01 - Kurzbiographie


  • Andreas Romberg gehört in gewisser Weise zum Beethoven-Zirkel: Der 1767 in Vechta geborene spätere Violinvirtuose und Komponist fand 1790 gemeinsam mit seinem Cousin Bernhard Romberg (Violoncellist) eine Anstellung an der Bonner Hofkapelle, wo auch Ludwig van Beethoven (noch bis 1792) als Bratscher mitwirkte. Beethovens Lehrer Christian Gottlob Neefe unterrichtete zeitweise alle drei Musiker. Ferdinand Ries (1784-1838 ), der Bonn (wie Beethoven) noch vor der anstehenden Jahrhundertwende verließ, spielte zusammen mit Beethoven (Bratsche) und den Cousins Romberg Streichquartett. Reisen führten Romberg über Paris, Italien und Wien nach Hamburg, wo er von 1800 bis 1815 lebte und wirkte. Seinem Streben nach finanzieller Sicherheit folgend, verließ er Hamburg, um sich dann in Gotha als bescheidener Kapellmeister niederzulassen. Dort starb er 1821.


    Rombergs Musik hat - ganz im Gegensatz zu jener Ferdinand Ries' - weitaus weniger mit Beehoven als z.B. mit Joseph Haydn gemeinsam. Bereits bei seinen wunderbaren Streichquartetten fällt diese unmittelbare musikalische Nähe zum Vorbild (?) Haydn auf.


    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790


    Plaudite, amici, comedia finita est. Finis coronat virus. (Covid)