Viele (Ge) Schichten - oder: Von der Vielschichtigkeit eines Werkes

  • Ich vermute ich verwende das Wort "Denken" eingeschränkter, als du. Das Wahrnehmen der Sinnes- und inneren Eindrücke ist für mich ein selbständiger Prozess, während ich Denken für dessen Ver- und Bearbetung verwende.


    Ich vemute du verwendest das Wort "Denken" mehr allgemein auf Bewusstseinsprozesse, als ich.


    Das mag wohl sein, dass wir das Wort Denken unterschiedlich verwenden. Sinneseindrcke sind das eine. Diese zu filtern und mittels Begriffen ins Bewusstsein zu heben ist aus meiner Sicht ein Akt des Denkens. Wenn du es als Wahrnehmung bezeichnest, kann ich dir da durchaus folgen, nur kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein Prozess anders als durch Denken vollzogen werden könnte. Sinneseindrücke + Denken = Wahrnehmung. Auch an der Wahrnehmung unseres Bewusstsein, unseres Ich ist insofern das Denken für mich zwingend beteiligt, allerdings bedeutet das nicht, dass ich das Bewusstsein und das Ich mit dem Denken gleichsetzen würde. Nach wie vor verstehe ich nicht und meine auch keinen Erklärungsansatz vernommen zu haben, durch welches Organ oder welche Instanz ("selbständiger Prozess" klingt für mich sehr vage) die "Sinnes- und inneren Eindrücke" wahrgenommen werden sollten, wenn nicht durch das Denken...


    Aber das muss ich ja glücklicherweise auch nicht verstehen. In jedem Fall danke für den sehr interessanten Gedankenaustausch, der mich zu vielschichtigen Denkoperationen anregt.


    LG
    :wink:

  • Nach wie vor verstehe ich nicht und meine auch keinen Erklärungsansatz vernommen zu haben, durch welches Organ oder welche Instanz ("selbständiger Prozess" klingt für mich sehr vage) die "Sinnes- und inneren Eindrücke" wahrgenommen werden sollten, wenn nicht durch das Denken...


    Durch die Wahrnehmung? :D


    Mit Wahrnehmung bezeichne ich, dass ich z.B. überhaupt sehe (vage formuliert, dass es also vor mir ein Bild entsteht). Das ich erkenne, WAS ich sehe, das ist schon Denken.


    Aber diese Wahrnehmung bezieht sich nicht nur auf die Eindrücke der Sinnesorgane im Bewusstsein, sondern auch auf die "inneren Eindrücke" - also Gefühle, Gedanken, Erinnerungen. Alle sind ja Bewusstseinsinhalte.


    Wenn du so willst, ein (immaterielles) Bewusstseinsorgan, der die Bewusstseinsinhalte erlebbar macht.


    LG
    Tamás
    :wink:

    Alle Wege führen zum Bach,
    .................................... wo der kleine Biber lebt!

  • (immaterielles) Bewusstseinsorgan


    Cool. Wir sind soweit d'accord, nur dass ich dieses 'immaterielle Bewusstseinsorgan' in Ermangelung eines anderen mir vorstellbar und plausibel erscheinenden als Denken bezeichne. Und dass ich aus diesem Umstand andere Schlussfolgerungen ziehe, da ich mich vermöge meines Denkens nicht für "eingeschlossen" in meiner Wahrnehmung halte.


    :wink:


  • Cool. Wir sind soweit d'accord, nur dass ich dieses 'immaterielle Bewusstseinsorgan' in Ermangelung eines anderen mir vorstellbar und plausibel erscheinenden als Denken bezeichne. Und dass ich aus diesem Umstand andere Schlussfolgerungen ziehe, da ich mich vermöge meines Denkens nicht für "eingeschlossen" in meiner Wahrnehmung halte.


    :wink:


    Akzeptiere ich! *yepp*


    Ich finde meinen "Schlupfloch", in dem ich Berkley folge, und mein Bewustsein innerhalb eines absoluten Bewusstseins vorstelle, das ich als Gott erkenne. Er macht es dann möglich, dass wir alle - zwar eingeschlossen in unsere eigene Welt - doch zueinander finden können. Wie auch jetzt. ;)


    LG
    Tamás
    :wink:

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