Soloinstrumente außerhalb von Solokonzerten

    • Offizieller Beitrag

    Ich weiß nicht, ob wir schon einen ähnlichen Thread haben; aber ich denke oft darüber nach, wie doch manche Orchesterwerke im Gelingen sehr stark von bestimmten Solopartien abhängen; vor allem auch am Beginn. Ich denke an die Klarinette in der 1. Sinfonie von Sibelius oder die Trompete bei Mahlers Fünfter. Kennt ihr weitere Werke, bei denen von einem Solisten Wohl und Wehe der ganzen Aufführung mit abhängt?

    • Offizieller Beitrag

    Och ja, z.B. wenn es dem Interpreten/der Interpretin obliegt zumeist am Ende des Kopfsatzes eines Instrumentalkonzerts seine/ihre Improvisationsfähigkeiten nachhaltig unter Beweis zu stellen (Friedrich Guthmann, Ueber Kadenzen, in: Musikalische Zeitung - 10.07.1805).

    Naja, schon recht; aber eben außerhalb des Solokonzerts; so habe zumindest ich das verstanden ...

  • Also ob nun gleich Wohl und Wehe der gesamten Aufführung davon abhängt, vermag ich nicht zu beurteilen; aber wenn schon der gefürchtete Beginn des Solo-Fagotts in Strawinskys "Sacre du Printemps" daneben geht, könnte man schon in seiner Erwartungshaltung für den weiteren Verlauf des Stücks in gewisser Weise "manipuliert" oder "konditioniert" sein. Man hört dann vielleicht noch etwas genauer hin als sonst.

    Wohl und Wehe der geamten Aufführung hängt aber mit Sicherheit von der Art und Weise ab, wie der Trompeter seinen Part in "The Unanswered Question" von Charles Ives bewältigt. Ein grandioses Stück!


    Grüße, harry

  • Mir fällt noch ein: die verschiedenen Solo-Instrumente (bes. Klarinette), denen die "Idée fixe" in Berlioz' "Sinfonie fantastique" anvertraut ist.

    Außerdem der "Prototyp" für diesen Thread: Benjamin Brittens "The Young Person's Guide to the Orchestra". Man sollte sich vom Titel nicht täuschen lassen; das ist nicht nur für "junge Leute" und außerdem wahnsinnig schwer zu spielen.