Gelesen (und am Lesen am dran sein am tun...)


  • Oswald Spengler

    Ich beneide jeden, der lebt Die Aufzeichnungen "Eis heauton" aus dem Nachlaß


    Schock um Schock: Das ist mehr als ein te fabula narratur - der da schreibt, bin ich; jedes Wort, jedes Gefühl, jede Abneigung, jede Angst. Ego sum OS. Nur dass er ein Genie ist und ich bin gar nichts.

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)


  • Kristen Roupenian

    Cat Person. Storys


    In irgendeiner Literatursendung besprach man das Buch, das schon lange vorher im Netz für Furore sorgte, und ich glaube, Tingler meinte, es sei interessant, aber doch unkünstlerisch und hier eigentlich falsch. Dem Urteil kann ich mich nur mit Blick auf die Sprache anschließen, thematisch und kompositorisch finde ich die Geschichten sehr gelungen und vor allem extrem berührend. So als ob jemand mit den Fingernägeln die Tafel entlangschrammt, seit Kafka habe ich mich nicht mehr so unwohl gefühlt bei einer Lektüre.

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)


  • Gabriel Katz

    Der Klavierspieler vom Gare du Nord


    Ein derart grottenschlechtes Buch habe ich lange nicht gelesen, die stümperhafte Handhabung der Prosamittel, die leere Sprache und die totale Unfähigkeit, Musik zu verbalisieren. Finger weg, vielleicht ist ja der Film besser.

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)


  • Ferdinand von Schirach

    Kaffee und Zigaretten


    Ein glänzend geschriebenes, berührendes kleines Buch. Ich mochte seine bisherigen Bücher nicht wirklich, aber das hier liegt mir in seiner Ehrlichkeit und seinem Künstlertum am Herzen.

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

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    Rolf Peter Sieferle

    Die Konservative Revolution Fünf biographische Skizzen (Werkausgabe 3)


    Dieses Buch ist von einer so stupenden Gelehrsamkeit und stilistischen Brillianz, dass mir ein Rätsel bliebt; wie es mir 25 Jahre verborgen bleiben konnte. Na gut, ein Rätsel nicht; auch Nietzsche wollte niemand lesen ...

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

  • Ich hingegen mag seine vorherigen Bücher sehr, insbesondere ,,Verbrechen", ,,Schuld" und ,,Strafe". Auch die haben zugegeben ein paar schwache Storys, aber in einigen ist es ihm gelungen, diese einzigartige Mischung aus existenzieller Emotion und Lakonik , wie sie nur der Strafjustiz eigen ist und ich sie seit über 25 Jahren regelmäßig erlebe, abzubilden.


    Es sei exemplarisch mal nur auf ,,Fähner" aus dem ersten Band verwiesen

    Alltag ist die gleichzeitige Abwesenheit von Weihnachten, großer Liebe und Krieg.

    Max Goldt

  • diese einzigartige Mischung aus existenzieller Emotion und Lakonik , wie sie nur der Strafjustiz eigen ist und ich sie seit über 25 Jahren regelmäßig erlebe, abzubilden.

    Das ist natürlich richtig. Bei mir ist es sicher das Problem, dass ich mir über die menschliche Natur nie Illusionen gemacht habe und wusste, wozu jeder Mensch fähig ist unter bestimmten Umständen. Daher wirken die "Schockmomente" bei mir nicht und da bleiben neben dem Inhalt nur noch Sprache und Form und da konnte ich oft nur mit den Achseln zucken. Überdies ist die literarische Tradition des Pitaval alt, ich las früher Feuerbach, Hitzig-Alexis, Kaul (TV); da muss man erstmal anknüpfen können stilistisch.

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

  • Na, ich meine etwas anderes, was man Justitia von außen nicht ansehen kann. Es geht mir um das WIE der Verarbeitung menschlicher Taten. Es geht mir um die Stimmung, die sich in längeren Verhandlungen einstellt- da wird das existenzielle Drama der beteiligten Menschen oft so kleingliedrig zerlegt, dass die große Emotion manchmal bis fast gegen null sinkt.

    Ich meine das gar nicht kritisch- dies ist wahrscheinlich sogar die Voraussetzung für ein faires modernes Strafverfahren ohne den Ruch von Lynchjustiz.

    Alltag ist die gleichzeitige Abwesenheit von Weihnachten, großer Liebe und Krieg.

    Max Goldt

  • ...

    Was hat der Max denn da nun schon wieder gelöscht? Einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus dem juristischen Alltag? Ein Schirach-Bashing? Oder gar einen Verweis auf dessen Opa? :wink::)

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

  • vielleicht habe ich möglicherweise einfach keine Lust mehr.
    *hmmm*


    Muss ich mir Sorgen machen, lieber Max?

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)