Gelesen (und am Lesen am dran sein am tun...)

  • Und ab und zu höre ich zwischen seinen Zeilen den ,,Soundtrack meiner Jugend" und gib's zu ,lieber Freund, das berührt uns alte Säcke doch immer, oder nicht...?*sante*

    Ich wünschte, ich könnte sagen; ich hätte nie eine Jugend gehabt, wäre erst Kind gewesen und dann gleich Greis; eigentlich schon alt wie die Welt, als ich zu ihr kam. Aber irgendwann zwischen meinem ersten Samenerguss und der Erkenntnis, dass alles sinnlos ist hinieden, muss ich wohl auch mal jung gewesen sein, ganz kurz jedenfalls.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Ich weiss nur zu gut was Du meinst...!

    Nach behüteter Kindheit wurde ich ein ,,alter Junge"

    Insbesondere die Leichtigkeit und die Unsterblichkeit der Jugend habe ich nur als Beobachter bei anderen erlebt...

    Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.


    Marie von Ebner- Eschenbach


  • Young-Ha Kim

    Aufzeichnungen eines Serienmörders


    Meine Frau bekam das Buch geschenkt, ich las es so zwischendurch und war auch hier trotz einiger Vorbehalte gefesselt. Nur das Ende machte mich ein wenig wütend, weil hier der Autor es sich doch zu einfach machte und neben dem entscheidenden Plot die Demenz instrumentalisiert, um seine erzählerische Linie zum Finale hin nicht überzeugender aufzulösen zu müssen.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Isaac Bashevis Singer

    Der Golem. Eine Legende


    Kafka, Meyrink, Singer, Scholem, Buber - die Liste meiner literarischen jüdischen Lieblinge ist noch länger und seit Schuders Gelbem Fleck tränen mir die Augen, wenn das Auserwählte Volk mal wieder zum Schlachten auserwählt wurde. Gleichzeitig war ich immer voller Zorn, dass es sich nicht wehrte. Da kommt der Golem gerade recht ...

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Isaac Bashevis Singer

    Die Gefilde des Himmels: Eine Geschichte vom Baalschem Tow


    Seit ich denken kann, habe ich die Aschkenasim den Sepharden vorgezogen und schon immer eine Schwäche für den

    Chassidismus gehabt, nicht erst seit Ecos Pendel. Für einen ostzonalen Atheisten schon merkwürdig, zumal mir ja die christliche Mystik näher stehen sollte als die jüdische; denn Thomas a Kempis, die Theologia teutsch, Johannes Tauler, Meister Eckhart, Heinrich Seuse, Valentin Weigel, Sebastian Franck, Jakob Böhme, Kaspar Schwenckfeld und Nikolaus Ludwig von Zinzendorf habe ich alle gelesen und dürfte wohl der einzige auf Gottes weiter Welt sein, der tatsächlich Philipp Jacob Speners „Pia Desideria oder Herzliches Verlangen nach gottgefälliger Besserung der wahren evangelischen Kirche“ (1675) vollständig studierte, von Johann Arndts „Vier Bücher vom wahren Christentum“ (1610) ganz zu schweigen. Aber während mich die katholische Mystik noch immer inspiriert, stehe ich dem Pietismus fremdelnd gegenüber.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Hannelore Cayre

    Die Alte


    Bedingungslos zu empfehlen; eine ebenso unterhaltsame wie bittere Satire auf Frankreichs Gesellschaft im Gewand eines Bildungs- und Dealerromans. Man weiß so wenig über andere Länder; zuletzt las ich ein koreanisches, ein nordirisches und nun ein französisches Buch - welch Glück, in der BRD leben zu dürfen.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Martin Luther

    Tischreden


    Was für ein Labsal für die geschundene Aufsatzseele - der vor und neben Nietzsche größte Meister der deutschen Sprache zwar nur als Wiedergabe; aber auch das reicht locker hin, sich zu ergötzen ...

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Aus den gleichen Gründen wie hier liegen bei mir derzeit diese Bücher mit Werken Mark Twains oben auf.



    Collected Tales, Sketches, Speeches, and Essays Vol. 1 1852-1890




    A Tramp Abroad, Following the Equator, Other Travels


    *sante*


    The Innocents Abroad, Roughing It




    Life on the Mississippi



    Dass Twain Europa bereist und darüber geschrieben hat, war mir zuvor nicht geläufig - lieber Uli: im Anhang von "A Tramp Abroad" (und auch separat zu haben) befindet sich der aus englischsprachiger Sicht das Deutsche reflektierende Essay "The Awful German Language", der, so Du ihn noch nicht kennst, Dich sehr interessieren könnte!

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)


  • Gunnar Heinsohn

    Wettkampf um die Klugen. Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen


    Ein großes kleines Buch, das es auf den Punkt bringt. :jubel::jubel::jubel:

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Marjana Gaponenko

    Der Dorfgescheite. Ein Bibliothekarsroman


    Ein wenig zu gewollt, zu manieriert, zu gesucht in den Wendungen; aber immer wieder mit köstlichen Stellen.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793