01 - Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

    • Offizieller Beitrag

    Wikipedia


    Bezeichnend genug dieser mickrige Eintrag bei Wikipedia. Es fehlt hinsichtlich der eigentlichen Musik jeder deskriptive, analytische oder interpretatorische Bezug. Nicht einmal die Achte, die sonst der Vierten an Nichtbeachtung gleichkommt, wird noch derart stiefmütterlich behandelt. Ja selbst die ersten beiden Sinfonien werden häufiger aufgeführt und intensiver wie extensiver gedeutet. Aber die Weheklag wird nichts nützen, hören wir also fleißig dieses kleine Meisterwerk und urteilen wir selbst. Unbedingt muss man dabei all die Klischees und wiedergekäuten Hülsen vergessen und völlig unbefangen an diese Sinfonie herantreten, als sei sie einzig in der Welt, stehe isoliert in Beethovens Schaffen. Später kann man Bezüge herstellen ohne Ende, aber zunächst sollte man sich schlicht auf seine Ohren verlassen. Vergessen wir also gemäß Thomas Bernhards Vorschlag von T, was Schumann und Wagner von dieser Sinfonie hielten, alles Apollinische und Dionysische, alles griechisch Schlanke zwischen zwei Nordlandriesen und dass sie nach Karajans Meinung für den Interpreten die schwierigste der neun Symphonien sei aufgrund ihrer recht rätselhaften Natur. Ich würde mich sehr freuen, wenn einer der musikwissenchaftlich Versierteren hier die vier Sätze ganz kurz beschreiben könnte.