Klaviertrios: Einspielungen (omi)

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    Klaviertrio B-Dur op. 1
    Grand Nocturne für Klavier, Violine und Violincello D-Dur


    Kassai Trio


    Einer der seltenen Ausnahmefälle, wo ich sogar mit *omi* klarkomme... ganz große Musik und herausragende Interpreten:


    István Kassai, Klavier
    Lella Rásonyi, Violine
    Judit Kiss-Domonkos, Violoncello


    Booklet online

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    Zitat

    Neben dem Klaviertrio ist das fünfsätzige Grand Nocturne Mosonyis bedeutendstes Werk für diese Besetzung.


    ...meint jedenfalls der Bookletautor (Link s.o.) und überlässt die Begründung der Phantasie des Lesers; mir persönlich gefällt das perlende Klaviertrio B-Dur wesentlich besser. Zwar hat es auch eine Prise Caféhausgalanterie (wie ich es mag), aber im (auch als Serenade firmierenden) Grand Nocturne ist mir zu viel Sahne und Schokostreusel... die Serenade hat auch durchaus hübsche Geschmacksnoten (ich mag besonders jene, bei denen das Violoncello zartschmelzend im Vordergrund steht), aber insgesamt halte ich das "echte" Trio für bedeutender, weil es sich ganz in die Werke der "Romantik in progress" integriert: etwas Farrenc, etwas Schumann, nichts mehr von Haydn (wie z.B. bei den Streichquartetten). Und keine Spur von ungefährlicher Oberflächlichkeit, die ich leider dem Grand Nocturne attestieren muß.


    Das B-Dur-Trio wurde zu Beginn der 1840er Jahre komponiert und 1845 als op. 1 veröffentlicht, etwa 10 bis 15 Jahre vor Smetanas g-moll-Trio also, Farrencs Klaviertrios entstanden zwischen 1840 und 1855.


    Eine schöne und gern zu hörende Ergänzung also zum "Mainstream" (sofern man in diesem Genre davon zu sprechen wagt...)