Chorfantasie op. 80: Einspielungen (opi)


  • Robert Levin, Hammerflügel
    The Monteverdi Choir
    Orchestre Révolutionnaire et Romantique
    Sir John Eliot Gardiner


    Die Chorfantasie wird hier mit zwei zusätzlichen alternativen Introduktionen präsentiert. Gespielt wird auf einem originalen Instrument aus der Werkstatt Salvatore Lagrassas von 1812. Die Kadenzen sind m. W. frei improvisiert.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

  • Egal, ich mag sie:



    Ludwig van Beethoven (1770-1827)

    Chorfantasie op. 80


    Alice Sara Ott, Pleyel Stahlrahmengedöhnse


    Insula orchestra

    Offenbarnichtsowichtigesolisten*

    Irgendeinchor**


    Captain Kathryn Janeway

    Laurence Equilbey


    Ich finde ja immer noch, man sollte die Chorfantasie „inszenieren“; in der Form, daß sich nach und nach Vorhänge öffnen: erst das Clavier solo, dann kommen Streicher, Bläser, Solisten, Chor ... so könnte der Ü-Effekt genießbarer werden. Einfach so tun, als würde man das Werk nicht kennen ...


    **Accentus?

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)


  • Bertrand Chamayou , Pleyel 1892

    Accentus Chorus

    Insula Orchestra

    Laurence Equilbey


    Näheres die nächtsen Tage ...


    Das Werk ist historisch unterrepräsentiert; da gilt momentan jedes Instrument, das vor 1900 das Licht der Welt erblickte, als opi ...


    Hier - ganz zu Recht - als die kleine Neunte bezeichnet.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)

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    Anthony Newman, Fortepiano Clementi 1804*

    PhiloMusica Antiqua Orchestra and Chorus


    Soli: Alison Wells, Mary Seers, Wilfried Swansborough,

    Andrew Murgatroyd, Richard Day-Lewis, Simon Birchall


    Stephen Simon


    Let's dance! Hin- und mitreißend musiziert; so ausgekostet habe ich das wirklich noch nie gehört. Wirklich: unerhört! Ein Wechselspiel zwischen Spannung, Entspannung, Drama, Nacht und Stürme, Virtuosität, Leichtsinn, Abgrund und finalem Jubel. Das Instrument, über dessen Herkunft das Booklet in enger Kooperation mit dem World Wide Web bescheiden schweigt, zeigt alle seine Facetten von schmeichelnd hold über perlend zu klaren, hämmernden Bässen und harmoniert besonders mit den knusprigen Hörnern und knarzigen Clarinetten. Wow! Was für ein Klang! Wenn der Töne Zauber walten ... dann hier!


    Gehört gehört!


    Das Booklet dieser CD-Ausgabe inkludiert eine vollständige Werkanalyse mit Trackindices; um das nutzen zu können, benötigt man/frau/divers wohl einen herkömmlichen CD-Spieler (allerdings sind die Zeitangaben auch dabei, so daß die einzelnen Indices auch direkt ansteuerbar sind).



    :umfall::jubel::jubel::jubel::umfall:


    Yorique wird wahrscheinlich wieder an der Aussprache rummosern ... mir ist das sowas von tofu; eher im Gegenteil: ich mag's (und Deutsche sprechen in der Regel schlechteres Englisch als Englischsprachler Deutsch ...).


    *Angabe nach Rückfrage beim Pianisten

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)


  • Christiane Karg, Sophie Harmsen,

    Werner Güra, Florian Boesch


    Kristian Bezuidenhout, Fortepiano


    Zürcher Sing-Akademie

    Freiburger Barockorchester

    Pablo Heras-Casado


    Leider verrät das recht ausführliche und mit Notenbeispielen versehene Booklet (mitunter Verhältnis des op.124-Schlußchorals zu op. 80 - nota bene: es gibt viel mehr Parallelen als sie im Booklet angesprochen wurden; diese zeige ich gerne zu gegebener Zeit auf) nichts über den von Beduinenhut bespielten Hammerflügel; so bleibt es nur reiner Spekulatius: Graf?


    Mit etwas eigenwilliger Rhythmik beginnt der Forteist ... vielleicht orientiert er sich an CPE Bachs Empfehlungen, eine 'Freie Fantasie' zu spielen (wogen ich gar nichts einzuwenden habe): Takt, Rhythmus usw. sind bei einer freien Fantasie nicht so bierernst zu nehmen und können individualisiert werden (Takt und vorgegebener Rhythmus dienen lediglich der besseren Orientierung - das Originalzitat werde ich bei Bedarf noch gerne heraussuchen); das geschieht hier - mitunter werden nicht im Notentext verankerte Arpeggien gespielt. Das klingt für mich alles sehr natürlich und frei: wie eben erst erfunden. Das Orchester antwortet hingegen ganz kontraire: sehr akkurat und perfekt. Ein toller Gegensatz! Bislang fand ich den Forteisten Bezuidenhout nicht weiter interessant; das hat sich eben geändert.


    Die Steigerung (von Solo über +Streicher, +volles Orchester, +Soli, +Chor) gelingt hier sehr gut; jeder Part ist für sich allein stehend und so hervorragend ausgebaut, daß ich das Ganze jetzt nur noch 'inszeniert' benötige: je zusätzlicher Instrumentengruppe (darunter zähle ich auch die männlichen, weiblichen, geschlechtlosen, multigeschlechtlichen und des Geschlechts nicht eindeutig bestimmbar seien oder -wollenden Stimmbandas) öffnet sich nach und nach 'überraschender' Weise ein weiterer Vorhang auf der Bühne ...


    :umfall::jubel::jubel:*yepp*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)