Neuerwerbungen (2017) - Bücher

  • In der vergangenen halben Stunde habe ich an dieser Stelle über die Schwierigkeit geschrieben, genug Zeit zum Lesen zu finden....wie auch über meine ungebrochene Neugier und Interesse an Literatur.


    Sich Zeit für Bücher zu nehmen, steht bei mir an allererster Stelle. In der Rangliste meiner liebsten Tätigkeiten steht die Literatur, auch das dazu kongruierende Hörbuch, mit großem Abstand ganz oben; selbst die Musik muss sich da anstellen.


    Wenn übrigens Menschen behaupten, sie fänden keine Zeit zum Lesen (und damit meine ich nicht einen vielbeschäftigten Mann wie dich); ist das meist "gelogen". Ich verlange von denen immer, sie sollten mal ihre Tage pro Woche genau sezieren und schauen, wo sie sie stundenlang vor der Glotze hängen oder anderswo sinnlos Zeit vergeuden.


    Teilweise Ersatz für das Lesen ist meine Arbeit als Therapeut mit Menschen, deren Leidensdruck sie antreibt, mit mir als "Entwicklungshelfer" Irrwege frei zu schaufeln, um Schönheit und Farbenreichtum des eigenen Lebens wieder sehen zu können.


    Ich wäre gerne in Therapie bei dir! *yes*


    Leider ist der PC abgestürzt und mein Geschreibsel in die Tiefen des Netztes geplatscht.....

    Lieber Arnulfus, nimm es mir nicht krumm; aber man schreibt doch vorher in einem Word-Dokument und speichert permanent ab; ich würde doch niemals einen längeren Sermon hier ablassen in der ständigen Gefahr, dass die digitale Welt uns zum Narren hält.


    Habe ich auch, hat meine Erwartungen aber nicht erfüllt.


    Klingt spannend ...

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)

  • Ich habe mir unlängst die gekauft:



    Und musste feststellen, dass diese Ausgabe KEINE "Urtext+ und KEINE "Studien-" Ausgabe ist, egal, wie sie beworben wird. Der Notentext ist auf ZWEI Systemen notiert, und nicht als Partitur, wie eben im "Urtext". Da ich die Noten zum Mitverfolgen des Gehörten benötige (egal ob auf Klavier, Cembalo, Orgel, Streichquartett, Gamben oder Ukulele), ist mir so eine Ausgabe völlig unnütz, da die Stimmverläufe so (für mich) absolut chaotisch werden. Wieder Geld für Scheiße ausgegeben.


    Das ist eigentlich die praktische Ausgabe, die sich Davitt Moronay für seine CD-Aufnahme verfertigt hat. Urtext ist das ganz und garnicht.


    Nun nachbestellt:



    :cursing:*motz**grrr**beiss*


    LG
    Tamás *castor*

  • Eine Notenausgabe ist die "optische Aufbereitung" der Musik. Urtext würde für mich heißen, dass die "Aufbereitung" mit dem Original (der eigentliche "Urtext") in jedem Punkt übereinstimmt. Nicht nur in manchen Aspekten.


    LG
    Tamás
    *castor*

  • Witzig. Das habe ich 1976, nach meiner 2. Ohren-OP im D-Zug 1. Klasse nach Berlin gegönnt. Eine Freundin aus Studentinnenzeiten hatte mich in ihr wunderbares Haus in Dahlem eingeladen, weil ich gerade mit Hörgerat hören lernen musste - und ich las von der Nähe und der Näherin; und irgendwann, zwischen Hannover und Magdeburg in der meist platten Landschaft - es war etwas diesig, in der Hitze flirrte die Luft - konnte ich nicht mehr zwischen Nähe und Ferne unterscheiden, wenn ich aus dem Fenster sah - die Nähe war auf einmal fern und die Ferne nah, auf einem Schiff wäre ich sicher seekrank geworden. diese für manche kleinen Werke von Heidegger habe ich immer gern gelesen, sie vermitteln auch seine Sprache, bzw. die Bedeutungen der Wörter, mit der er seine Sprache auflädt, relativ verständlich.


    Ich wünsch dir eine interessierte Lektüre und schöne Sommerfrische, wie das früher mal hieß.


    lg vom eifelplaz, Chris

  • Witzig. Das habe ich 1976, nach meiner 2. Ohren-OP im D-Zug 1. Klasse nach Berlin gegönnt. Eine Freundin aus Studentinnenzeiten hatte mich in ihr wunderbares Haus in Dahlem eingeladen, weil ich gerade mit Hörgerat hören lernen musste - und ich las von der Nähe und der Näherin; und irgendwann, zwischen Hannover und Magdeburg in der meist platten Landschaft - es war etwas diesig, in der Hitze flirrte die Luft - konnte ich nicht mehr zwischen Nähe und Ferne unterscheiden, wenn ich aus dem Fenster sah - die Nähe war auf einmal fern und die Ferne nah, auf einem Schiff wäre ich sicher seekrank geworden. diese für manche kleinen Werke von Heidegger habe ich immer gern gelesen, sie vermitteln auch seine Sprache, bzw. die Bedeutungen der Wörter, mit der er seine Sprache auflädt, relativ verständlich.


    Ich wünsch dir eine interessierte Lektüre und schöne Sommerfrische, wie das früher mal hieß.


    lg vom eifelplaz, Chris


    Liebe Chris,


    nimm es mir nicht übel, aber ich bin total begeistert; dass eine Frau Heidegger liest, das ist mir bislang noch nicht vorgekommen: Alle meine Hausgötter wie Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Sloterdijk etc. sind allesamt nicht wirklich frauenaffin. Ich kenne Heideggers Werke schon lange, neben "Sein und Zeit", mit dem man nie fertig wird im Leben, haben es mir auch die kleineren Sachen angetan. Also die Vorlesungen über Hölderlin, der "Brief über den Humanismus" oder "Was ist Metaphysik?". Auch den Feldweg las ich schon vor Jahren, aber ich konnte dieser süßen Ausgabe für die Westentasche nicht widerstehen.


    P.S. Du schreibst übrigens gut. *yes*

    "Wir Asketen hingegen kaufen nie mehr Musik als man bei Tag und Nacht-Beschallung in 50 Jahren hören könnte und nie mehr Bücher als man bei einer mittleren Lebenserwartung von 287 Jahren lesen wird..." (Oolong)