Gelesen (und am Lesen am dran sein am tun...)


  • Oswald Spengler

    Ich beneide jeden, der lebt Die Aufzeichnungen "Eis heauton" aus dem Nachlaß


    Schock um Schock: Das ist mehr als ein te fabula narratur - der da schreibt, bin ich; jedes Wort, jedes Gefühl, jede Abneigung, jede Angst. Ego sum OS. Nur dass er ein Genie ist und ich bin gar nichts.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Kristen Roupenian

    Cat Person. Storys


    In irgendeiner Literatursendung besprach man das Buch, das schon lange vorher im Netz für Furore sorgte, und ich glaube, Tingler meinte, es sei interessant, aber doch unkünstlerisch und hier eigentlich falsch. Dem Urteil kann ich mich nur mit Blick auf die Sprache anschließen, thematisch und kompositorisch finde ich die Geschichten sehr gelungen und vor allem extrem berührend. So als ob jemand mit den Fingernägeln die Tafel entlangschrammt, seit Kafka habe ich mich nicht mehr so unwohl gefühlt bei einer Lektüre.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Gabriel Katz

    Der Klavierspieler vom Gare du Nord


    Ein derart grottenschlechtes Buch habe ich lange nicht gelesen, die stümperhafte Handhabung der Prosamittel, die leere Sprache und die totale Unfähigkeit, Musik zu verbalisieren. Finger weg, vielleicht ist ja der Film besser.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Ferdinand von Schirach

    Kaffee und Zigaretten


    Ein glänzend geschriebenes, berührendes kleines Buch. Ich mochte seine bisherigen Bücher nicht wirklich, aber das hier liegt mir in seiner Ehrlichkeit und seinem Künstlertum am Herzen.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

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    Rolf Peter Sieferle

    Die Konservative Revolution Fünf biographische Skizzen (Werkausgabe 3)


    Dieses Buch ist von einer so stupenden Gelehrsamkeit und stilistischen Brillianz, dass mir ein Rätsel bliebt; wie es mir 25 Jahre verborgen bleiben konnte. Na gut, ein Rätsel nicht; auch Nietzsche wollte niemand lesen ...

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Ich hingegen mag seine vorherigen Bücher sehr, insbesondere ,,Verbrechen", ,,Schuld" und ,,Strafe". Auch die haben zugegeben ein paar schwache Storys, aber in einigen ist es ihm gelungen, diese einzigartige Mischung aus existenzieller Emotion und Lakonik , wie sie nur der Strafjustiz eigen ist und ich sie seit über 25 Jahren regelmäßig erlebe, abzubilden.


    Es sei exemplarisch mal nur auf ,,Fähner" aus dem ersten Band verwiesen

    Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.


    Marie von Ebner- Eschenbach

  • diese einzigartige Mischung aus existenzieller Emotion und Lakonik , wie sie nur der Strafjustiz eigen ist und ich sie seit über 25 Jahren regelmäßig erlebe, abzubilden.

    Das ist natürlich richtig. Bei mir ist es sicher das Problem, dass ich mir über die menschliche Natur nie Illusionen gemacht habe und wusste, wozu jeder Mensch fähig ist unter bestimmten Umständen. Daher wirken die "Schockmomente" bei mir nicht und da bleiben neben dem Inhalt nur noch Sprache und Form und da konnte ich oft nur mit den Achseln zucken. Überdies ist die literarische Tradition des Pitaval alt, ich las früher Feuerbach, Hitzig-Alexis, Kaul (TV); da muss man erstmal anknüpfen können stilistisch.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Na, ich meine etwas anderes, was man Justitia von außen nicht ansehen kann. Es geht mir um das WIE der Verarbeitung menschlicher Taten. Es geht mir um die Stimmung, die sich in längeren Verhandlungen einstellt- da wird das existenzielle Drama der beteiligten Menschen oft so kleingliedrig zerlegt, dass die große Emotion manchmal bis fast gegen null sinkt.

    Ich meine das gar nicht kritisch- dies ist wahrscheinlich sogar die Voraussetzung für ein faires modernes Strafverfahren ohne den Ruch von Lynchjustiz.

    Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.


    Marie von Ebner- Eschenbach

  • ...

    Was hat der Max denn da nun schon wieder gelöscht? Einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus dem juristischen Alltag? Ein Schirach-Bashing? Oder gar einen Verweis auf dessen Opa? :wink::)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • vielleicht habe ich möglicherweise einfach keine Lust mehr.
    *hmmm*


    Muss ich mir Sorgen machen, lieber Max?

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

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    Georg Forster

    Ansichten vom Niederrhein, von Brabant, Flandern, Holland, England und Frankreich, im April, Mai und Junius 1790

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

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    Thomas Valentin

    Grabbes letzter Sommer


    Mal wieder ...

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793



  • Thomas Willmann
    Das finstere Tal


    Die Vorlage hierzu: Jetzt auf den Augen - Filme (2019)


    Da bin ich baff! Der Film war schon gut; aber das Buch verwendet eine Sprache so gut wie das 19. Jahrhundert ohne altbacken zu wirken. Ganz groß! :jubel:

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Cormac McCarthy

    Die Abendröte im Westen


    Das Buch macht einen schaudern - unglaubliche Literatur, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Die Lakonik des Teufels; nicht zur Nachtruhe geeignet ...

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Cormac McCarthys Beschreibung des Richters in diesem Roman erinnert mich an die Mephistodarstellung Gründgens, weswegen ich die These aufstellen, dass dieses Buch beschreibt, was Mephisto so getrieben hat, nachdem ihm Faust durch die Lappen gegangen war: nämlich völlig uneingeschränkt seine wahrhaft böse dämonische Natur auszuleben.



  • Ich mag Durs Grünbein schon immer und halte ihn mit Ulrich Greiner für einen der bedeutendsten deutschsprachigen Poeten der Gegenwart; gerade weil er es schafft, Bildung und Poesie zu vereinen, wie es vor ihm nur wenige vermochten.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793