07 - „Ungerische Melodie" h-moll D817: Einspielungen (opi)

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    Die „Ungerische Melodie" (so lautet der Originaltitel; kurzes raubULLIstisches Intermezzo: Ungern in Ungarn; Hungry in Hungary) ist vielleicht nicht so bekannt wie das wohl darauf aufbauende Divertissement g-moll op. 54 D818 und entstand, wie D818, im September 1824 in Zeléz (Zselitz). Diese Melodie ist Grundlage des Finalsatzes von D818, hier allerdings (noch) in der zweihändigen Fassung, die nicht minder das Gemüth anregt, das stockende Blut in Wallung bringt:



    Nikolaus Lahusen,
    Hammerflügel Conrad Graf (original)

    4:39


    Durchdringend, bestimmend (mir fehlt etwas die Unsicherheit), dafür schön registriert (besser: pedaliert) und betrübt ...


    (jpc deest)


    Leen de Broekert,
    Fortepiano Michael Walker 1993 Modell Anton Walter

    2:38


    Beinahe exaltiert, jedenfalls sehr extrovertiert, was dem Werk (den Ungarn ansich durchaus) eigentlich nicht zuzutrauen ist, ihm aber gut steht.


    (jpc deest)


    Trudelies Leonhadt,
    Hammerflügel Benignus Seidner, Wien c1815

    4:29


    Eine sehr direkte, erdige Aufnahme.


    In welcher der drei feilgebotenen steckt nun die Schubert'sche „Wahrheit“?


    Kein anderer als der Namensvetter Liszt hat eine Paraphrase über D817 verfasst; Disc 2 Nr. 3 (omi).

    Alles sollte sein wie es war - und nicht wie wir es uns wünschen!

    (HIPpokrates)