Gelesen (und am Lesen am dran sein am tun...)

  • Und ab und zu höre ich zwischen seinen Zeilen den ,,Soundtrack meiner Jugend" und gib's zu ,lieber Freund, das berührt uns alte Säcke doch immer, oder nicht...?*sante*

    Ich wünschte, ich könnte sagen; ich hätte nie eine Jugend gehabt, wäre erst Kind gewesen und dann gleich Greis; eigentlich schon alt wie die Welt, als ich zu ihr kam. Aber irgendwann zwischen meinem ersten Samenerguss und der Erkenntnis, dass alles sinnlos ist hinieden, muss ich wohl auch mal jung gewesen sein, ganz kurz jedenfalls.

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • Ich weiss nur zu gut was Du meinst...!

    Nach behüteter Kindheit wurde ich ein ,,alter Junge"

    Insbesondere die Leichtigkeit und die Unsterblichkeit der Jugend habe ich nur als Beobachter bei anderen erlebt...

    Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.


    Marie von Ebner- Eschenbach


  • Young-Ha Kim

    Aufzeichnungen eines Serienmörders


    Meine Frau bekam das Buch geschenkt, ich las es so zwischendurch und war auch hier trotz einiger Vorbehalte gefesselt. Nur das Ende machte mich ein wenig wütend, weil hier der Autor es sich doch zu einfach machte und neben dem entscheidenden Plot die Demenz instrumentalisiert, um seine erzählerische Linie zum Finale hin nicht überzeugender aufzulösen zu müssen.

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )