Violinkonzert D-Dur op. 35: Einspielungen (omi)

  • Wikipedia


    Ich weiß nicht, wie viele Aufnahmen ich habe und verspüre auch keine Lust nachzusehen und nachzuzählen; allein, ich habe es zu Beginn meiner Laufbahn so oft gehört wie kein anderes Stück davor, zeitgleich und danach. Auf Platz 2 und 3 dieser abartigen Liste übrigens Beethovens Violinkonzert und dessen Fünfte. Ich bin ja, wie ich anderswo schrieb; durch diese Übersättigung in meiner Jugend von den romantischen Violinkonzerten von Beethoven über Brahms bis Tschaikowski abgekommen, habe sie jahrzehntelang nicht mehr gehört. Erst durch Sibelius und später durch Berg und Bartok konnte ich wieder genesen. Nun aber höre ich zufällig diese junge Geigerein, eigentlich wegen Nielsen, und bin ganz angetan wegen ihres kleinen großen Tones, anders vermag ich das momentan noch nicht auszudrücken. Ich hörte nur aus Spaß mal in den 1. Satz rein und ich verspürte nicht mehr den Ekel wie so oft die letzten Jahre ...


    Vilde Frang, Danish National Radio Symphony Orchestra, Eivind Gullberg Jensen, 2011

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Begonnen hatte aber alles mit dieser unseligen Scheibe, bei mir mit anderem, weißen Cover und riesigen Karajan-Lettern

    Christian Ferras, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
    , 1966

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Anne-Sophie Mutter, London Symphony Orchestra, Wiener Philharmoniker, Andre Previn, 2003


    Für mich eine fetzige Aufnahme! Sie stellt vieles in den Schatten, was man sonst noch so hören kann - nirgendwo passt diese Künstlerin besser zu einem Werk als hier! Grandios! Hier vermag Virtuosität und technische Brillianz ein Musikstück, das hart an der Grenze zum KItsch liegt, zu veredeln! Chapeau!

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • So gehts, lange nicht gehört und die Woche gleich zweimal: Am Mittwoch im Schlaflabor auf Deutschlandfunk mit Oleg Kagan (New Philharmonia Orchestra London unter der Leitung von Rafael Frühbeck de Burgos?) und eben mit Julian Rachlin und dem GWO unter Chailly.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Möööönsch, ich kann doch keine näheren Angaben machen, wenn ich keine CDs finde. Von beiden gibt es offenkundig nur andere Aufnahmen auf Tonträger:


    Olega Kagan, Moscow Philharmonic Orchestra, Jansug Kakhidze, 1985


    Julian Rachlin, Moskauer Radio-Symphonie-Orchester, Wladimir Iwanowitsch Fedossejew, 2004

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Ich liebe die Aufnhame mit Hilary Hahn, gepaart mit dem ihr auf den Leib geschriebenen Violinkonzert von Jennifer Higdon.

    Begleitet wird sie vom Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko (DGG, 2010).
    In dieser Kombination hatte ich das Vergnügen den Tschaikowski in Düsseldorf zu hören, zusammen mit der 5.Symphonie unter Petrenko.
    Seitdem bin ich diesem Dirigenten verfallen...
    Und Hilary Hahn sowieso...

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Auch diese Aufnahme möchte ich nicht missen:

    Julia Fischer (Violine), begleitet vom Russian National Orchestra unter dem leider zu früh verstorbenen Yakov Kreizberg (der sie im Übrigen auch am Klavier begleitet).
    Erschienen bei Pentatone, 2006.

    Lucius Travinius Potellus
    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

  • Tschaikowsky interpretiert von P. Kopatchinskaja


    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • David Grimal
    Les Dissonances

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Jascha Heifetz, Chicago Symphony Orchestra, Fritz Reiner, 1957


    Ich liebe einfach diese Aufnahme. Nicht so überströmend und auf die Tränendrüse drückend, dafür relativ sachlich, klar und unglaublich virtuos.

  • Begonnen hatte aber alles mit dieser unseligen Scheibe, bei mir mit anderem, weißen Cover und riesigen Karajan-Lettern

    Christian Ferras, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
    , 1966

    Eben in dieser Ausgabe neu gehört:

    Christian Ferras, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan, 6. und 8. November 1965
    CD 4


    Ich kann nach über 30 Jahren nicht mehr nachvollziehen, was mich damals reizte; ich finde den 1. Satz langweilig; den 2. zäh, der letzte ist furios.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Jascha Heifetz, Chicago Symphony Orchestra, Fritz Reiner, 1957


    Ich liebe einfach diese Aufnahme. Nicht so überströmend und auf die Tränendrüse drückend, dafür relativ sachlich, klar und unglaublich virtuos.

    Vielfach greifbar heute:


    Jascha Heifetz, Chicago Symphony Orchestra, Fritz Reiner, 19. April 1957

    CD 1







    Auch hier drin:


    Fritz Reiner - Complete Chicago Recordings on RCA (1954-1963)


    Und hier:


    RCA Living Stereo Vol.1 (60CD Collection)


    Und hier:


    Jascha Heifetz Plays Great Violin Concertos, 1955-1963



    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Zino Francescatti hat das Konzert wenigstens zweimal aufgenommen:


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    Auch hier:

    CD 9: Track 4-6


    Pjotr Tschaikowski

    Violinkonzert D-Dur op. 35 (1878)


    Zino Francescatti, Violine

    New York Philharmonic

    Dimitri Mitropoulos

    1954



    Pjotr Tschaikowski

    Violinkonzert D-Dur op. 35 (1878)


    Zino Francescatti, Violine

    New York Philharmonic

    Thomas Schippers

    1965


    Ich kenne nur die erste, absolut überwältigende Aufnahme.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793