01 - Clavierkonzert KV 459 F-Dur: Einspielungen (opi)

  • Da kenne ich:


    Viviana Sofronitsky / Tadeusz Karolak (2005)


    (P) 2005 Pro Musica Camerata 042 [27:12]
    (C) 2011 Et'cetera KTC 1424 (11 CDs)
    rec. Dezember 2004 ~ März 2006 (Warschau, Polen)


    Viviana Sofronitsky
    [Hammerklavier: Paul McNulty - nach Anton Walter)]
    Musica Antiqua Collegium Varsoviense
    D: Tadeusz Karolak


    Sofronitsky erscheint mir so entspannt und in Mozarts Musik vertieft, daß ich kaum mehr erkenne, wo sie gestaltet und wo nur die Noten spielt: das ist aus einem Guß, ohne Blasenbildung und Fehler im Material. Hier wirkt die Musik "rein" im besten Sinne - darauf ausgerichtet, innerhalb bestimmter Parameter sich entfalten zu können und nur sich selber zu genügen. Es geht nicht um Ansprüche technischer oder interpretatorischer Natur, sondern das Phämonen Noten zu lebendiger Kunst zu verwandeln. Da ist Leben, Innigkeit, Würde - mehr braucht man eigentlich wirklich nicht. Reinheit reicht aus.


    Grandios... :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

    • Offizieller Beitrag

    Abgesehen davon, daß Sofronitzky bei der Instrumentenwahl nur wenig chronologisch changiert (lediglich die Frühwerke sind auf einem Cembalo oder sowas gespielt), das Gerät Ihres Mannes Modell AW beledert ist und die Vorschläge nicht zeitgerecht gespielt wurden*, ist diese GA noch immer die beste historisch informierte auf dem Markt bisher. Einzelaufnahmen von Schoonderwoerd stechen sie aber durchaus (nach meinen Kriterien) aus. Immerhin schafft sie es, beim 1. Clavierkonzert KV 175 den richtigen Notentext zu verwenden (was den meisten Interpreten, ob HIP, HUP, omi, opi) durchgegangen ist.


    *„Irgendwas is' ja immer" (Mike Krüger); aber gerade diese drei Aspekte sind mir die wichtigsten; alles andere: kommt danach.

    Alles sollte sein wie es war - und nicht wie wir es uns wünschen!

    (HIPpokrates)