Empfehlenswerte Aufnahmen des Bachischen Orgelwerkes: Einzel-, Teil- oder Gesamtaufnahmen


  • (P) 2004 Pierre Verany PV704111 [79:37]

    rec. 08.-10. April 2003 (Chiesa St. Eustorgio, Arcore/Mailand)


    Luca Scandali

    [Orgel: Dell'Orto & Lanzini 1991/1992]


    Inhalt:

    • Toccata, Adagio & Fuge C-Dur BWV 564
    • Aria variata BWV 989
    • Fuge c-moll nach einem Thema von Legrenzi BWV 574
    • Pastorella F-Dur BWV 590
    • Fuge C-Dur nach einem Thema von Albinoni BWV 946
    • Präludium & Fuge d-moll BWV 539
    • Canzona d-moll BWV 588
    • Fuge h-moll nach einem Thema von Corelli BWV 579
    • Fuge h-moll nach einem Thema von Albinoni BWV 951
    • Allabreve D-Dur BWV 589


    Auf dieser CD sind die Werke Bachs zusammengetragen, die spezifisch italienischen Vorbildern folgen. Ausgeführt werden sie auf einem Orgel-Neubau, der auf die deutsche Orgelmusik des 18. Jahrhunderts abgestimmt wurde. Scandali registriert sehr überlegt und überfrachtet die Stücke nicht; sein Spiel ist stets flüssig und zügig. Die Orgel ist im Raum positioniert und hat einen gehörigen Hallanteil, was aber durch die eher leisen Register nicht zu sehr dominiert; die Fuge BWV 946 zeigt aber auch, daß die Orgel im Tutti einen schönen Klangkörper entwickelt, ohne vom Hall verwischt zu werden.


    Eine feine Einspielung von Bachs Stücken... *yepp**yepp**yepp**yepp*

  • Ich habe lange gebraucht, um zu entscheiden, wo ich das Teil hinpacken soll - letztendlich parke ich es hier:



    Bach und die norddeutsche Tradition - Volume 1

    (P) 2010 audite 92.547 SACD (1 Hybrid-SACD) [72:00]

    rec. 13.-14. Mai 2008 (Katholische Kirche St. Otto, Herzogenaurach/Bayern)


    Martin Neu

    [Orgel: Hendrik Ahrend Opus 176 (2007)]


    Die Basis dieser Einspielung bildet Bach, aber es wird der Fokus speziell auf seine musikalischen Vorbilder gelegt. In dieser ersten Ausgabe stellt Neu exemplarisch Werke von dem Vorbildern Dietrich Buxtehude und Georg Böhm den Werken von Bach gegenüber, um damit die Weiterentwicklung bzw. den Einfluß auf Bach zu zeigen.


    Dietrich Buxtehude:

    • Präludium d-moll BuxWV 140
    • Toccata in G BuxWV 164
    • Passacaglia BuxWV 161

    Georg Böhm:

    • Choralpartita "Ach wie nichtig, ach wie flüchtig"
    • Capriccio D-Dur
    • Choralpartita "Freu dich sehr, o meine Seele"

    Johann Sebastian Bach:

    • Choralvorspiel "Christ ist erstanden" BWV 627
    • Präludium & Fuge D-Dur BWV 532
    • Trio "Herr Jesus Christ, dich zu uns wendt" BWV 655


    Bemerkenswert ist eigentlich die Tatsache, daß Bachs Musik gerade mal zwanzig Minuten der SACD ausmachen; insofern ist es hier eigentlich etwas deplaziert. Es ist letztendlich nur der Konzeption Neus geschuldet, daß ich die Einspielung grundsätzlich hier bespreche.


    Die Orgel ist ein Neubau, mit dem sich die norddeutsche Tradition adäquat realisieren läßt. Neu spielt mit einer klaren Artikulation, die der Transparenz des Instruments gut entgegenkommt. Klanglich ist das Ganze nah abgenommen mit einem ordentlichen Hallanteil und guter Durchhörbarkeit.


    Bachs Choralvorspiel BWV 627 zeigt den Zusammenhang mit Böhms beiden Choralpartiten, die die einzelnen Strophen des Textes sozusagen musikalisch umschreiben; das Trio BWV 655 schließt sich indirekt daran an. BWV 532 zeigt den Einfluß des Stylus fantasticus von Buxtehude und Böhm auf den damals relativ jungen Bach (das Werk entstand in der Weimarer Zeit, ca. 1710). Insgesamt bekommt man einen interessanten Einblick in die Kompositionsweise Bachs, der ja nie außerhalb einer Tradition stand, sondern sie an ihre damalige musikalische Grenze führte. Er erweiterte das Spektrum durch ausgefeilte Durcharbeitung des Materials, gekoppelt durch neue Bauweisen beim Orgelbau, die andere Registrierungen und somit neue Klangmischungen ermöglichten.

  • Ich verliere nun ein paar Worte zu diesem Zyklus:



    (P) 1960-1968 Erato Disques STE 50030 ~ STU 70365 (26 einzelne LPs)

    (C) 1968 Erato Disques STU 70030~70365 (Box mit 25 LPs)

    (C) 2018 Erato 0190295634537 (15 CDs) [19:11'46"]


    Marie-Claire Alain


    Orgeln:

    Marcussen & Son (1952) - Sanct Jacobi Kirke, Varde (Dänemark)

    • BWV 525-530, 645-650: rec. 01. November 1959
    • BWV 599-633, 635-644, 706, 709, 727, 738: rec. 05.-08. Dezember 1961
    • BWV 581, 584, 683a, 691a, 698, 702, 707, 707b, 708, 717, 719, 720, 724, 725, 744-746, 748-750, 752, 755-758, 765, 766-771: rec. 05.-08. Januar 1967

    Marcussen & Son (1959) - Sankta Maria Kyrka, Helsingborg (Schweden)

    • BWV 533, 540, 542, 545, 562, 564, 565, 572, 578: rec. 02.-04. November 1960
    • BWV 532, 536-538, 541, 544, 566, 582: rec. 10.-12. Dezember 1961

    Frobenius (1962) - Sanct Nikolai Kirke, Middelfart (Dänemark)

    • BWV 553-560, 588, 590, 592-594, 596: rec. 10.-12. Dezember 1962

    Marcussen & Son (1960) - Sanct Pauls Kirke, Aarhus (Dänemark)

    • BWV 651-668: rec. 03.-05. Dezember 1962

    Marcussen & Son (1959) - Christianskirken, Sönderborg (Dänemark) &

    Marcussen & Son (1962) - Sanct Marie Kirke, Sönderborg (Dänemark)

    • BWV 552, 669-689, 802-805: 06.-08. Dezember 1963

    Marcussen & Son (1956) - Holmens Kirke, Kopenhagen (Dänemark)

    • BWV 531, 534, 535, 539, 543, 546-551, 653b, 690, 691, 694, 699, 718, 721, 729-731, 733-735, 740, 759: rec. 04.-11. Dezember 1964

    Marcussen & Son (1963) - St.-Petri-Dom, Schleswig (Schleswig-Holstein, Deutschland)

    • BWV 131a, 561, 563, 567-571, 574-577, 579, 580, 589, 595, 597, 598, 943, 946: rec. 18.-20. Januar 1966

    Marcussen & Son (1956) - Sanct Nicolai Kirke, Aabenraa (Dänemark)

    • BWV 583, 585-587, 591, 692, 693, 695-697, 700, 701, 703-705, 706.2, 710-716, 722, 723, 726, 728, 732, 736, 737, 739, 741-743, 747, 751, 754, 760-763, 1027a: rec. 23.-26. Januar 1966

    dazu:

    - Michel Garcin präsentiert das letzte Stück aus dem Zyklus (BWV 765)

    - Michel Garcin spricht mit Marie-Claire Alain über Bachs Orgelmusik

    rec. Januar 1967 (Varde, Dänemark)



    Es ist der erste Zyklus, den MCA aufnahm. Er entstand im skandinavischen Raum mit Orgeln, die erst in den 1950-1960er Jahren erbaut wurden. Auffallend ist der analytische, transparente Klang der Instrumente, die die Struktur der Stimmen deutlich hervorbringt, ohne den Gesamtklang zu unterminieren. Damit zeigte MCA einen anderen Ansatz als den ihrer französischen Kollegen an den eher symphonisch ausgelegten Orgeln in Frankreich. Große Wucht und Kraft ist nicht ihr Anliegen - ein Ansatz, der heutzutage bestimmt nicht als HIP oder opi zu bezeichnen ist, sich aber damals deutlich unterschied.


    MCA spielt recht zügig, hat eine stetige Artikulation und einen feinen Sinn für Registrierungen. Keins der Stücke wirkt überladen, sondern transparent und durchdacht; dabei wirkt das nicht asketisch, sondern angenehm aufs Wichtigste reduziert und wohltönend. Die Orgeln unterscheiden sich klanglich immer ein kleines bißchen voneinander und ermöglichen Bachs Werken dadurch eine differenzierte Abwechslung.


    Dazu kommt eine Klangqualität, die der interpretatorischen Konzeption nahekommt: sehr nah abgenommen, ohne den Raumklang zu ignorieren; dynamisch im Wechsel zwischen Piano und Tutti; jede klangliche Nuance zeigend, ohne die Abstimmung der Register zu verschleiern. Dafür, daß die Aufnahmen zwischen 52 und 60 Jahre alt sind, erklingt das Ganze erstaunlich frisch und klar. Das Remastering halte ich persönlich für sehr gelungen, denn die Nebengeräusche sind gut reduziert, mögliche Bandschäden sind sehr gut nachgebessert worden.


    Die Reihenfolge der Stücke ist grundsätzlich thematisch angeordnet, wobei die Box strikt den Veröffentlichungen der einzelnen LPs folgt: die ältesten Einspielungen sind somit am Anfang der Box zu finden, die jüngsten am Ende. Warner hat sich dafür entschieden, den Zyklus auf so wenig CDs wie möglich zu verteilen, wodurch passende Thematiken wie z.B. die Leipziger Choräle dummerweise über drei CDs verteilt sind, doch wäre wohl eine andere Verteilung auf mehr CDs angesichts der Gesamtpreises der Box - häufig um die 30-35 € - tatsächlich etwas zuviel Entgegenkommen gewesen. Doch mich stört das wenig: ich empfinde die Box als sehr kompakt. Das Booklet ist mit 44 Seiten nicht mager, hat aber neben dem Tracklisting nur noch zwei kurze Texte über den Zyklus aufzuweisen (in Französisch, Englisch und Deutsch). Die CDs befinden sich in Papphüllen, die Box besteht aus dünnem Karton.


    Ich finde schon, daß Warner hier eine tolle Veröffentlichung gemacht hat: man hätte nicht mehr wirklich damit rechnen können, daß diese Aufnahmen - sie waren bis dato nie auf CD herausgekommen! - überhaupt noch erscheinen, denn dieser Zyklus ist trotz MCAs eigener Einschätzung bei Weitem nicht unter den Teppich zu kehren. Ich halte ihn für hochgradig konkurrenzfähig, auch wenn er nicht auf historischen Orgeln eingespielt wurde. Man kann MCA in einer Hinsicht immer vertrauen: daß sie stets exzellenten Geschmack in ihrer Gestaltung beweist.


    Fazit: exzellent...:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

  • Ich habe mich in den letzten Tagen nach längerer Zeit mal wieder der Gesamteinspielung der Bachschen Orgelwerke durch Gerhard Weinberger gewidmet.


    Zunächst bin ich sehr froh, dass Weinberger so viele unterschiedliche "originale" Instrumente aus dem Bachumkreis in der Einspielung berücksichtigt. Das Kaleidoskop an Orgelhandschriften, dass dadurch entsteht ist großartig und unterstreicht einmal mehr, welche Verantwortung der Organist bei der Auswahl des Programmes für seine "Orgel" trägt. Implizit meint das auch die Einbeziehung des Kirchenraumes in diese Überlegung. Wenn dies dann auch noch aufnahmetechnisch gespiegelt wird, dann sind die Voraussetzungen ausgezeichnet. Dies höre ich bei Weinberger so gut wie auf keiner meiner anderen Gesamtschauen realisiert.


    In den freien Orgelwerken wählt Weinberger meist ein relativ starkes Plenum, so wie wir es als historisch wohl verbürgt annehmen können. Glücklicherweise geht der "volle" Klang nicht zu Lasten der Durchhörbarkeit. Weinberger artikuliert deutlich, bisweilen relativ kleingliedrig. Das gefällt mir sehr gut, empfinde ich als sehr rhetorisch. Tempomäßig ist Weinberger in den freien Werke meist eher auf der schnellen Seite. So stellen sich trotz der z.T. kleingliedrigen Artikulation auch große Linien ein, allerdings gestaltete, verwaltete nicht im Dauerlegato ertränkte! Virtuose Klangräusche etwa in BWV 542 oder BWV 572 sind durchaus statthaft, aber immer ist ein Nachverfolgen der Linie möglich. Möglicherweise ist dies dem ein oder anderen zu analytisch, meiner Auffassung kommt das sehr entgegen. Gerade in den freien Werken mit ihrem Plenum-Charakter kann man sehr gut den Charakter der verwendeten Instrumente nachvollziehen. Und was für herrliche Plenum-Registrierungen sind zu hören.


    Gut gefällt mir BWV 582 (Passacaglia c-moll), hier treten die einzelnen Stimmen und Schichten des Werkes vorbildlich in Beziehung zu einander, Dialogstellen werden ausgezeichnet verdeutlicht. Der Bau zeichnet außerordentlich klar und gut. Die Differenzierung der Klanglichkeit durch Stimmführung und Satzform sind für den Hörer sehr gut greifbar. In Aufnahmen wie diesen wird für mich völlig erlebbar, daß es keiner ausgefeilten Registrierungsplanes für dieses Werk braucht, dass hier eben kein per aspera ad astra im Sinne einer (klanglichen) Steigerung vorliegt, ganz im Gegenteil!


    Einen etwas anderen Weg geht Weinberger in den Choralgebundenen Werken. Hier nimmt er sich eher Zeit, die Tempi sind stets angemessen aber eher nicht auf der schnellen Seite. Er findet exquisite Registrierungen, die die Choralvorspiele in ihrem Charakter zum Leuchten bringen. Ganz nebenbei hört man, wie viele klangliche Schattierungen Orgelbauer im Rahmen einer übergeordneten Klangvorstellung gefunden haben, ja sogar in ihren eigenen Orgeln! Weinberger setzt auch hier ganz auf Durchhörbarkeit des Satzes, auf eine durchdachte und rhetorisch orientierte Artikulation. Hier erlaubt sich auch im Gegensatz zu den freien Werken agogische Freiheiten.


    Hier ist für mich etwa BWV 641 ("Wenn wir in höchsten Nöten seien" aus dem Orgelbüchlein) ein Paradebeispiel. Weinberger wählt eine völlig unspektakuläre Registrierung, verleiht dem Stück allein durch sein Spiel die Plastizität, die es braucht. Jede Stimme ist einzeln nachvollziehbar, atmet und findet sich dennoch in einem beglückenden Ganzen zusammen.


    Zusammenfassend finde ich mein früheres Urteil bestätigt: Die Weinberger-Gesamteinspielung der Bachschen Orgelwerke gehört für mich zu den Wichtigsten. Das fängt bei den Orgeln und der dadurch entstehenden bei aller übergeordneten klanglichen Ästhetik ohrenfälligen Differenziertheit an, für die Weinberger (fast) immer das perfekte Programm findet. Natürlich funktionieren die Kompositionen auch auf anderen Instrumenten. Dennoch: ich hatte selten den Eindruck, das Werk und Instrumente so gut zusammenpassen wie hier. Auch Weinberger interpretatorische Herangehensweise ist für mich schlüssig und angemessen. Sie speist sich für mich jederzeit aus dem Werk und dem Wissen um Aufführungspraxis heraus. Mit dieser Aufnahme findet der Hörer einen sehr guten Zugang zum Bachschen Orgelwerk, der zudem klanglich in vielem dem nahe kommt, was Bach an Orgeln gekannt und favorisiert hat (die Problematik der Umbauten, Veränderungen, Intonation etc. lasse ich jetzt mal ausgeklammert).


  • Johann Sebastian Bach

    Präludien & Fugen Vol.1


    Präludien & Fugen BWV 533, 534, 539, 543, 544, 545, 547, 552; Toccaten & Fugen BWV 540 & 565; Fughetten BWV 699 & 704; Fantasie & Fuge BWV 542; Toccata, Adagio & Fuge BWV 565; Liebster Jesu, wir sind hier BWV 706; Nun freut euch, liebe Christen g'mein; Gottes Sohn ist kommen BWV 724; Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich BWV 609; Jesu Christus, unser Heiland BWV 626; Wer nur den lieben Gott lässt walten BWV 691; Jesu, meine Freude BWV 610


    Anthony Newman (Orgel)
    1975



    Johann Sebastian Bach

    Präludien & Fugen Vol.2


    Präludien & Fugen BWV 531, 532, 535, 536, 541, 546, 548,-550; Passacaglia & Fuge BWV 582; Fughetta BWV 703; Toccata & Fuge BWV 538; Wer nur den lieben Gott lässt walten BWV 690; Nun komm' der Heiden Heiland BWV 599; Was fürch'st du, Fein Herodes, sehr BWV 696; Christe, du Lamm Gottes BWV 619; Der Tag, der ist so freudenreich BWV 605; Da Jesus an dem Kreuze stund' BWV 621; Das alte Jahr vergangen ist BWV 614; Jesus, meine Zuversicht BWV 728; O Lamm Gottes, unschuldig


    Anthony Newman (Orgel)
    1975




    Der derzeitige Hype hier um den Organisten, der mir erst mit Beethovens op. 15 exorbitant ins Gehör sprang, wird sicher bald auch hier Besprechungen zeitigen. Leider müsste man diese CDs bei unserer Einteilung der Einzelthreads in verschiedenen besprechen.

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )

  • Mein lieber Strammer Max, wat war denn nun schon widder? :)

    „Als ich es zuweilen unternommen habe, die ruhelose Geschäftigkeit der Menschen zu betrachten, wie auch die Gefahren und Strapazen, denen sie sich [...] aussetzen, woraus so viele Streitigkeiten, Leidenschaften, kühne und oft unheilvolle Unternehmungen usw. erwachsen, habe ich häufig gesagt, daß das ganze Unglück der Menschen aus einem einzigen Umstand herrühre, nämlich, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ (Blaise Pascal: Gedanken, I, )