L'Archibudelli

  • ALLMUSIC
    Diskografie: jpc
    Wikipedia: Anner Bylsma


    Das Streicher-Ensemble, das auf historischen Instrumenten spielt, gewinnt für mich erst seit ein paar Monaten an Bedeutung, seit ich Kammermusik von Mozart, Mendelssohn-Bartholdy oder Brahms in opi-Interpretationen höre und die diesbezüglichen Aufnahmen sind immer noch rar genug gesät. Unumstritten freilich sind die Aufnahmen nicht.

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • l'archibudelli, Lutherse Kerk, Haarlem, Holland, 25.-27. Februar 1999


    Quintett A-Dur für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello op. 18 (1826) MWV R 21
    Quintett B-Dur für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello op. 87 (1845) MWV R 33


    l'archibudelli
    Vera Beths: Violin
    Lucy van Dael: Violin
    Jürgen Kussmaul: Viola
    Guus jeukendrup: viola
    Anner Bylsma: Violoncello


    Jüngst erstanden, aber auch nicht wirklich überwältigt.

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • L'Archibudelli, Vera Beths & Marilyn McDonald, Jürgen Kussmaul & Guus Jeukendrup, Anner Bylsma & Kenneth Slowik, 1995


    Das ist bislang meine liebste Einspielung des Ensembles; ich hatte oft Probleme mit Brahmsens Kammermusik und dem fetten Ton resp. der Unbeweglichkeit älterer omi-Aufnahmen. Davon hier keine Spur: Spielfreude gepaart mit einem hinreichend warmen Klang.

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • Jos van Immerseel, Anner Bylsma, L'Archibudelli, Mozzafiato, Charles Neidich, 1991-1999


    Die Aufnahmen kenne ich nicht; gibt es wohl auch einzeln.



    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • Vera Beths, Lisa Rautenberg, Steven Dann, Anner Bijlsma, Kenneth Slowik, 1990


    Ganz starke Aufnahme!

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • Eifelplatz und ich sind uns darin einig, dass manche Aufnahme des Ensembles unseren Ohren doch eher fad erscheint. Anderes wiederum scheint voll und ganz zu passen, wie etwa bei Brahms; aber kann es sein, dass die ganz große Expressivität nicht die Stärke der Streicher-Crew ist; wohl auch nicht gewollt?

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • Ich habe vor ein paar Jahren die jeweils 5-CD umfassenden Sets mit Beethoven-, Mozart- und Schubert-Aufnahmen erstanden und die Mozart-CD befindet sich in der erwähnten Box:



    Damals war ich sehr froh darüber, so viel gabs ja nicht mit altem Instrumentarium. Die Aufnahmen stammen aus den frühen 1990er Jahren, Sie sind ziemlich schlecht dokumentiert, die CDs stecken in einer Papphülle, auf der Rückseite steht was drauf ist, wer spielt und die "Instrumentengattung". Wie gestern, bei der von mir gezeigten Bruckner-Aufnahme mir der Stradivari, fange ich schon mal an zu überlegen, was man sich dabei gedacht hat.


    Die Mozart-CD ist sicher gut gut gespielt und aufgenommen; die heißblütigsten sind sie ja nun mal nicht. Die Aufnahme mit dem Ricercar-Consort finde ich meistens besser, kommt aber auch auf meine Tagesform an.



    lg vom eifelplatz, Chris.

  • Eifelplatz und ich sind uns darin einig, dass manche Aufnahme des Ensembles unseren Ohren doch eher fad erscheint. Anderes wiederum scheint voll und ganz zu passen, wie etwa bei Brahms; aber kann es sein, dass die ganz große Expressivität nicht die Stärke der Streicher-Crew ist; wohl auch nicht gewollt?


    Deren Schubert-Quintett, von unserem Archie so sehr über geschätzt, kann ich nicht viel abgewinnen; da liegen die Festetischen weit, weit vorn ... beim FQ habe ich sie offenbar nicht mal einer Erwähnung für wert befunden (oder bin mit dieser Baustelle noch nicht fertig geworden), werde dies aber nachholen.


    Ansonsten kann ich Yays und Eiffels Meinung teilen: meistens eher bedeckt ... nicht schlecht, nicht hervorstechend, aber sicher sehr gut. Sie machen nicht soviel Redens von sich, sind eher still und heimlich, klamm ... man entdeckt sie meistens zu spät, wenn es bereits „besseres" gibt. Für mich eben die, die „nach der Arche buddlten" - andere haben sie gefunden: für mich meist zu seicht, zwar HIP/opi, aber zu zurückhaltend, unauffällig ... was mitunter ja auch ein Pluspunkt sein kann; je nach Verfassung.


    Zum Beispiel Haydns (einziges) Hornkonzert; losgelöst ein wunderbarer Traum von Musik, im Vergleich mit modernen opi-Einspielungen jedoch eher zu vernachlässigen ... trotz allem stets immer als „gute Adresse" abgespeichert („sichere Bank" ist ja out).

    Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.

    W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

  • ... beim FQ habe ich sie offenbar nicht mal einer Erwähnung für wert befunden (oder bin mit dieser Baustelle noch nicht fertig geworden), werde dies aber nachholen.

    Das wäre schön. Irgendwo hat sie aber jemand mal im Zusammenhang erwähnt.


    Ansonsten kann ich Yays und Eiffels Meinung teilen: meistens eher bedeckt ... nicht schlecht, nicht hervorstechend, aber sicher sehr gut. Sie machen nicht soviel Redens von sich, sind eher still und heimlich, klamm ... man entdeckt sie meistens zu spät, wenn es bereits „besseres" gibt. Für mich eben die, die „nach der Arche buddlten" - andere haben sie gefunden: für mich meist zu seicht, zwar HIP/opi, aber zu zurückhaltend, unauffällig ... was mitunter ja auch ein Pluspunkt sein kann; je nach Verfassung.


    trotz allem stets immer als „gute Adresse" abgespeichert („sichere Bank" ist ja out).

    Sehr schön auf den Punkt gebracht. Vielleicht sind sie der Herreweghe der opi-Streicher? 8-)

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)

  • L'Archibudelli, 1996


    Kein Vergleich zum Festetics Quartet.

    "Nach meiner Erinnerung, damals war ich neun Jahre alt, hat man die damaligen Ereignisse in meinem Umfeld mit einem Schulterzucken ohne viel Aufhebens zur Kenntnis genommen - das war es auch schon." Max (zum Mauerfall)