Der Klang eines Chores

  • Hallo,


    manchmal wundere ich mich wirklich, wie relativ moderne Chöre klingen können, als seien sie von 1978... was ist der tatsächliche Auslöser dafür, daß Chöre „leiern“? Zu dick besetzt? Zu viel Vibrato? Unausgewogene Mischung?


    *hmmm**hä*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • Naja, das kann verschiedene Gründe haben, ein guter Chor ist nur so gut wie sein Chorleiter. Disziplin, Stimmbildung ist sehr wichtig. Ich habe in meiner Jugendzeit in einem Frauenchor von 150 Damen gesungen, wenn da keine Disziplin gewesen wäre....ohje, der Chorleiter war sehr streng, Zuspätkommen gab es nicht, Schwatzen schon mal gar nicht, nur so hatte er die Damen im Griff und ein homogener Klang der sich hören lassen konnte.


    Das "leiern" von Chören finde ich ganz schrecklich, hier bei uns gibt es einen "veralteten" Männer- Gesangsverein, der das 100% gut kann und der Chorleiter sagt nichts....mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich das höre....aber da gibt es auch keine Stimmbildung.


    Unterschied Gesangverein - Chor

  • Naja gut, aber der Maastricht(er) Kam(m)erkoor ist nun sicherlich kein Gesangsverein...

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est.

  • Du kannst es hier im Youtubelink einmal nachhören; auf der Homepage des Maastricht Kamerkoors steht, daß es sich um einen kleinen gemischten Chor mit festem Kern und variablen Satelliten handelt - er wurde 1990 gegründet, die Aufnahme stammt aber von 1988... womöglich muß es da noch einen anderen gegeben haben...


    *hä*

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    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


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  • Dann gilt wohl das, was ich beim Requiem schrieb:


    Zitat

    aber wer Aufnahmen der 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts schätzt, dem wird das wenig auffallen.


    *hide*

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  • Ganz extrem beim Osanna im Sanctus


    8|

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  • DAs Osanna am Schluß es Sanctus verschwimmt deutlich in den Höhen... vielleicht doch einfach zu viel Vibrato? *neee*

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  • Also das, was ich über den PC Lautsprecher höre, ist für meine Ohren ok, kommt vielleicht nicht so rüber wie von der Original CD? Ich denke, du meinst den Sopran....er ist halt kräftig aber offen, Vibrato ist normal, vielleicht liegt es an meinen Ohren... *hide*

  • Vibrato gehört an einen Rasierapparat oder andere Geräte zur körperlichen Erquickung, aber nicht in Instrumente oder Stimmen... Töne müssen so sauber wie möglich sein. Es heißt ja nicht: spiele (singe) irgendwelche Töne zwischen dis und b, sondern: spiele (singe) fis!

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


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  • Es gibt Unterschiede in der Literatur, eine Bachstimme die mit Koloraturen gespickt ist, kann nur ohne Vibrato gesungen werden, sonst geht sie baden. Natürlich müssen die Töne sauber sein und das ist oft in den Höhen eines Chores nicht der Fall. Das heißt, wenn ein Chor solche Werke singt wie dieses, muss er geschult werden, damit es keine Probleme in der Höhe gibt.