Kopatchinskaja, Patricia (*1977): Violine

  • Wikipedia: Patricia Kopatchinskaja


    Heute gesehen:

    Zitat

    Ein Tag im Leben der Geigerin Patricia Kopatchinskaja


    Patricia Kopatchinskaja ist ein musikalisches Naturereignis. „Wenn ich die Wahl zwischen Perfektion und Risiko habe, wähle ich das Risiko – es ist interessanter und aufregender.“ Wir verbringen 24 Stunden mit einer Violinistin, die sagt: „Nur schöner Ton ist auf die Dauer unerträglich.“ Proben mit der Staatskapelle, Salonmusik am Brandenburger Tor, ein Treffen mit der Choreographin Sascha Waltz und ihrem Mann, schnelle Telefonate mit der kranken Tochter, am Abend dann der Auftritt in der Philharmonie.


    Immer wieder kommt es zum Zusammenspiel zwischen Künstlern und Kamera. Die Kamera ist Partner, Beobachter und Begleiter, sie wird Teil des Geschehens. Die Aufmerksamkeit gilt dabei den kleinen Dingen am Wegesrand, den überraschenden, unvorbereiteten Momenten. Das Wilde, Ungezügelte, Kompromisslose der Patricia Kopatchinskaja findet in den schnellen, oft rauen Schnitten seinen Widerschein. Die Distanz wird aufgehoben, um an die Eigenheit und den kreativen Kern des künstlerischen Ausdrucks zu kommen – im Leben wie in der Kunst selbst.

    Und hier erwähnte ich sie schon einmal: Violinkonzert D-Dur op. 35: Einspielungen


    Wollen wir hoffen, sie bleibt uns nicht nur wegen exzentrischer Mätzchen im Gedächtnis!

    "Mit der Vielzelligkeit kam der Tod, mit dem Nervensystem der Schmerz, mit dem Bewusstsein die Angst, mit dem Besitz die Sorge." Rupert Riedl

  • Ich hab bisher nur eine Aufnahme mit ihr:



    L.van Beethoven - Violinkonzert D-Dur etc.
    P.Kopatchinskaja, Orchestre des Champs Elysees - Herreweghe


    Kurz und bündig: so muss Beethoven ! :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:


    Zitat

    Wollen wir hoffen, sie bleibt uns nicht nur wegen exzentrischer Mätzchen im Gedächtnis!


    Sicher nicht, mit der Beethovenplatte hat sie diese Befürchtung schon aus dem Bereich des Möglichen gerempelt :D

  • Die Rezension meines Freundes gemihaus bei Amazon trifft es sicherlich:


    "Mit der Vielzelligkeit kam der Tod, mit dem Nervensystem der Schmerz, mit dem Bewusstsein die Angst, mit dem Besitz die Sorge." Rupert Riedl


  • Ja, ich! Was geschieht, wenn eine genial-halbirre Künstlerin auf einen übergenialen-vollirren Komponisten trifft, dessen Alterswerk zwischen Genie und Wahnsinn os­zil­lie­rt? Es wird auch hypergenialisch oder aber schrill - an dieser Stelle möchte ich aus Höflichkeit mein Schweigen beredt sein lassen. Nur der (viel zu) dünne Geigenton sei noch einmal mehr hervorgehoben.

    "Mit der Vielzelligkeit kam der Tod, mit dem Nervensystem der Schmerz, mit dem Bewusstsein die Angst, mit dem Besitz die Sorge." Rupert Riedl

  • Patricia Kopatchinskaja, Orchestre des Champs-Elysees, Philippe Herreweghe, 2008


    • Allegro ma non troppo 22:41
    • Larghetto – attacca 9:13
    • Rondo (Allegro) 9:05

    Eine Erlösung, dieser Mut zur expressiven Hässlichkeit und zur subjektiven Artikulation! Ich kann alles, was Ulli 02 - Violinkonzerte: Einspielungen (opi) schreibt, nur dick unterstreichen. Dabei immer noch romantisch und nicht ganz so extrem wie beim späteren Tschaikowski. Warum nur spielt sie den ersten Satz nicht ein paar Minuten schneller und auch der zweite dürfte historisch korrekt wohl deutlich zügiger daherkommen; aber das traut sich halt niemand, nicht einmal dieser Wildfang, ein Heifetz vor Jahrzehnten war da mutiger.

    "Mit der Vielzelligkeit kam der Tod, mit dem Nervensystem der Schmerz, mit dem Bewusstsein die Angst, mit dem Besitz die Sorge." Rupert Riedl

  • Patricia Kopatchinskaja, London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski, 2012


    Prokofieff: Violinkonzert Nr. 2
    +Strawinsky: Violinkonzert D-Dur



    Patricia Kopatchinskaja, Ensemble Modern, Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, Peter Eötvös, 2011/2012


    Bartok: Violinkonzert Nr. 2
    +Ligeti: Violinkonzert
    +Eötvös: Seven

    "Mit der Vielzelligkeit kam der Tod, mit dem Nervensystem der Schmerz, mit dem Bewusstsein die Angst, mit dem Besitz die Sorge." Rupert Riedl

  • Patricia Kopatchinskaja, Radio-Symphonieorchester Wien, Stefan Asbury, Johannes Kalitzke, Bertrand de Billy, 2006


    Kühr: Movimenti für Violine & Orchester
    +Resch: Schlieren für Violine & Orchester
    +Zykan: Violinkonzert "Da drunten im Tale"

    "Mit der Vielzelligkeit kam der Tod, mit dem Nervensystem der Schmerz, mit dem Bewusstsein die Angst, mit dem Besitz die Sorge." Rupert Riedl

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    hr-Sinfonieorchester
    Andrés Orozco-Estrada


    Alte Oper Frankfurt, 12. Dezember 2014


    Was die wieder für'n Origami trägt ... *sante* und ... hochgebildetes Publikum *rain*

    Alles sollte sein wie es war - und nicht wie wir es uns wünschen

    (HIPpokrates)


  • Isabell Faust, Orchestra Mozart, Claudio Abbado 2011


    Gestern hatte ich die Möglichkeit erstmals den Beethoven mit Kopatchinskaja zu hören und dann als Vergleich Isabell Faust.
    Kopatchinskaja fand ich zunächst sensationell. Wie ein Troll hüpfte sie durch den Geigenpart, immer wieder überraschend, aber auch einleuchtend. Jemand, die einfach Lust hat Musik zu machen, die sich hineinwirft, sucht, entdeckt, wagt, neue Wege findet und trotzdem immer Beethoven spielt. Eine reine Freude. Witzigerweise fand ich die Orchestereinwürfe, gerade im III. Satz, bei dieser leichten, spielerischen Art oftmals zu hart, zu laut, zu mächtig (hätte nie gedacht, dass ich das jemals über Herrweghe sagen würde :) ). Als würde ein Kind, dass sich spielerisch mit sich auseinandersetzt, zur Vernunft gerufen werden.


    Gleiches Empfinden hatte ich bei der Aufnahme mit Isabell Faust, nur dass sie mir reifer, erwachsener vorkam, sich nicht mehr so jeder Idee, jedem Einfalls hingebend. Die Unschuld irgendwie verlorengegangen.


    Nach dem Anhören fragte ich mich allerdings, wo denn da die Tiefe des Gedankens sei, ob mir das nicht bei mehrmaligem Hören fehlen würde. (Wobei beide das durchaus haben, aber eben nicht so sehr im Vordergrund stehend.) Aber vielleicht ist das nur eine Projektion des späten 19. Jahrhunderts, dass meine Hörgewohnheiten ja sehr geprägt hat. Vielleicht war das von Beethoven so gar nicht vorgesehen. Sei's drum. Ich möchte die 'klassischen' Interpretationen von Kreisler, Hubermann, Menuhin, Heifetz etc. nicht missen. Aber beide hier sind wunderbare Alternativen, Gegenpole. Und Beethoven verträgt es. Viele Wohnungen sind da in meines Beethovens Haus. ;)

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    Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
    Johann Georg August Galletti (1750-1828)