Bach-Kantaten: HInweise zu "Einzeleinspielungen"

  • Hallo lieber Oolong, ich mag eigentlich alle Versionen, B.S.MS,C, jedoch liegt eine kleine Präferenz ;) schon beim Bariton od.Bass Bariton, hängt aber manchesmal auch von der Tagesform ab, oder was ich dann gerade im Ohr habe!


    LG palestrina


    Hallo, lieber palestrina - bei vielen Kantaten geht mir das ähnlich, da kann ich die unterschiedlichen Stimmlagen einträchtig nebeneinander geniessen, je nach Tagesform. Kurioserweise ist „Ich habe genug" für mich Männermusik! Ich kann es grad nicht erklären und bevor jetzt jemand darob tiefenpsychologische Deutungen meiner Seele anstellen will, zitiere ich Sigmund Freud:
    „Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre...!" *salut*

    Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.


    Marie von Ebner- Eschenbach


  • (P) 1998 hmf HMC 901644 [59:19]
    rec. Juli 1997


    Andreas Scholl (ct)
    Orchestre du Collegium Vocale
    D: Philippe Herreweghe


    • BWV 170 - Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust (6. Sonntag nach Trinitatis)
    • BWV 54 - Widerstehe doch der Sünde (Oculi)
    • BWV 35 - Geist und Seele wird verwirret (12. Sonntag nach Trinitatis)


    Drei Kantaten für Solo-Alt, hervorragend intoniert von Scholl und würdig begleitet von Herreweghes Ensemble: eine zurückhaltende Innigkeit geht von der Aufnahme aus, die sehr gut zum Ausdruck dieser drei Kantaten paßt. Klasse... :thumbsup:



    jd :wink:



  • (P) 1991 hmf 901365 [52:23]
    rec. Januar 1991 (Église Notre-Dame du Liban, Paris)


    Peter Kooy (b)
    Choeur et Orchestre de la Chapelle Royale
    D: Philippe Herreweghe


    • BWV 82 - Ich habe genung (Mariä Reinigung)
    • BWV 56 - Ich will den Kreuzstab gerne tragen (19. Sonntag nach Trinitatis)
    • BWV 158 - Der Friede sei mit dir (3. Osterfesttag)


    Drei Kantaten für Solo-Baß: Kooy singt herrlich und mit viel Würde, Herreweghes Begleitung ist präzise auf ihn abgestimmt. Stark... :thumbsup:



    jd :wink:


  • Elisabeth Schwarzkopf, sicherlich nicht unumstritten, ist für mich aber trotzdem im Sopranbereich die absolute Nr. 1 was Bachkantaten angeht. Ich gestehe aber gerne, dass ich da kaum noch objektiv bin. 8-)

  • Thomas E. Bauer, Sarah Wegener, Lydia Teuscher, Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester, Christoph Spering, 2016


    Kennt das schon jemand?

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Guten Tag


    Kirchheimer BachConsort ( 2016 ) Kantaten BWV 32,57 & 58



    " Dialogkantaten für Sopran & Bass "


    Das kleine aber feine Kirchheimer BachConsort und die bestens mit dem Metier vertrauten Solisten Hana Blazikova (Sopran) und Dominik Wörner (Bass) bieten eine besinnliche Interpretation dieser Dialogkantaten.



    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Guten Tag


    Les Folies Francoise [ 2007 ) Kantaten BWV 32,49 & 57



    " Concerto in Dialogo "



    Mit Bravou von dem Choeur regional d'Auvergne, dem Ensemble Les Folies Francoises und den Solisten Salome Haller (Sopran), Stephan Macleod (Bass) und Francois Saint-Yves (Orgel) eingespielt.
    Bemerkens- und hörenswert ist, dass mit einer echten Barockorgel -der 2004 als Rekonstruktion von Bach Arnstädter Dienstinstument um 1703 erbaute Orgel der Kirche von Pontaumur/Auvergne- musiziert wird.
    Dies ergibt besonders in der einleitenden "Sinfonia" von BWV 49 -zusammen mit einem Cembalo- ein beeindruckendes Klangfundament.



    Gruß :wink:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Thomas E. Bauer, Sarah Wegener, Lydia Teuscher, Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester, Christoph Spering, 2016


    Kennt das schon jemand?

    Den allgemeinen Lobeshymnen kann ich mich nicht anschließen; es kommt mir schon so vor, als habe man den Anlass zum Anlass genommen und schnell thematisch die entsprechenden Kantaten eingespielt. Das ist nicht schlechter als von anderen in ähnlicher Preisklasse musiziert; aber die Aha-Erlebnisse blieben mit ganz wenigen Ausnahmen überraschender rhythmisch-melodischer Finessen aus.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793

  • Christine Schäfer, RIAS Kammerchor, Berliner Barock Solisten, Bernhard Forck, 2012


    Mal ein Beispiel, wo ich eine Stimme deplatziert finde, aber wer weiß, wie das andere sehen.

    "Je edler das Ding und je allmächtiger, desto fürchterlicher und teuflischer ist der Mißbrauch. Brand und Ueberschwemmung, die schädlichen Wirkungen von Feuer und Wasser, sind nichts gegen das Unheil, das die Vernunft stiften wird – wohl zu merken, die Vernunft ohne Gefühl, wie sie nach den Merkmahlen dieser Zeit uns bevorsteht …“ Georg Forster aus Paris an seine Frau am 16. April 1793