01 - Sinfonie Nr. 9 d-moll op. 125: Einspielungen (omi)

  • Allein dafür lohnt sich diese Box?



    Ich habe natürlich Vol. 1 ...

    (da kann mir der ganze Furtwängler gestohlen bleiben *hide* -bitte jetzt keine Prügel es ist doch nur meine Meinung- )

    Das ist keine Meinung, das ist ein Skandal! :) Aber im Ernst: Wer die Neunte liebt, den lässt Fu nicht kalt, niemals ... *yes*

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Das ist keine Meinung, das ist ein Skandal! :) Aber im Ernst: Wer die Neunte liebt, den lässt Fu nicht kalt, niemals ... *yes*


    Sorry lieber Yorick, ich liebe die 9te sehr, kann aber mit Furtwängler rein garnichts anfangen, das ist mir immer zu langsam, zu zerdehnt, das geht mir auch bei den Opern mit ihm so, z.B. Im Fidelio, die einzige die mit seinen Tempi zurecht kommt ist die Mödl. ;)


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • das ist mir immer zu langsam, zu zerdehnt,

    Dann kennst du wahrscheinlich nur ein oder zwei von den 13, denn diesen Eindruck kann man unmöglich bei seinen besten Einspielungen gewinnen. :wink: Da rast die Leidenschaft ... :beatnik:

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Dann kennst du wahrscheinlich nur ein oder zwei von den 13, denn diesen Eindruck kann man unmöglich bei seinen besten Einspielungen gewinnen. :wink: Da rast die Leidenschaft ... :beatnik:


    Ich habe nur eine, die genügt, dann überlasse ich lieber Euch das Furtwängler rasen, zumindest was die Leidenschaft betrifft! :)


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong


  • Ich habe nur eine, die genügt,

    Und welche ist das, lieber Palestrina? :)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Ich hieraus:
    CD 6

    • Satz: Allegro ma non troppo, un poco maestoso (d-Moll) 17:03
    • Satz: Molto vivace – Presto (d-Moll) 15:38
    • Satz: Adagio molto e cantabile – Andante moderato (B-Dur) 15:02
    • Satz: Finale: Presto – Allegro assai – Allegro assai vivace (alla
      marcia) – Andante maestoso – Adagio ma non troppo ma divoto – Allegro
      energico e sempre ben marcato – Allegro ma non tanto – Presto – Maestoso
      – Prestissimo
      (d-Moll/D-Dur) 24:30

    Während bei Furtwängler meine Begeisterung von Jahr zu Jahr wächst, stagniert Klemperer ein wenig: Seine Neunte hier ist wirklich gut, kompakt, stringent und ohne falschen Heroismus musiziert; aber auch nicht wirklich spannend, es fehlen die Überraschungen, die Aha-Effekte. Im letzten Satz sind leider die Solisten nicht wirklich gut eingefangen, sie wirken entfernt und können dem massiven Chor wenig entgegensetzen.


    P.S. Die Pauken sind wirklich gut!

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • So viele Alternativen: Welche Neunte nach Furtwängler könnte man noch hören; Karajan, Wand, Celibidache, Abbado, Thielemann? Man kann ja gerade diese Sinfonie nicht 20mal am Stück hören, das will wohlüberlegt sein.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • In meiner Zeit bei Tamino war das die Hauptempfehlung dort! Mit heutigen Ohren bin ich da eher skeptisch.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793


  • Und wessen Tipp das war bei Tamino, muss ich wohl nicht ausdrücklich erwähnen. 8-)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • CD 5 und 6


    aus:


    Ich sehe gerade, dass hier sogar zwei Versionen enthalten sind. Die in mono kennt man hieraus: 01 - Die Sinfonien: Gesamteinspielungen (Diskographie) (omi)


    Dann aber der Hammer:

    Zitat

    Die krönende „Neunte“ des Zyklus’ ist in dieser Edition erstmals in Stereo zu hören - rekonstruiert aus bisher unveröffentlichtem Bandmaterial.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • CD 8


    • Satz: Allegro ma non troppo, un poco maestoso (d-Moll) 17:32
    • Satz: Molto vivace – Presto (d-Moll) 12:31
    • Satz: Adagio molto e cantabile – Andante moderato (B-Dur) 18:01
    • Satz: Finale: Presto 7:31
    • – Allegro assai – Allegro assai vivace (alla marcia) – Andante maestoso – Adagio ma non troppo ma divoto – Allegro energico e sempre ben marcato – Allegro ma non tanto – Presto – Maestoso – Prestissimo (d-Moll/D-Dur) 21:25


    In einer Rezension bei Amazon heißt es:

    Zitat

    Beethoven "beim Wort genommen" - nicht bei den Metronomangaben, auf deren geflissentliche Einhaltung alle pochen, die nicht hörend unterscheiden können, sondern einen äußerlichen Richtmaßstab brauchen, um sich entscheiden zu können, ob das nun "gut" oder "nicht gut" sei. Macht nichts, dann ist von mir aus auch böse oder auch nicht, Hauptsache es stimmt "aus sich selbst heraus". Endlich ein Tempo im ersten Satz der Siebenten, das nicht nur den Dreier-Rhythmus ermöglicht, sondern die Gegensätze von kurzen und gedehnten Notenwerten, die der Komponist explizit vorgeschrieben hat, ausführ- und hörbar werden lässt. Niemanden sonst scheint zu kümmern, ob der Rhythmus in diesem Satz auch nur annähernd stimmt. Oder das Scherzo der Neunten: Ja, hier ist das Trio ein Presto und damit eine spürbare Beschleunigung (bei gleicher Geschwindigkeit der ganzen Takte) gegenüber dem breiteren Haupttempo. Dafür, dass endlich die Proportionen stimmen, nehmen wahre Kenner gerne in Kauf, dass das Scherzo-Tempo langsamer ist, um die Beschleuging zum und im Trio zu ermöglichen. Vieles, vieles mehr ließe sich hervorheben, wie etwa der unendliche Fluss und die alles überschreitende Schönheit des großen Adagios der Neunten - mein Gott, was für einen unermesslichen Atem hatte dieser große Mann, und sein Orchester, solange er es dirigierte

    Ich persönlich kann den Lobeshymnen nicht wirklich beipflichten; am Besten gefällt mir der Kopfsatz in seinem ruhigen, stetigen Fluss, der schon an Bruckner gemahnt; aber im Schero fehlen mir die Akzente, die Wüterich-Attacken; das Adagio - ohnehin grenzwertig tragfähig - gerät zu breit und im Finale gibt es neben verunglückten Solisten einen deutlich zurückgenommenen Chor, dessen Frauenstimmen Romantik wollen und nicht Chaos. Das alles ist gut, mehr nicht.


    Sergiu Celibidache zur Aufführung des Scherzos der 9.Symphonie von Beethoven

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Ich glaub es nicht: Celibidache geht nur 77 Minuten!

    Aber er schafft es, dass es stellenweise nach 90 Minuten klingt ... 8-)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Klassische Musik in Spielfilmen


    Hatten wir das schon, wessen Aufnahme der Neunten hier erklingt?

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Klassische Musik in Spielfilmen


    Hatten wir das schon, wessen Aufnahme der Neunten hier erklingt?

    A Clockwork Orange (soundtrack)


    Zitat

    Deutsche Grammophon – Ludwig van Beethoven – Symphonie Nr. 9 d-moll, op. 125 – Berliner Philharmoniker – Chor der St. Hedwigskathedrale – Ferenc Fricsay – Irmgard Seefried, Maureen Forrester, Dietrich Fischer-Dieskau, Ernst Haefliger.

    Also: 01 - Sinfonie Nr. 9 d-moll op. 125: Einspielungen (omi)

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • ... wäre ich sehr dankbar. Möglichst auch für ganz neue Aufnahmen mit herausragendem Klangbild.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Würde ich ja gerne machen, aber wie soll das gehen? Ich habe auf meine Liste geschaut, und die jüngste omi-9., die ich habe, ist die von Rattle mit den Wienern (2003). Und generell hattest du doch schon die wichtigsten selber gehabt: Thielemann, Järvi, Chailly, Barenboim, Jansons. Vielleicht Nagano, Rajski, de Vriend?


    Ich habe gefunden (kenne ich alle nicht):






    Ist damit Staat zu machen?



    jd *hä*

  • ... ich werde das mal checken. *yes*

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Elisabeth Schwarzkopf, Elisabeth Höngen, Hans Hopf, Otto Edelmann, Chor der Bayreuther Festspiele, Orchester der Bayreuther Festspiele, Wilhelm Furtwängler, 29. Juli 1951


    Wahrscheinlich eine von drei der besten Aufnahmen der Neunten durch Furtwängler, zumindest markiert sie eine Wegmarke und positioniert sich deutlich zwischen den Kriegaufnahmen und der letzten des Jahres 1954. Wo Furtwängler früher ums Existentielle rang und exaltiert haarscharf am Wahnsinn vorbeidriftete, feiert er hier stoisch und stetig vorwärtsschreitend den Höhepunkt abendländischer Musikkultur - das ist wesentlich homogener und zurückhaltender als 1942, aber auch nicht so verhalten wie manch andere Nachkriegsaufnahme. Von Satz zu Satz wird hier die Spannung aufgebaut und nicht gleich im ersten zum Höhepunkt getrieben; nach überzeugendem Kopfsatz, fulminantem Scherzo (das konnte wohl nur noch Fricsay so gut) und etwas zu breitem Adagio strebt in dieser Aufnahme tatsächlich alles erst im vierten Satz dem Gipfel zu; dessen Solisten- und Chorpartien angesichts des Alters der Aufnahme unglaublich präzise und direkt rüberkommen. Hier ist es vor allem der Schwarzkopf zu danken, dass einem die Gänsehäute im Viervierteltakt über den Rücken laufen, wenn man denn wie ich ihre Stimme mit deutlich forciertem Ausdrucksvermögen gutheißt.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793