BWV 806-811 - Englische Suiten: Einspielungen (opi)

  • Ich kenne nur die Einspielungen aus der Bach-Edition und hoffe auf weitere Tipps.


    Bob van Asperen (Cembalo)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Auch hier Näheres zur obigen Aufnahme:


    Bob van Asperen (2000)


    (P) 2000 Brilliant Classics [140:07]
    rec. 20.-22. September & 02.-04. November 1999 (Maria Minor, Utrecht)


    Bob van Asperen
    [Cembalo: Michael Johnson (Fontmell Magna 1979) - nach Goermans & Taskin (Paris 1764)]


    Es ist eine lebendige Darstellung: schnell, virtuos, forsches gleichmäßiges Tempo, mit einem Gespür für die Polyphonie, die immer durchscheint. Das Instrument klingt besonders schön, mit einer sanften Mitte und im Tutti nie aggressiv. Toll! :thumbsup:



    jd :wink:

  • Hier wäre ich für weitere Tipps dankbar.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Tschabrendeki mag die Partiten mit Egarr. Insoweit teilt er mit,


    "Egarr versteht es gut sowohl die tänzerische, wie auch die virtuos-musikalische Seite der Stücke hervorzuheben, ohne das es forciert erscheint. Stattdessen scheint da eine Leichtigkeit durch, was mir sehr gefällt. Egarr wird langsam mein Lieblings-Bachinterpret"


    Da er auch die Englischen Suiten mit Egarr kennt, bezieht sich sein Urteil vermutlich auch auf diese Werkgruppe.


    Ansonsten sollte ich vielleicht einmal darüber nachdenken, was ich so an opi-Aufnahmen mag - Leonhardt (Sony/Seon)?, Salenki?, Jaccottet? Dreyfus? Curtis?


    Richtig scharf bin ich ja auf die Einspielung mit John Paul (Lautenclavier).


    JD mag wohl u.a. Pierre Hantai.   


    Travinius ist von Rousset angetan.


    BTW, hat denn Ton Koopman die Suiten nie eingespielt? Gefunden habe ich leider nichts. Das hätte doch ohne Zweifel in sein Beuteschema gepasst.

  • Vorab, ich kenne diese Aufnahme der Englischen Suiten mit Peter Watchorn nicht:


    rec. 10/1997


    Zu dieser Produktion lassen sich, wie ich finde, sehr bemerkenswerte Hinweise/Erklärungen des Interpreten zur historischen Registrierungspraxis, zur Artikulation, zur rhythmischen Gestaltung, zu Tempofragen auf der von Jan Hanford betriebenen Seite JSBach.org, die leider schon seit Jahren nicht mehr gepflegt wird, finden. Peter Watchorn sah sich offenbar veranlasst ausführlich Stellung zu nehmen, nachdem an seiner Aufnahme auf dieser Plattform kein gutes Haar gelassen wurde. Dort war die Rede von abgehackter Artikulation, übermäßiger und damit störender Verwendung des 4'-Registers, von schleppenden Rhythmen. Watchorn argumentiert sehr freundlich und sachlich.


    englisch / deutsch (via Google-Translate, :-|)


    Harpsichord after Benoist Stehlin, 1760 (Smithsonian Institution, Washington, DC) by Walter and Berta Burr, Hoosick, NY.

  • BTW, hat denn Ton Koopman die Suiten nie eingespielt? Gefunden habe ich leider nichts. Das hätte doch ohne Zweifel in sein Beuteschema gepasst.

    Nein, Ton Koopman hat keine Aufnahme der Englischen Suiten gemacht (siehe hier). 2x Französischen Suiten, WTC I&II, GV usw., aber nix mit 806-811.

    Ansonsten sollte ich vielleicht einmal darüber nachdenken, was ich so an opi-Aufnahmen mag - Leonhardt (Sony/Seon)?, Salenki?, Jaccottet? Dreyfus? Curtis?

    Ich habe neben obigen van Asperen noch:

    • Leonhardt (Seon)
    • Jaccottet (Intercord)

    Müßte ich beide nochmals hören, aber pauschal gesagt kann man mit beiden nichts falschmachen... *yes*

    • Leonhardt (Seon)

    Du meinst die hier?



    Ist die identisch mit



    91nFBtqlXfL._SL300_.jpg51EO-zndy4L.jpg

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

    • Jaccottet (Intercord)

    51fywcwTH-L.jpg


    Auch hier?



    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Oberlehrer Max. 8-)*lol*:love:


    Die spätere ist wohl wieselflinker. Aber warum, keine Ahnung.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Das wäre ja meine erste Vermutung gewesen, aber das schien mir zu leicht. 8-) JD kennt wohl nur die frühere Einspielung, kennst du beide?

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Ja.

    Und? Wie empfindest du die Unterschiede? Oder verbietet sich hier ein Vergleich wegen der unterschiedlichen Längen?

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Leonhardt ist aus meiner Sicht über jeden Verdacht, dass er einfachmal so geschludert hätte, erhaben. Der Vorteil der Wiederholungen besteht ja gerade darin, dass man durch Registrierungsänderungen oder ggf. Manualwechsel, wenn ein zweimanualiges Instrument verwendet wird, etwas Abwechselung, oder gehobener formuliert, Klangfarbenänderungen in sein Spiel einbringen kann. Insoweit mag ich die erste Aufnahme sehr, möchte die zweite aber nicht missen.