    Messe h-moll BWV 232


    Elly Ameling

    Yvonne Minton

    Helen Watts

    Werner Krenn

    Tom Krause


    Wiener Singakademie

    Stuttgarter Kammerorchester


    Karl Münchinger

    Mai 1970


    Also das ist mir früher gar nicht so aufgefallen, dass gegen Münchinger Richter oder Rilling Waisenknaben sind - so weihevoll, pathetisch und so wiehernd heilig wie opernhaft breit hört man die Messe wirklich selten. Sie veträgt aber auch das.



  • Johann Sebastian Bach

    Messe h-moll, BWV 232


    Agnes Giebel, Sopran, Janet Baker, Mezzosopran, Nicola Gedda, Tenor, Hermann Prey, Bariton, Franz Crass, Bassbariton


    BBC Chorus

    New Philharmonia Orchestra

    Otto Klemperer


    Klemperer spielte die h-moll Messe mit einem knapp 50köpfigen Chor und ebenso großem Orchester ein, weil er der Meinung war, diese Messe solle nur mit solchen Kräften aufgeführt werden, die auch Bach selber erkannt hätte.

    Das Ergebnis ist eine immer noch gewaltige h-moll Messe, die erstaunlich durchhörbar ist und im Detail überraschend "leichtfüßig" daherkommt.

    Klemperer selbst lässt trotz breiter bis breitester Tempi denn Spannungsbogen nicht reißen , weswegen diese Aufnahme mit ihren 136 Minuten äußerst kurzweilig ist.


    Siegfried

    🙂

    • Offizieller Beitrag


    Johann Sebastian Bach

    Messe h-moll BWV 232


    Soprano: Barbara Bonney

    Alto: Angelika Kirchschlager

    Tenor: John Mark Ainsley

    Bass: Alastair Miles


    Tokyo Opera Singers

    Saito Kinen Orchestra

    Seiji Ozawa

    29. August - 4. September 2000 (Naganoken Matsumoto Bunka Kaikan, Japan)


    Kennt jemand diese Aufnahme und kann darüber kurz etwas sagen?

  • Für all Diejenigen, die von dieser Meßvertonung nicht genug bekommen können (Max?), mit anderen Worten davon total angefixt sind, hier eine Neuerscheinung, wahrscheinlich in *omi*. Ich habe das jetzt nicht näher überprüft, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.



    Gerlinde Sämann (<3<3<3<3), Britta Schwarz, Henriette Gödde, Falk Hoffmann, Andreas Scheibner, Collegium Vocale Leipzig, Merseburger Hofmusik, Michael Schönheit

    Offenbar habe ich mich geirrt.


    "Die „Merseburger Hofmusik“ wurde 1998 gegründet. Musiker aus dem Gewandhausorchester Leipzig und freischaffende Spezialisten fanden sich unter der künstlerischen Leitung von Michael Schönheit zusammen, um auf historischen Instrumenten Barockmusik des mitteldeutschen Raumes zum Klingen zu bringen."


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