Gehörbucht


  • Wolfgang Koeppen

    Das Treibhaus


    Alle Bemühungen von AS oder MRR haben nichts genützt, dieser große Schrifsteller ist vergessen; dabei zählt er zu dem halben Dutzend wirklich Großer (WK, AS, HEN, GG, PH, WH) der alten BRD.

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)



  • Hieraus:



    Brigitte Reimann

    Ich bedaure nichts. Tagebücher 1955-1963


    Was für eine Frau!

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)


  • Klaus Mann

    Der Wendepunkt. Ein Lebensbericht: Lesung mit Ulrich Noethen


    :jubel::jubel::jubel:

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)


  • Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand. Starke Stimmen. Brigitte Hörbuch-Edition 2, 4 CDs

    Johanna Wokalek (Sprecher)


    Die ersten beiden CDs, ganz großes Ohrenkino, die Wokalek macht das großartig. Und was für ein Roman!

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)

  • Kürzlich - kein Hörbuch sondern ein Hörspiel, nämlich dieses:




    Mögliche Begegnung der Herren Bach und Händel im Jahre 1747, ein Hörspiel von Paul Barz, R. Heinz Wilhelm Schwarz, WDR 1985 (57'02).


    Was hätten sich Bach und Händel wohl zu erzählen gehabt, wenn Sie sich im realen Leben tatsächlich begegnet wären - mit Martin Benrath (Händel), Rolf Boysen (Bach) und Karl Lieffen (Schmidt - Händels Faktotum).


    "In seinem Hörspiel führt Paul Barz die beiden Männer zusammen. Ein Spiel mit der Wahrscheinlichkeit, mit Verhaltensmustern, mit einer Utopie enthüllt dem Hörer 'Möglichkeiten einer Sternstunde', die so nie stattgefunden hat. Zwei Titanen der Musik begegnen sich auf recht menschliche Art und Weise. Das Hallelujah aus Händels 'Messias' dröhnt im Hintergrund, vom Kollegen Bach fachmännisch beseufzt: 'Wieder viel zu laut ...'"


    Zitat



  • Meine Geschichte: Zeitzeugen erzählen - 100 Jahre Deutschland

    13 CDs, ca. 894 Minuten


    Bei mir über Audible, höre ich meist vor dem Einschlafen. Dementsprechend komme ich langsam voran, befinde mich jetzt nach Ende des 1. Weltkriegs. Und bekomme genau, was ich erhofft hatte und darüber hinaus mehr.


    Das Ganze besteht ausschließlich aus O-Tönen sich erinnernder Menschen, manchmal einzelne Sätze, oft längere zusammenhängende Anekdoten, Reflexionen, zusammenfassende Zeitbilder, konkrete Einzelsituationen. Unterschiedliche Milieus, unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Sichtweisen. Keine redaktionellen Kommentare, aber eine Montage, die sich am chronologischen Fortlauf orientiert und um Themen zentriert und in der sich die einzelnen Stimmen ergänzen, manchmal auch voneinander abgrenzen oder gar widersprechen. Die ältesten Stimmen sind gerade noch am Ende des 19. Jahrhunderts oder um die Jahrhundertwende geboren. Manches ist ganz persönliche, eigentlich private Biografie, manches ist ein Abbild größerer sozialer Perspektive. Das ergibt wunderbar authentische Einblicke, bei denen die Bedeutung von Kaisers Geburtstag zu den frühesten Erinnerungen zählt. Armut, Glaube, Schule, Vaterrollen, Kriegsbegeisterung, Berufswahl, Medien, Politik, Weltwirtschaftskrise, Jugendbewegung (sie nennen sich selber "Jugendbewegte", kannte ich so noch nicht) - und dabei bin ich ja nichtmal bei einem Viertel dieser 100 Jahre angelangt. Vierzehn belebtere Geschichtsstunden gibt es wohl kaum. Herrlich dann auch, dass eine der dokumentierten Damen offensichtlich ihre Kindheit in meinem Stadtteil erlebt hat. Kann ich sehr gerne jedem empfehlen, der ein wenig nachspüren möchte, woher wir und unsere jetzige Welt kommen. Der Weg war weit.

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Aber nicht neu, siehe Das Echolot von Walter Kempowski, neuerdings ja auch im TV als Format etabliert.

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)

  • Aber nicht neu, siehe Das Echolot von Walter Kempowski, neuerdings ja auch im TV als Format etabliert.

    Warum "aber"? Klingt als gebe das Projekt vor, etwas ganz Neues zu machen, oder als müsste es das. Kempowskis Collage, die auch ihr Vorbild hat, ist eine literarische, auch deutlich literarisch-gestalteter, diese hier eine aus Tondokumenten, und auch das ist selbstverständlich nicht neu.

    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)

  • Machst du den Deutobald Symbolizetti Alegoriowitsch Mystifizinsky? :) Ich habe mir beim "aber" nüscht gedacht, weder partikelmäßig noch adverbial oder konjunktional. :wink: Natürlich gibt es nichts Neues unter der Sonne, in der Kultur- und Geistesgeschichte schon gar nicht. *yes* Ich bin froh über jedes intelligente Format und wollte lediglich auf Vorläufer hinweisen.

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)