Beinum, Eduard van (1900-1959)

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    Wikipedia: Eduard van Beinum


    Wenn es eine Ehre ist, in seinen Stiefeln zu sterben; gehört der Niederländer in den Reigen eines Keilberth oder Sinopoli; also der Dirigenten, die am Pult in Ausübung ihrer Berufung starben, sei es bei der Probe oder Aufführung. Quem di diligunt, adulescens moritur. Das Herz ist eben doch nur ein Muskel und ohne Seele. Es ist daher schön, dass dieser Antipode von Mengelberg, dieser gute Mensch und große Künstler, nun auch diskografisch wiederentdeckt wird seit den 90ern, obwohl die meisten seiner Aufnahmen mono sind.

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    Für mich verbindet sich der Name van Beinum zuallererst mit dem Bruckners. Da ich auch unvoreingenommen an älteren Interpretationen interessiert bin und selten enttäuscht wurde; war ich trotzdem völlig konsterniert, welche andere Qualität diese Deutungen aus den 50ern haben und wie meilenweit sie vielen gegenwärtigen Deutungen überlegen sind. Diese Box enthält auf 4 CDs vier Beispiele, von denen keines nicht überragend ist:



    CD 1


    Anton Bruckner

    5. Sinfonie

    Concertgebouw Orchestra

    Eduard van Beinum

    12. März 1959 (live)


    CD 2

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    Anton Bruckner

    7. Sinfonie

    Concertgebouw Orchestra

    Eduard van Beinum

    Mai 1953



    CD 3



    Anton Bruckner

    8. Sinfonie


    Concertgebouw Orchestra

    Eduard van Beinum

    6. - 9. Juni 1955



    CD 4



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    Anton Bruckner

    9. Sinfonie

    Concertgebouw Orchestra

    Eduard van Beinum

    17. - 19. September 1956


    Der unermüdliche Joachim Wagner schreibt bei Amazon:



    Das wird man so unterschreiben können und ich würde zu jeder der enthaltenen Sinfonien zusammenfassen:


    5. Sinfonie: Atemberaubende Interpretation; schnörkellos, geradlinig, präzise und feinnervig, von einer inneren Logik und Homogenität, die man bei der 5 eigentlich nicht erwartet


    7. Sinfonie: Schönheit ohne Kitsch, organisch und ehrlich, präzise und stark, ohne die tiefe Verzweiflung eines Kegel, aber tief wie Furtwängler, wenn der die Siebte gekonnt hätte


    8. Sinfonie: Monumentalität ohne Monstrosität, Furor ohne Vergewaltigung, Moderne ohne Zeigefinger, das Adagio säkularer und schöner als später bei Kegel und Co., das Böse auf der Seite des gerade noch Guten, das Finale als multipler Orgasmus


    9. Sinfonie: beeindruckend vollendete Unvollendete, antizipiert alle späteren Interpretationen zwischen Keilberth und Celibidache; Wärme im Endkampf, epische Breite in flotten Tempi, Struktur im Chaos, nachgiebige Dominanz und verhaltene Schönheit, freundliche Übernahme statt Endsieg

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    Es gibt noch weitere Aufnahmen Bruckners von ihm:


    Joachim Wagner:


    Ich besitze noch:




    Anton Bruckner

    4. Sinfonie Es-Dur (Die Romantische, WAB 104)

    Concertgebouw Orchestra

    Eduard van Beinum

    Juni 1952



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    Anton Bruckner

    7. Sinfonie

    Concertgebouw Orchestra

    Eduard van Beinum

    10. September1947




    Anton Bruckner

    8. Sinfonie

    Concertgebouw Orchestra

    Eduard van Beinum

    21. April 1955 (live)

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    Bei Brahms eine vollständige GA und eine, bei der die 2 fehlt:


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    London Symphony Orchestra

    Adrian Boult




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    Johannes Brahms

    1. Sinfonie



    BBC Symphony Orchestra

    Adrian Boult

    1971-1976



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    Johannes Brahms

    3. Sinfonie


    BBC Symphony Orchestra

    Adrian Boult

    1976




    Johannes Brahms

    4. Sinfonie


    BBC Symphony Orchestra

    Adrian Boult

    1975/1972