03 - Streichquartette: Einspielungen (opi)

    • Offizieller Beitrag


    Streichquartett Es-Dur op. 51 „Slawisches"
    Streichquartett F-Dur op. 96 „Amerikanisches"


    Antiquarius Quartet Praga
    Václav Návrat - Violine (Franz Anton Wild, Brunn 1792)
    Simona Tydlitátová - Violine (Johann Christian Partl, Wien 1791)
    Ivo Anýž - Viola (Michael Wuller, Pragae 1785)
    Petr Hejný - Violoncello (Pellegrino Zanetto, Brescia 1581)


    Beim Studium der Instrumentenliste springt sogleich ins Auge, daß es sich nicht - wie Viviana Sofronitzky zu sagen pflegt - um „Composers Instruments" handelt, also keine aus der Lebenszeit des Komponisten und Entstehungszeit der jeweiligen Werke. Nichtsdestotrotz wird natürlich opi gespielt und man kann auch davon ausgehen, daß diese Instrumente nicht unbedingt Jahrhunderte lang auf irgendeinem Dachboden herumgelungert haben, sondern mehrere hundert Jahre auch bespielt wurden; ob gerade mit Dvořák sei einmal dahingestellt ... der Klang ist meiner Empfindung nach besonders beim „Amerikanischen" Quartett sehr beeindruckend und ich versetze mich jetzt in die Situation der Instrumente, für welche diese Klänge völliges Neuland (gewesen) sein müssen.


    Durch die zahlreichen Doppelgriffe der Streicher geht für mich bei Dvořák doch einiges typisch Transparente und Feinsinnige im (klassischen; Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert) StrQ zu Lasten einer gewissen „Fettigkeit" verloren; da wird ein StrQ mal eben schnell zum Quintett, Sextett, Septett ... nichtsdestotrotz schätze ich besonders die langsamen Sätze und die slawischen Rhythmen sehr, egal wie die Stücke nun heißen ...

    • Offizieller Beitrag

    Kannte Dvořák eigentlich Beethovens op. 72b und verfolgte in seinem eigenen op. 96 den „Freiheitsgedanken"?


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    Dvořák: Bratschenmotiv zu Beginn des Quartetts op. 96


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    Beethoven: Motiv aus der Leonore II op. 72b
    :beatnik: