Referenzaufnahmen

  • ... wer entscheidet darüber? Wie definiert man das? Und warum? Und wie geht das?


    Aussagen wie „... hat das Zeug zur Referenzaufnahme ...“ klingen ja schon groß, aber eben leider inhalt- und m. E. völlig haltlos; da werden Äpfel mit Birnen verglichen und rein persönliche Gusti vermarktet.


    Für mich sind die klassischen Referenzaufnahmen alles andere, nur keine Referenzaufnahmen. Meine Referenzaufnahmen dagegen werden von der Umwelt nicht als solche wahrgenommen.


    Mal blöd gefragt: was soll der Quatsch also überhaupt?


    *hä*


    Referenzaufnahmen können m. E. nur etwas völlig Subjektives sein - man kann dem Referenzgeber, so man ihn langjährig kennt, durchaus vertrauen; aber das macht ihn noch nicht zum Entscheider über Leben und Tod. Oder gibt es so etwas wie ein „kollektives Referenzbewußtsein“ (Stichwort: Kanon)?

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • ... ist für mich das überflüssigste Wort der gesamten Musikschreiberei.

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

  • Ich hatte seinerzeit einen Thread dazu in C installiert, in welchem es auch um andere Termni geht:


    Terminologie in Musikkritiken - eine kritische Analyse (von A-Z)


    Wollen wir den rüberholen?

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

  • Von mir aus gern; hier geht's aber weiterhin um die Problematik der „Referenzaufnahme“.


    Referenzaufnahmen sind doch wie Sexualpartner/innen: sie sind solange die „geilsten“, bis etwas (vermeintlich) bess'res kommt. Das ist doch ziemlich schweinisch unmenschlich. Im schlimmsten Fall werden die einstigen Referenzaufnahmen zum schlimmsten, was man je gehört hat ... das ist mitten aus dem Leben gegriffen.
    *ägy*

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • Referenzaufnahme ist schlicht eine contradictio in adiecto: Die Bedingungen des Musikhörens von Tonträgern sind so vielfältig von den technischen Voraussetzungen der Wiedergabe bis hin zu den Befindlichkeiten der Rezipienten, dass man niemals nur mehr als zeitgebundene und absolut relative Aussagen treffen kann.

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

  • Dafür benutzt du es aber doch oft !!


    Nur als Beispiel.


    LG palestrina


    :D


    Ich hatte eigentlich Ulli erwartet damit. :) Klar, man bedient sich der vorhandenen Terminologie. Aber oft verwende ich es nicht, wenn man meine 12 000 Postings dazu in Relation setzt. *yes*

    "Die zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Welt: demographische Expansion und genetische Degeneration sind unlösbar. Die liberalen Prinzipien verhindern die Lösung des ersten, die egalitären die des zweiten." Nicolás Gómez Dávila (1913-1994)

  • Ich hatte eigentlich Ulli erwartet damit.


    Ich habe meine mitdenkenden Mitarbeiter. Alles kann ich nicht mehr alleine machen. Sogar Caravaggio, Rembrand, Mozart und Anton Walter hatten Zuarbeiter.

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790