Yoricks Nachtgedanken bei Tage

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    Ein großes Problem unserer Gesellschaft ist, dass viele wichtige Aufgaben, die eben jene Gesamtgesellschaft betreffen; an den Staat als ein Abstraktum delegiert werden; sodass man persönlich nicht betroffen ist und dennoch nach Lust und Laune schimpfen und jammern kann; wenn etwas nicht so läuft, wie man es gerne hätte.


    Ich habe das symptomatisch schon an der sogenannten Flüchtlingskrise deutlich gemacht; denn die ganze Migrationsproblematik scheint geeignet, das Missverhältnis zwischen privaten und öffentlichen Sphären zu illustrieren. Ich bin daher der Meinung; jeder Befürworter der unkontrollierten Migration sollte zum persönlichen Paten und Mentor von so vielen Migranten gemacht werden, wie sein eigener Hausstand Menschen fasst. Das heißt, er muss jenen Obdach bieten, entweder im eigenen Heim, der eigenen Wohnung, dem eigenen Haus; oder, weil sicher in den wenigsten Fällen Platz genug vorhanden ist, eine Wohnung oder ein Haus anmieten auf eigene Rechnung. Zum Wohnen käme natürlich die Sorge für Nahrung, Kleidung und die unverzichtbaren Elemente unserer Lebensweise wie Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine. Schließlich wären die Schutzbefohlenen über die eigenen Kassen krankenzuversichern; Intergrationsmaßnahmen wie das Erlernen der Sprache, Suche nach Jobs oder überhaupt das Bewegen in unserer Gesellschaft schlössen das Gesamtpaket ab.


    Ich bin sicher, dass diese Art der Verteilung aller Lasten auf alle willige Schultern für alle Parteien zum Nutzen ausschlüge: Die Mentoren würden zusehen, dass ihre Schützlinge so bald als möglich auf eigenen Beinen stehen könnten; die Migranten würden eintauchen in unsere Verhältnisse und einem gewissen Druck unterliegen, sich in der neuen Welt zurechtzufinden und schließlich wäre der Staat entlastet, was auch die öffentliche Diskussion versachlichen und entspannen würde; wodurch wiederum eine harmonischere Öffentlichkeit entstünde, die auch wieder allen Beteiligten zugutekäme.


    Dieses Verfahren ließe sich auf alle möglichen anderen gesellschaftlichen Problemfelder übertragen; immer mit dem Ziel; konkrete Politik dem Abstrakten zu entziehen und sozusagen zu personalisieren und zu privatisieren.

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    Wir schreiben das Jahr Zweitausendeinundzwanzig in einer der wohlhabendsten Industrienationen der Welt und noch immer ist es nicht möglich, dass man als Kranker eine Chipkarte bei sich führt, in der alle Behandlungen aller Haus- und Fachärzte, Krankenhausaufenthalte, Medikationen etc. datensicher verzeichnet sind. Wer wie ich leider viele gesundheitliche Baustellen zu betreuen hat und von Facharzt zu Facharzt rennt, muss als privat Versicherter schon ein eigenes Büro mit entsprechender Infrastruktur unterhalten, um der Rechnungen und Befunde Herr zu werden und nicht den Überblick zu verlieren und zu verarmen.


    Bei JEDEM Arztbesuch geht das von vorne los, bei jeder Einweisung ins Krankenhaus: Jeder Schwester erzählt man von Neuem, was man bereits hinter sich hat; und das, obwohl man kurz vorher noch handschriftlich (sic!!!) Zettel ausfüllen musste mit den gleichen Informationen, die dann eingescannt (sic!!!) werden. Und dann trifft man endlich den Arzt und der will wieder das Gleiche wissen und tippt es in seinen Rechner oder schreibt es in seine Unterlagen. Dann fängt man bei komplexeren Geschichten wieder an, dem Doktor die Problematik so zu erläutern, dass er den Grund meines Hierseins versteht; aber meist will der das gar nicht wissen, ihn interessiert nur der Istzustand am gegenwärtigen Tag.


    Ich habe, eben weil es einen solchen Chip noch nicht gibt, für jeden Facharzt alle Informationen auf einem Merkblatt zusammengetragen; oft mit den meines Erachtens notwendigen Querverweisen auf Interdependenzen; einmal als Ausdruck und auch auf einem Stick. Nicht einer liest sich das durch oder kopiert sich etwas in sein System nach den nötigen Sicherheitschecks! da muss man dann selber aufpassen, dass sich die verschiedenen Therapien nicht in die Quere kommen, gegenseitig aufheben oder gar zu Ungunsten ausschlagen. Man wird ungewollt aus Selbstschutz zum Fachmann für die Verträglichkeit von Medikamenten, weil der eine Arzt nicht weiß und wissen will, was der andere verordnet.


    So eine Datei mit allen Daten wäre also unendlich wichtig: Einstecken ins System und schwuppdiwupp steht der Patient gläsern vor dem Halbgott in Weiß mit seiner kompletten Patientenakte! Freilich müsste der Arzt dann mehr Zeit aufwenden und sich vor dem Ortstermin informieren und nicht erst die Patientenblätter rauszerren, wenn der schon die Schwelle zum Behandlungsraum überquert. Wievielte Fehler in der Notaufnahme, im Krankenhaus und in jeder x-be­lie­bigen Praxis könnten vermieden werden; wieviel Zeit könnte man sparen und wichtigeren Dingen widmen; um wieviel würde die Qualität der medizinischen Versorgung steigen?


    Der Widerstand ist groß! Warum? Datenschutz? Lächerlich ...

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    Im Film Verachtung (2018), der Aspekte dänischer Geschichte nutzt für seinen Thrill; werden vor dem Abpsann Zitate der Dänen Karl Kristian Steincke und Jonathan Leunbach zum Umgang mit gesellschaftlichen Versagern eingeblendet. Auch erfährt der Zuschauer, dass in den Jahren von 1934 bis 1967 mehr als 11.000 dänische Frauen zwangssterilisiert wurden.


    Zitat

    „Wir behandeln den Versager mit aller Fürsorge und Liebe, verbieten ihm dafür jedoch, sich zu vermehren.“ Karl Kristian Steincke – Dänischer Sozialdemokrat

    Zitat

    WER alles ein Versager ist: „Alle Geistesschwachen, Epileptiker und Verrückten, Psychopathen, Menschen mit antisozialen Neigungen oder perversen Trieben, Quartalssäufer und andere Alkoholiker.“

    J.H. Leunbach - Arzt


    Dass es einem kalt über den Rücken läuft, versteht sich. Aber die Sache ist vielschichtiger, verstörend sind zwei Aspekte:


    Zum Ersten sind es zwei Sozialdemokraten, einer davon ein hoher Politiker, die Auffassungen anhängen und diesen entsprechende Maßnahmen ergreifen, die man eigentlich zu dieser Zeit nur mit den deutschen Nationalsozialisten verbindet; weshalb hier wohl eine gesamteuropäische Kontextuierung notwendig wäre.


    Zum Zweiten ist im Film immer wieder die Rede von den Voraussetzungen, der Ausgestaltung und Erhaltung des Wohlfahrtsstaates. Während man in Dänemark den eingeschlagenen Weg über die Eugenik Gott sei Dank aufgegeben hat; bleibt doch haften; dass der Sozialstaat keine Selbstverständlichkeit ist und bestimmten Regeln zu folgen hat; wenn er nicht untergehen soll.


    Das stimmt mich sehr nachdenklich in unseren Zeiten ...

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    Ich bin nicht normal!


    Periodisch verlangt es mich nach bestimmten Formaten der Printmedien: Gerade eben lese ich montags und donnerstags den Kicker, was ich sicher seit Jahrzehnten nicht mehr getan habe. Sonst aber wechselt alles wild durcheinander - DIE ZEIT, die Neue Zürcher Zeitung, Neues Deutschland, Junge Freiheit, junge Welt und so weiter und so fort. Die hole ich mir dann penibel im Tabakladen, am Kiosk, im Supermarkt oder an der Tanke und wenn ich sie aus irgendwelchen Gründen nicht bekommen habe oder holen konnte, suche ich solange, bis ich des Exemplars habhaft werden konnte, selbst wenn inzwischen schon die nächste Ausgabe erschienen ist.


    Entschließe ich mich jedoch dann zu einem Abonnement, was bei allen schon vorgekommen ist; schlägt nach anfänglicher Begeisterung die Stimmung schnell um. Dann liegt die Zeitung täglich oder einmal in der Woche im Briefkasten und ich fühle mich bedrängt, unter Druck gesetzt; Widerwillen macht sich breit. Ich lese nur noch unwillig und fange an zu schludern; dann stapeln sich allmählich die ungelesenen Ausgaben. Ab und zu raffe ich mich am Wochenende auf und arbeite die Stapel auf und lese mich beinahe wütend, ja zornig durch die Seiten. Von diesem Moment an ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Kündigungs des Abos.


    Ich bin nicht normal!

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    Wenn man wie ich auf dem Dorf aufwächst, lernt man das Grüßen von der Pike auf. Gehst du ins Dorf und triffst jemanden, der älter ist; dann grüßt du den. Ist man selbst der Ältere, wird man gegrüßt und grüßt zurück. So ist das seit vielen Jahrhunderten. Und wehe, du hast einmal jemanden zu grüßen vergessen im Tran oder in Gedanken; da konntest du sicher sein, dass derjenige bei deiner Oma oder deinem Opa auf der Matte steht und sich beschwert, ob der Enkel unerzogen wäre und sich zu fein. Um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen, grüßte man als Kind lieber doppelt und dreifach und wenn man einen Dorfbewohner achtmal am Tag traf, dann grüßte man eben achtmal.


    Dass man es dann später in der Stadt beim Studium schwer hatte und sich wie Crocodile Dundee auf dem Broadway in Manhattan vorkam, verwundert da nicht. Meine urbaneren Kommilitonen haben sich immer köstlich amüsiert, wenn ich Hinz und Kunz grüßte oder in der Straßenbahn alten Leuten oder einer Mutti mit Kind meinen Platz anbot; wobei ich glaube, dass sie mich nicht auslachten; sie fanden das süß. Freilich käme ich nie auf die Idee, in einer Großstadt die Leute alle zu grüßen; aber je kleiner die Ansiedlung, desto stärker hat mich die Tradition im Griff. Und so grüße ich natürlich nicht nur alle Leute in der Nachbarschaft, sondern auch alle die, die ich täglich sehe in der Stadt oder im Supermarkt; auch wenn ich sie nicht näher kenne.


    Unbegreiflich wird mir immer bleiben, dass es Leute gibt; denen man auf einem einsamen Waldweg begegnet oder nach vielen Kilometern auf einem sonst unbefahrenen Radweg und die nicht die geringsten Anstalten machen zu grüßen, ja nicht einmal nicken oder dich nur anschauen oder den Blickkontakt suchen, um mit den Augen zu zwinkern. In so einer Situation ist es doch gleichgültig, ob man vom Dorf kommt oder aus einer Millionenstadt; da begegnen sich zwei Menschen in einer sonst menschenleeren Gegend und da ist es nicht nur ein Gebot des Anstandes, einander wenigstens mimisch zu erkennen zu geben, dass man den Anderen wahrnimmt und ihm seine Existenz bestätigt, am besten noch mit Anteilnahme und Empathie.

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    Das hier beschriebene Vorgehen hat natürlich zur Voraussetzung, dass die Steuer- und Sozialabgaben, mit denen die Bundesrepublik weltweit führend ist; deutlich sinken müssten. Dann könnte der Bürger eigenverantwortlich mit dem finanziellen Zugewinn sich zum Beispiel um seine Krankenversicherung kümmern, seine Altersvorsorge oder um die Bildung von Rücklagen. Der Staat würde im Gegenzug entlastet von vielerlei Aufgaben, die eigentlich nicht zum Wohlfahrtsstaat gehören; und der Staatsbürger wäre gezwungen, sich wieder als solcher seiner ureigensten Aufgaben zu erinnern; sich nämlich hauptsächlich selbst um sich zu kümmern und nicht allein auf das Gemeinwesen zu vetrauen. Schon im 19. Jahrhundert haben namhafte Geister wie Alexis de Tocqueville auf die Gefahren hingewiesen, die durch die Infantilisierung weiter Teile der Bevölkerung durch Überbehütung entstehen.

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    Wenn man sich als Historiker die europäische Sozialgeschichte um die Jahrtausendwende anschaut; fällt einem geradezu ins Auge, mit welchen großen Hoffnungen die damals als jung und dynamisch geltenden neuen Regierungschefs Bill Clinton, Tony Blair, Gerhard Schröder und viele andere begrüßt wurden und wie bald diese Hoffnungen konterkariert waren; weil sich gerade in dieser Zeit der demokratischen, sozialistischen und sozialdemokratischen Regierungsverantwortung neoliberale Richtungen durchsetzen konnten und die stärkste Aushöhlung des Sozialstaates in dessen Geschichte ins Werk gesetzt wurde, als dessen Symbol die Hartz IV-Gesetzgebung in der BRD gelten kann.

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    In der langen Geschichte meiner Lektüren markieren diese vier Bände, die ich in der Bibliothek meiner Eltern fand, eine Leseerfahrung sondergleichen. Während sich, wie ich erst später wusste, in der Bundesrepublik Raymond Chandler über Diogenes verbreitete; hatte sich seiner in der DDR Volk und Welt angenommen auf unfassbar schlechtem Papier mit unfassbar kleiner Type und unfassbar schlechtem Druckbild.


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    Aber das war mir als Teenager komplett egal; denn hier schlug ich etwas auf; das nun ganz anders war als all die Reihen von Agatha Christie, Georges Simenon, Per Wahlöö-Maj Sjöwall (bei Volk und Welt); die bei meinen Eltern hoch im Kurs standen.


    Ich mochte natürlich das, was alle anderen Leser auch fasziniert haben mag: Die knappen Storys ohne Abschweifungen; die lakonische Erzählhaltung; die illusionslose bis zynische Sicht der Protagonisten, die Unmenngen an Whiskeys, die getrunken; und die Unmegnen an Zigaretten, die geraucht wurden; die Halbwelt der Kleinkriminellen und Dirnen, die verkommene der Großkopferten.


    Ganz besonders aber hat mich immer die Figurenzeichnungen beeindruckt, die Charakterisierung über wenige und sehr eindrucksvoll karg und direkt gegebenen Formulierungen, oft sogar gleich eingangs der Geschichte. Ich weiß nicht mehr, welche Story das war; als er eine Frau ("Sie war fett") beschrieb und ich das einfach nicht begreifen konnte, wie man so präzise und unsentimental einsteigen konnte.

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    Der Film Runaway Train (Express in die Hölle) ist schlecht. Schlechtes Script, eine unglaubwürdige Story, hölzerne Schauspielerleistungen, völlig überzeichnete eindimensionale Charaktere; besonders der Gefängnisdirektor und die Nebenfigur des Buck, für den allen Ernstes Eric Roberts auch für den Oscar nominiert wurde.


    Dennoch gehört er zu den Filmen, die man nicht vergisst und die mit einer Einstellung enden, die einen für ein ganzes Leben bis zu dessen Ende prägen kann. Natürlich der Schnitt, natürlich die imposante Landschaft und natürlich die Stunts rund um den führerlosen Zug mit der imposanten Lokomotive.


    Entscheidend ist aber nur Jon Voight in seiner vielleicht besten Rolle: Das Leuchten in seinem Gesicht, die Strahlkraft aus seinen Augen, schon nah an der Grenze zum Wahnsinn, heraus schon bei seinem ersten Auftritt, als das Licht in der Isolationshaft angeht, bis hin zur letzten Szene – das ist, was den ganzen Film trägt; dieser unbedingte Wille, sich nicht brechen zu lassen; diese unbändige Sehnsucht nach Freiheit über alle Grenzen hinaus; das alles verkörpert Voight mit allen Fasern seines Leibes und seiner Seele.


    Und dann mündet diese biblische Tragödie shakespeareschen Ausmaßes auf dem Dach einer führerlosen Lok inmitten arktischer Stürme in eine denkwürdige Szene: Manny steht mit ausgebreiteten Armen und fährt dem Tod, also der letzten Freiheit entgegen. Für mich eine der ergreifendsten, ja wirklich und wahrhaftig erschütterndsten Szenen der Filmgeschichte. Bei jedem Wiedersehen muss ich schlucken, die Tränen stehen mir in den Augen und die Gänsehäute laufen in Wellen über meinen Rücken.

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    Dass der liebe Herrgott dem Menschen die Frage nach dem Warum in den Schädel eingepflanzt hat, war sicher wenig hilfreich für das Existieren so an sich; auch dass die unsterbliche Seele in das doch sehr fehleranfällige Gefängnis des Leibes eingepfercht wurde, würde ich nicht als wirklich gelungen bezeichnen. Überhaupt sind da doch so viele Baustellen, wenn wir ehrlich sind; dass man bei seiner Schöpfung kaum an mehr als einen ersten Versuch zu denken bereit ist; denn ein Gesellenstück sähe doch anders aus, von einem Meisterstück ganz zu schweigen.


    Ich weiß, Neuplatoniker und Gnostiker haben das schon vor 2000 Jahren angemerkt; Umberto Eco hat vor 30 Jahren löblicherweise den Demiurgen wieder aus der Schublade geholt und ihm zumindest literarisch-ästhetisch die Leviten gelesen. Aber ich will es wenigstens auch noch gesagt haben an diesem 15. September 2021, dass hier noch einiges im Argen liegt und ich gerne eine Betaversion hätte zu meinen Lebzeiten; ein Modell 2.0; vielleicht ohne die Sache mit der Rippe; denn seien wir ehrlich, fast alle Unbill rührt doch aus dieser doppelt missglückten Konstruktion.

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    Da ich heute ohnehin im Theologischen feststecke, will ich jetzt zwar nicht die großen dogmatischen und religionsphilosophischen Probleme wälzen wie die der Erbsünde, der Dreieinigkeit, der Theodizee, der Determination oder gar des Freien Willens; aber doch eine Frage zitieren, die vielleicht am Ehesten nach Luther geeignet ist, den Kern des Glaubens offenzulegen.


    Hier nun diese meine Lieblingsfrage:

    Zitat
    Warum heißt es Gebet, wenn ich mit Gott spreche, aber Psychose, wenn Gott mit mir spricht?

    Ohne Zweifel steckt in den paar Worten ein riesiges Potenzial, um den gesamten religiösen Kosmos abzustecken. Und sie sagt vielleicht mehr über den Menschen aus, als jenem lieb sein kann. Und über Gott sowieso.

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    Im durchaus sehenswerten Film Training Day (USA 2001) besuchen die beiden Cops einen Ex-Bullen, der inzwischen dealt; und es wird ein Witz erzählt:



    Ich bin mir bis heute nicht sicher, was der Witz an sich, innerhalb des Gesprächs und im Kontext des Filmes bedeutet ...